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Wo sich hohe Klippen türmen

Drei-Annen-Hohne Wo sich hohe Klippen türmen

Nichts von seiner Attraktivität hat der Brocken eingebüßt. An schönen Tagen mit guter Fernsicht strömen die Menschen zu Tausenden auf den höchsten Harzberg – mit der Bahn, zu Fuß oder sogar per Mountainbike.

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Mit der Brockenbahn auf den höchsten Harzberg

Quelle: Harald John

Dabei kann man auch noch ganz andere reizvolle Eindrücke in der Brockenregion sammeln – zum Beispiel vom Bahnhof Drei-Annen-Hohne aus. Hohe Klippen-„Türme“ stehen im Mittelpunkt einer aussichtsreichen Wanderung über zwölf Kilometer. Bahngleise und Straße werden überquert; ein roter Punkt und bald darauf ein roter Strich führen zum Trudenstein. Dieser ragt schon tüchtig zwischen den Baumwipfeln hervor und ist seit 1894 auf eisernen Leitern besteigbar. Der Trudenstein ist auch Etappenziel auf der beliebten Fernwanderroute „Harzer Hexenstieg“. Dass das an dieser Stelle der Glashüttenweg ist, geht hervor aus der amtlichen Doppelblatt- Wanderkarte für den gesamten Harz (gemeinsam herausgegeben von den Landesvermessungen Niedersachsen und dem Land Sachsen-Anhalt, erhältlich im Buchhandel). Diese Verbindung bestand einst von Drei-Annen-Hohne zu einer Glasbläserei. An einer spinnenartigen Kreuzung mit Schutzhütte biegt man jedoch scharf rechts ab und marschiert am Wormkegraben entlang bis zur zweiten Abzweigung. Jetzt weist auf gutem Weg bergauf das Schild in Richtung Plessenburg.

Hinter einer Gabelung zweigt ein kleiner Pfad rechts ab. Der Wald weicht einer kargen Landschaft. Wir folgen dem roten Balken bis zur Grenzklippe, deren Spitze sich schon 880 Meter über dem Meeresspiegel befindet. Schon jetzt ist die Aussicht phantastisch, auch wenn man sich immer noch auf den gelegentlich steinigen und manchmal feuchten Untergrund konzentrieren muss. Nur Sträucher und verkrüppelte Bäume widersetzen sich offenbar der hier vorherrschenden rauen Witterung. Ein wenig versteckt führen Pfade zu den eisernen Leitern, auf denen – wer trittsicher und schwindelfrei ist – die Leistenklippe erklimmen kann. Der Lohn für die Mühe: ein herrlicher Rundumblick auf die höchsten Harzberge vom Brocken bis zum Wurmberg sowie auf Schloss Wernigerode im Tal.

Jetzt muss man sich den mit einem roten Punkt gelegentlich markierten Beerenstieg suchen, der nahe einer Schutzhütte bald steil abwärts ins Tal führt. So gelangt man auf den breit geschotterten Hohne-Weg, dem man nach rechts und später durch eine große Linkskurve bis zum Hohnepfahl folgt. Den steinernen Wegweiser muss man unbedingt einmal studieren, weil er auch die verbleibende Route zum Forsthaus Hohne und weiter zum Bahnhof verrät. Für das ehemalige Forsthaus gibt es Pläne zum Ausbau als Naturerlebniszentrum; Teile des Geländes sind bereits originell gestaltet.

Bernd Althammer

mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit der Bahn bis Wernigerode und weiter mit der Schmalspurbahn oder mit HVB-Bus 257 zum Bahnhof Drei-Annen-Hohne
mit dem Auto über die A 7 (Abfahrt Seesen) sowie die B 243, B 242 und B 27 über Braunlage nach Schierke, Parkplätze (gebührenpflichtig) sind ausgewiesen
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