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Von Ströhen nach Ströhen

Ströhen Von Ströhen nach Ströhen

Wer im Auenland auf halbem Wege zwischen Weser und Dümmersee unterwegs ist, dürfte sich wie beim Buxtehuder Wettlauf zwischen Hase und Igel („Ik bünn all dor!“) fühlen: Gerade erst hat man den Ort Ströhen verlassen, da steht man schon wieder vor Ströhen.

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Quelle: Monika Ukermann

Nur die Namenszusätze „Hannoversch“ und „Preußisch“ zeigen den Unterschied an: Die Grenze der untergegangenen Königreiche, die einst zwischen den beiden Ströhens verlief, bildet heute die Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Natürlich steht heute kein Grenzposten mehr an der Chaussee. Neuerdings gibt es sogar ein länderübergreifendes Projekt: Vom Bahnhof Rahden aus können sich vier bzw. acht bis zwölf Passagiere mit der Draisine auf einen 14 Kilometer langen Schienenweg machen. Sie müssen nur spätestens um 10 Uhr in Rahden starten und um 17 Uhr in Hann. Ströhen die Rückfahrt antreten.

Unterwegs gibt es Rastplätze und mit dem „Speukenkieker“ eine besondere Erlebnisgastronomie. Am „Nordpunkt“, dem nördlichsten Zipfel von NRW, sind auf einem alten Wagenrad und an einem himmelblauen Fahrrad-Oldtimer kuriose Sonnenuhren angebracht. Eine hochmoderne Wetterstation zeigt exakt Temperatur und Windstärke an. Skulpturen recken ihre blau-weißen Arme in den Himmel. Sonntags ab 10 Uhr und für Gruppen nach Voranmeldung unter Telefon (0 57 76) 12 05 auch an anderen Tagen bewirtet der Heimatverein Gäste mit Spätaufsteherfrühstück, Snacks und Kuchen.

Wie schon an der Station „Nordpunkt“ aber könnte die Draisine auch am Endbahnhof Hann. Ströhen für längere Zeit geparkt werden. Bis zum reizvollen „Natur-Tierpark Ströhen“ mit 600 Tieren aus fünf Kontinenten und dem angrenzenden Arabergestüt sind es zu Fuß knapp zwei Kilometer. Gruppen bietet die Zooverwaltung nach Absprache unter Telefon (0 57 74) 5 05 einen Transfer mit Planwagen an.

Wer jedoch Nordpunkt und/oder Tierpark ausführlicher in Augenschein nehmen möchte, sollte direkt anreisen. Dann könnte man zunächst den Nordpunkt besuchen und danach auf gut markierten Wegen zum fünf Kilometer entfernten Tierpark radeln - ausführlichere Streckenvorschläge unter (0 54 41) 9 76 22 22, www.duemmerweserland.de. Dort lassen sich werktags um 11 Uhr sowie an Wochenenden um 11.30 Uhr Tiertrainer bei der Ausbildung zuschauen. Anschließend können Besucher die weit und breit einzige Gelegenheit nutzen, auf Elefanten zu reiten.

Bernd Althammer

Mit der Bahn bis Rahden und dort etwa 200 Meter zu Fuß zum Draisinenbahnhof. Die direkte Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Preußisch oder Hannoversch Ströhen ist nur werktags über Herford nach Rahden und weiter mit Bus 133 möglich
Mit dem Auto über die A 2 (Abfahrt Bad Eilsen-West) und weiter über die B 65, B 482 und B 770 nach Rahden oder ab Minden über Petershagen und Warmsen direkt nach Ströhen
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