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Man tritt den Machern des 1992 eröffneten Luftfahrtmuseums nicht zu nahe, wenn man sagt, dass ihr Haus ein betont konservatives Geschichtsbild pflegt. Ein gewisser Sinn fürs Militärische ist zumindest nicht hinderlich, um einige der Exponate gebührend würdigen zu können.

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Günter Leonhardt: „Ich bin immer am Boden geblieben“

Das Luftfahrtmuseum in Laatzen.

Quelle: Nico Herzog

Soldaten der Luftwaffe des Dritten Reichs werden vor allem als Opfer des Krieges und verführte Idealisten gesehen. Wäre das Museum nicht in privater, sondern in öffentlicher Trägerschaft und würde es von Fachhistorikern in städtischen oder Landesdiensten kuratiert, würden hochdekorierte Offiziere wie Adolf Galland und Werner Mölders womöglich kritischer bewertet. Doch obwohl Museumsgründer Günter Leonhardt seine Sammlung der Stadt Hannover schon vor Jahren als Geschenk angeboten hat, lehnt diese die Übernahme ab, zumal der Erhalt mit Kosten verbunden ist und das Museum auf Laatzener Gebiet liegt. Und Ministerpräsident Christian Wulff lobt das Museum zwar, doch finanziell will sich auch das Land nicht engagieren.

Dabei ist die Sammlung hochkarätig bestückt; auf 3500 Quadratmetern Fläche sind in zwei großen Hallen fast 4000 Exponate zu sehen, darunter Nachbauten und originale, aufwendig restaurierte Automobile und 36 Flugzeuge aus vergangenen Zeiten - eine Kollektion, die ihresgleichen sucht.

Derzeit befinden sich die Museumsstücke im Besitz der Familie von Günter Leonhardt. Der Sohn des 82-jährigen Sammlers, der Mediziner Marcus Leonhardt, will diese einmal weiter betreuen. Langfristig soll der Museumsbestand in eine bereits gegründete Stiftung überführt werden. Um den Museumsbetrieb kümmert sich ein Team von 20 ehrenamtlichen Helfern. Außerdem gibt es einen Trägerverein mit etwa 300 Mitgliedern. Neben Spenden und Eintrittsgeldern finanziert sich das Museum allein über dessen Mitgliedsbeiträge.

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr, montags geschlossen.

Eintrittspreise: Einzelkarten 8 Euro, Schüler, Studenten, Behinderte 4 Euro.

Führungen: Nach Absprache, etwa 30 bis 40 Euro. Für Feiern kann man das Haus buchen und stilvoll unter Tragflächen tafeln.

Kinder und Senioren: Das Museum ist größtenteils rollstuhlgerecht. Kinder dürfen teils Motorenmodelle ankurbeln oder auch selbst in einen Hubschrauber steigen.

Museumsshop: bietet eine große Anzahl an Videos, Büchern und Modellen.

Kontakt: Luftfahrtmuseum Hannover-Laatzen, Ulmer Straße 2, 30880 Laatzen. Telefon (05 11) 8 79 17 93.

Internet: www.Luftfahrtmuseum-Hannover.de

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