Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Wir über uns Was tut eine Zeitung in unübersichtlichen Zeiten?
Abo Wir über uns Was tut eine Zeitung in unübersichtlichen Zeiten?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:46 03.12.2016
Von Hendrik Brandt
Quelle: HAZ
Anzeige

Was für ein Tempo. Unsere Welt ändert sich rasant; Geschwindigkeit und Schwindeligkeit liegen derzeit nicht nur sprachlich eng beieinander. Die Wirtschaft rast im digital-globalen Wettbewerb, die Politik taumelt nur noch mit Mühe hinterher – und viele Menschen kommen gleich gar nicht mehr mit. Hier bei uns und in der Welt erst recht. Sie suchen ihr Heil in der Flucht vor Krieg oder anderem Elend, in der Abschottung oder einfach hinter der jeweiligen Nation mit irgendeinem „starken Mann“ (oder einer Frau), die es schon irgendwie richten werden. Überall in Europa werden die Schotten dichtgemacht – geistig, kulturell und zuweilen auch schon ganz praktisch mit Zäunen und Mauern.

Wer das nicht versteht, einfach alle Sorgenbürger für verwirrt hält, hat kaum ein Herz. Wer die Verwirrung aber einfach so hinnimmt, hat wenig Verstand.

Was tut eine Zeitung in derart unübersichtlichen Zeiten? Nicht wenige Menschen bei uns sagen, die Medien seien längst selbst zum Teil des Problems geworden. Auch wer nicht „Lügenpresse“ gröhlt, hat doch zuweilen Fragen an die Glaubwürdigkeit und die Grundüberzeugungen von Journalisten bei ihrer Beschreibung der Welt. Warum auch nicht? Wo harte Fragen gestellt werden, wo Menschen sich konstruktiv über den richtigen Weg streiten, da ist die Demokratie in ihrem Element. Wir Journalisten haben oft ausgeteilt, da können wir auch mal etwas einstecken.

Immer öfter jedoch wird so ein Streit um Fakten und fundierte Meinungen zur Ausnahme. Seit sich im Netz von Menschen wie Maschinen geschaffene Meinungsblasen überlebensgroß präsentieren, ist das Streitgespräch nicht selten früh zu Ende. Weil niemand mehr zuhört, weil niemand mehr erkennen will, dass die Wahrheit ein rares Gut ist, und kein Mensch sie kaum je voll erfasst. Von dieser Erkenntnis jedoch lebt die Demokratie und mit ihr die Freiheit. Die freie Presse gehört dazu.

Und ihre Leser erst recht. Denn wer danach fragt, was wirklich los ist, woher es kommt und was es bedeutet, steht eben nicht in der Gefahr, in die „Echokammer“ abzurutschen, in der nur noch das eigene Wort widerhallt. Auf der Suche nach dem ganzen Bild haben die mündigen Bürger so immer schon ein stilles Bündnis mit ihren Journalisten, ihrer Zeitung geschlossen. Weil es eben gut ist, mehr zu wissen, sich auszukennen, andere Sichtweisen zu erleben. Ganz gleich, ob es um Weltpolitik oder Themen aus der Nachbarschaft geht. Ist es an der Zeit, dieses Bündnis zu bekräftigen, vielleicht auch zu erneuern? Und so vielleicht manche Meinungsblase zum Platzen zu bringen? Ihre Hannoversche Allgemeine Zeitung lädt Sie besonders gern dazu ein. Seien Sie willkommen!

Ihr Hendrik Brandt, Chefredakteur der HAZ

Kompakter, gründlicher, moderner und lokaler: Die gedruckte Hannoversche Allgemeine Zeitung sieht seit Ende 2016 ein wenig anders aus. Was sich geändert hat, lesen Sie hier im großen Überblick.

10.04.2018

Haben Sie eine Frage, Kritik, oder Anregungen? Dann melden Sie sich doch einfach direkt bei uns. Hier finden sie übersichtliche Formulare für alle Fragen rund um Abos, Leserbriefe und Anzeigen. Zudem sehen Sie hier die Kontaktdaten alle HAZ-Redakteure.

11.04.2018

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung ist führend in Niedersachsen. Mit einer Auflage von rund 137.000 Exemplaren ist sie die meistgelesene Tageszeitung landesweit. Der Erfolg basiert auf einem ebenso einfachen wie anspruchsvollen Konzept: Die HAZ verbindet die Nähe einer Lokalzeitung mit der Weitsicht eines überregionalen Nachrichtenmediums.

03.12.2016
Anzeige