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40 Jahre Pumpen Binek

Jubiläum am Firmensitz in Steinwedel 40 Jahre Pumpen Binek

Am Anfang haben die Steinwedeler gestaunt, als sich Walter Binek mit seiner Pumpenherstellung in ihrem Dorf niederließ. In diesen Tagen feiern zwei Generationen der Firma Pumpen Binek ihren 40. Geburtstag.

Das Firmengelände am Kirchsteig in Steinwedel

Quelle: Pumpen Binek

Leichtes Unverständnis schlug Walter Binek entgegen, als er am 1. Oktober 1974 seine eigene Firma ausgerechnet auf dem Dorf eröffnete. Schließlich ging es um Pumpen. „Und die Hauswasserpumpen, die früher üblich waren, wurden ja zu dieser Zeit gerade abgeschafft zugunsten der Zentralversorgung.“ Die Steinwedeler haben im Lauf der Zeit natürlich mitbekommen, dass es bei der Firma Pumpen Binek um ganz andere Geräte ging als die Schwengelpumpe im Garten. Vorwiegend die Industrie und der Hausbau wurden beliefert und betreut. In diesen Tagen feiert das mittelständische Unternehmen Pumpen Binek in Steinwedel seinen 40. Geburtstag.

Ging vor 40 Jahren nach Steinwedel: Firmengründer Walter Binek.

Dabei war es eher Zufall, dass in seinem Leben die Pumpen eine so große Rolle spielen würden, meinte Firmengründer Walter Binek. Der gebürtige Aligser wollte in den Bereich Maschinenbau, nachdem er die Realschule beendet hatte. Eine entsprechende Lehrstelle gab es in Hannover bei der Firma Albrecht. „Damals waren Lehrstellen rar gesät“, erinnert sich der heute 73-Jährige. Albrecht war ein Betrieb, der sich auf Pumpen spezialisiert hatte. So kam eins zum anderen. „Ich musste mir das alles erst einmal aneignen“, meint der Steinwedeler. „Das ist schließlich kein Lehrberuf.“ Das scheint ihm gut gelungen zu sein, denn bis heute ist er der Branche erhalten geblieben.

Das Team von Pumpen Binek

Die Zeiten waren anders damals in den sechziger Jahren. Nicht nur die Pumpen waren wegen des Materials sehr viel schwerer als heute – sie wurden auch noch anders zum Kunden gebracht. „Ich bin damals noch mit einer Pumpe in der Transportkarre über den Kröpcke gelaufen“, lacht der heutige Seniorchef.

Selbstständig wollte sich Walter Binek eigentlich nicht unbedingt machen. Er hatte zwar 1969 an der Handwerkskammer Hannover seinen Meister gemacht, dachte aber nicht an eine eigene Firma. Erst als die Betriebsatmosphäre in Hannover schlechter wurde, zog er Konsequenzen: Im Jahr 1974 kündigte er und baute das Bauernhaus seiner Eltern und Großeltern in Steinwedel zu einem Firmengebäude um. Ein Sprung ins kalte Wasser war es zwar immer noch, aber das Angebot, für den badischen Pumpenhersteller Allweiler Vertragswerkstatt zu werden, minderte das unternehmerische Risiko beträchtlich. Die zu betreuenden Betriebe reichten von Helmstedt bis Göttingen. Im Lauf der Zeit wurde die Firma größer, sodass das ehemalige Bauernhaus zu klein wurde. Es wurde 1979 abgerissen und durch eine Halle, die noch heute auf dem Firmengelände am Kirchsteig in Steinwedel steht, ersetzt. Seitdem sind weitere Anbauten dazugekommen. Binek war daran beteiligt, große Bauvorhaben wie das Bredero-Hochhaus am Hauptbahnhof Hannover oder das Ihme-Zentrum mit Pumpen auszustatten. Bis heute kümmern sich die Steinwedeler um die rund 5000 Pumpen in der Medizinischen Hochschule Hannover. Inzwischen liegen die Geschicke der Firma in weiblichen Händen.

Die Geschicke liegen heute in weiblicher Hand: Geschäftsführerin Danja Binek-Wolter.

Walter Bineks Tochter Danja Binek-Wolter hat 2006 die Geschäftsführung übernommen. Zufall war das nicht, wie die 41-Jährige betont. „Ich wollte immer etwas Technisches machen.“ Also hat sie Kommunikationselektronik bei der Telekom gelernt, hat danach das Fachabitur nachgeholt und an der Fachhochschule Hannover Maschinenbau studiert. Und da sie ihrem Vater natürlich schon als Kind über die Schulter geschaut hatte, war die Karriere vorgezeichnet. Eine berufsbegleitende Ausbildung zum Betriebswirt im Handwerk legte dann die kaufmännischen Grundlagen.

Walter Binek war von 2006 an der Firma als Berater erhalten geblieben, um seine Tochter zu unterstützen. Hineinreden wollte er ihr nicht mehr. „Die Entscheidungen liegen seitdem bei ihr.“ Jetzt will er sich auch als Berater zurückziehen. Im bevorstehenden Ruhestand zieht es den 73-Jährigen in Zukunft zunehmend auf Skipisten und Golfplätze. „Aber ich wohne ja gleich nebenan.“ Falls also Not am Mann ist, steht er immer noch bereit.

Schwerpunkt Industrie und Energieeffizienz

Im 40. Jubiläumsjahr hat sich die Firma Pumpen Binek zu einem mittelständischen Unternehmen mit bundesweitem Betätigungsfeld entwickelt, das auch Nachwuchs im Bereich Mechatronik ausbildet. In diesen Tagen kommt zudem noch der erste Auslandsauftrag in den benachbarten Niederlanden dazu.

Seit 1989 arbeitet Binek mit dem großen Pumpenhersteller Grundfos zusammen in einer Partnerschaft, die mit der Zeit ausgebaut und gefestigt wurde - unter anderem mit einer Zertifizierung durch Grundfos als Industrie- und Servicepartner. Weitere Partnerschaften hat Binek mit renommierten Firmen wie Ritz und ACO Haustechnik. Außerdem sind die Steinwedeler nach dem Wasserhaushaltsgesetz zertifiziert.

Der Schwerpunkt der Firma liegt dabei mehr in den Bereichen Dienstleistung und Service als im Bereich Handel. Besonderes Augenmerk legt Danja Binek-Wolter auf die Energieeffizienz von Pumpenanlagen. „Wenn wir eine Pumpe austauschen, ersetzen wir das Gerät nicht einfach nur eins zu eins“, erklärt die Firmenchefin. Sie versucht auch, die Anlage zu optimieren, indem eine Beratung zum Thema Energieeinsparung einfließt. „Früher waren die Anlage überdimensioniert. “Kleinere Anlagen seien oft ausreichend und energiesparend. Das kommt durch den geringeren Stromverbrauch dem Kunden zugute.

Weitere Informationen zum Unternehmen: www.pumpen-binek.de

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