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Kurt Schwitters und die Abstrakten Die modernen Rauminstallationen

Museumsnachbarn Die modernen Rauminstallationen

Eine Reihe weiterer Rauminstallationen schließen sich an die historischen Künstlerräume des Sprengel Museums an.

Komplette Räume von Künstlern zu zeigen gehört zum stimmigen Sammelkonzept des Hauses. Vom amerikanischen Lichtkünstler James Turrell, der kürzlich in den argentinischen Anden auf 2300 Metern Höhe ein eigenes Museum bekommen hat, besitzt das Sprengel Museum Raum- und Lichtinstallationen aus den sechziger, achtziger und neunziger Jahren. Bei Turrell können Besucher ihre Wahrnehmungsgrenzen austesten. Das Auge muss sich an fast völlige Dunkelheit, aber auch an Stroboskop-Blitzlichter gewöhnen.

Wolfgang Laibs Rauminstallation „Nirgendwo“ von 1995 befindet sich in einem toten Winkel des Hauses, der entstanden ist, als das Museum in den neunziger Jahren erweitert worden ist. Die Arbeit aus Granit und duftendem Bienenwachs entfaltet eine stille Wucht und öffnet eine unwirkliche Zwischenwelt.

Vom deutschen Turner-Preis-Gewinner Wolfgang Tillmans kam vor zwei Jahren die „Sprengel Installation (+4)“ hinzu. Der Titel verrät, dass der Raum eigens für das hannoversche Museum entstanden ist. Tillmans, dessen Bildverständnis von Jugendkulturen wie Rave und Techno geprägt ist, ließ sich auch von den Rekonstruktionen des „Merzbaus“ und des „Abstrakten Kabinetts“ anregen.

Der jüngste Zuwachs ist der „Espace basculé“ des Schweizer Künstlers Daniel Spoerri. Das ist ein „gekippter Raum“, den der unter anderem für seine „Fallenbilder“ (festgeklebte Mahlzeitreste) bekannte Künstler mit 1960 datiert hat. In Wirklichkeit aber hat er ihn 2007 eigens für die hannoversche Ausstellung „Nouveau Réalisme“ geschaffen. Spoerris „gekippter Raum“ lässt Münder staunend offen stehen. Boden ist hier Wand, Wand ist Decke. Raum und Zeit werden neu und spielerisch definiert – das gilt auch für die anderen Künstlerräume.

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