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Einmal um den Andreasberg wandern

St. Andreasberg Einmal um den Andreasberg wandern

Wer in St. Andreasberg wohnt, muss schon gut zu Fuß sein. Eine gute Gelegenheit, sich dem Ort zu nähern und einen Eindruck von der landschaftlich reizvollen Lage zu gewinnen, bietet der gut 15 Kilometer lange Höhenweg. Er umgibt die Bergstadt wie ein Kranz. Die gelegentlich beschwerlichen Aufstiege werden durch herrliche Ausblicke belohnt.

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Der Höhenweg windet sich 15 km lang um St. Andreasberg.

Für den Start eignet sich am besten der kleine Parkplatz nahe der Haltestelle Jordanshöhe. Ein gesteinskundlicher Lehrpfad lockt nur für einen Moment. Zu groß ist die Neugier, auf der überwiegend mit „H“ gekennzeichneten Route gegen den Uhrzeigersinn zu laufen. Obwohl zum Teil schon neue Hinweisschilder und -markierungen montiert sind, empfiehlt sich zum Vergleich das von der Landesvermessung Niedersachsen herausgegebene Blatt „Wandern im Harz“ (im Buchhandel erhältlich). So streift man gleich ein Gehöft und geht durch weite Weideflächen allmählich abwärts ins Tal bis zur Kurt-Beulecke-Hütte. Dort wendet man sich scharf nach links und folgt der weiteren Beschilderung. Bald sind die ersten Häuser des Städtchens erreicht. Man staunt über originelle Straßennamen wie Ziegen- und Bäckerhügel.

Jenseits der Einmündung von Mühlenstraße und Unterer Grundstraße geht rechts die Krumme Straße ab. Schon nach zehn Metern beginnt der grün bewachsene Fritz-Schlamelcher-Weg, der in langem Bogen um den Galgenberg herumführt. Wo der Pfad an der Straße Auf der Höhe endet, lohnt nach links der Abstecher bis auf den höchsten Punkt: „Ungetreue Bedienstete“ mussten hier 1663 aufgrund einer herzoglichen Weisung ihr Leben lassen. Was ihnen vorgeworfen wurde, lässt sich ein Stück weiter abwärts am Abzweig in die Arme-Sünder-Gasse nachlesen: Die Schichtmeister hatten die an die Bergwerkseigner zu zahlenden „Zubuße- und Gewerkegelder“ missbräuchlich verwendet.

Vom „Schwalbenherd“ geht es rechts ab am Hang des Glockenbergs ins Tal. An einer Lichtung lockt der Abstecher zur Rosstrappe, einem herrlichen Sitzplatz hoch über einer steilen Wand. Über den Häusern der kleinen Siedlung Silberhütte nähert sich der Weg der Straße. Ihr muss ein Stück durch den Wäschegrund gefolgt werden, um dann bald rechts ab allmählich wieder aufzusteigen. Eine hohe Wand rechts im Wald ist ein Diabaserguss mit Lavagestein. Die Markierung bringt den Wanderer zur Matthias-Baude (Mittwoch Ruhetag) nahe der Bergstation des Sessellifts und weiter um den Matthias-Schmidt-Berg herum. Wer dann auf den “28 K“-Weg schwenkt, gelangt zur Landstraße und von dort weiter wieder mit dem „H“ durch ein weitläufiges Wochenendhausgebiet zum Ausgangspunkt.

Bleibt noch Zeit, könnte man hinter dem Matthias-Schmidt-Berg hinunter nach St. Andreasberg laufen und je nach Lust ein Bergwerk oder den Kurpark besuchen. Man muss nur daran denken: Zur Jordanshöhe geht es noch einmal tüchtig bergauf.

Bernd Althammer

Mit dem Auto auf der A 7 (Abfahrt Seesen), die B 243 über Clausthal-Zellerfeld und die B 442; am Sonnenberg rechts abbiegen.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln Regionalexpress bis Bad Harzburg, weiter mit Bus 820 nach Oderbrück und von dort mit Bus 850 nach St. Andreasberg-Jordanshöhe.
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