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Spaziergang entlang herrlicher Panoramen

Salzhemmendorf Spaziergang entlang herrlicher Panoramen

Wälder und Hecken sucht der Wanderer rund um Salzhemmendorf vergeblich. Wunderbare Ausblicke über Wiesen und Felder lassen dies aber schnell vergessen.

Vögel und Niederwild haben kaum eine Chance: Rund um Hemmendorf und Oldendorf, zwei Ortsteilen des Fleckens Salzhemmendorf im Kreis Hameln-Pyrmont, wirkt die Agrarlandschaft kahl und ausgeräumt. Nicht einmal entlang den Entwässerungsgräben fand sich Platz für Baum und Hecke. Sosehr der Wanderer dies bedauert, hat er nun ungehindert Aussicht in diesem Dreieck zwischen Ith, Thüster Berg und Osterwald. Das ist es, was einem Ausflug hierher seinen Reiz verleiht.

Man lässt das Auto an der als „Alte Heerstraße“ durch Hemmendorf führenden Bundesstraße 1 stehen und folgt am östlichen Ortsende dem Alten Kirchweg hinaus in die Feldmark. Bei der Orientierung der nicht markierten Route hilft das amtliche Blatt „Naturpark Weserbergland“ (im Buchhandel) oder die Wanderfreizeitkarte für die Region, erhältlich beim Flecken Salzhemmendorf, Hauptstraße 2, Telefon (0 51 53) 80 80, www.salzhemmen- dorf.de.

Am zweiten Abzweig nach links ist ein Abstecher zur weithin sichtbaren Tilly-Linde möglich. 400 Jahre ist sie alt; Stahlbänder sichern den Baumriesen, dessen Standort weniger dem berühmten Feldherrn des Dreißigjährigen Krieges zuzuschreiben ist als einem historischen Thingplatz: Nahe dem über tausend Jahre alten Hemmendorf wurde einst Gericht gehalten.

Bevor der Alte Kirchweg hinab ins Tal zu einem Bahnübergang führt, zweigt rechts ein breiter Wirtschaftsweg Richtung Oldendorf ab. An der dortigen St.- Nikolai-Kirche in der Dorfstraße stehen nun endlich wieder hohe Bäume. Tafeln erläutern auch die örtliche Kirchengeschichte. Dann führt der Weg weiter durch die Dorfstraße.

Unmittelbar hinter der Saalebrücke geht es rechts ab und bald darauf immer auf dem anfangs als „Im Brinkfeld“ bezeichneten Wirtschaftsweg dem Thüster Berg entgegen. Eine Tafel an der „Feldeiche“ erläutert das landschaftliche Ambiente. Eine weitere Tafel beschwört später „Hecken als ökologische Nischen und Korridore“. Doch die Hecke, die sich direkt anschließt, wirkt fast ein wenig exotisch angesichts der sonstigen Leere der Landschaft.

Das ändert sich entlang dem Ahrenfelder Weg, der kurz vor dem Waldhang in westliche Richtung allmählich auf Salzhemmendorf zuläuft. Mitunter liegen
mächtige Steine am Weg, Belege für die Brücke ganz in der Nähe: „Thüster Stein“ ist heute noch begehrt. Nur wenig erinnert noch an Salzhemmendorfs Glanzzeit als Solebad. Mit dem Heilwasser kommt der Besucher in der großen Ith-Sole-Therme in Berührung.

Zunächst erreicht man jedoch an der Kirche die talwärts führende Hauptstraße und biegt direkt vor der Saalebrücke rechts in die Flöthstraße ab. Wer Badezeug dabei hat, quert das Flüsschen über eine Holzbrücke und erreicht durch einen Auwald das Schwimmzentrum (täglich geöffnet von 8 bis 22 Uhr). Die Wanderroute aber führt hinter den Fußballplätzen in die Feldmark hinaus und nähert sich allmählich Hemmendorf. Am alten Wehrkolk gibt es einen Grillplatz. Denkwürdig sind Hemmendorfs Straßennamen: „Im Güldenen Winkel“ führt zur Kirche. Es gibt einen „Marktplatz“ und sogar eine Besenbinderstraße, an deren Ende die ehemalige Wassermühle jedoch nichts von ihrer langen Geschichte verrät. Über die drei genannten Fahrbahnen erreicht man wieder die Alte Heerstraße mit ihrem Verkehrslärm. Dafür säumen Bäume die breite Trasse.

Die Anreise per Bahn empfiehlt sich mit dem Metronom nach Elze und mit der Eurobahn nach Osterwald. Vom Bahnhof sind es nur wenige hundert Meter über die Osterwalder Straße zum Einstieg in die vorgeschlagene Route in der Oldendorfer Ortsmitte. Mit dem Auto über die B 3 bis Elze und auf der B 1 Richtung Hameln.

Bernd Althammer

31020 Salzhemmendorf, Hemmendorf 52.084506 9.600858
31020 Salzhemmendorf, Hemmendorf
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