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Entdeckungstour per Rad: „Tag des offenen Denkmals"

Steinhuder Meer Entdeckungstour per Rad: „Tag des offenen Denkmals"

Einmal im Jahr öffnen viele Besitzer denkmalgeschützter Bauwerke ihre Türen und geben den Blick frei in sonst unzugängliche Gemäuer. In den Ortschaften südlich des Steinhuder Meers zum Beispiel locken am Sonntag, 12. September, 25 alte Gebäude zu einer Erkundungstour.

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Ein Stadtspaziergang für Genießer

Zur Insel Wilhelmstein geht's dann mit Boot statt mit Rad weiter.

Quelle: Uwe Dillenberg

Diese Entdeckungstour könnte man mit dem Auto unternehmen. Weil die Gegend flach ist und wegen der Nähe zum S-Bahnhof Wunstorf gibt es aber auch gute Gründe, das Fahrrad zu nutzen. Dann geht es einfach quer durch den Wald nach Steinhude. Von dort ist die Route nur an diesem „Tag des offenen Denkmals“ ausgeschildert. So gelangt man zur Windmühle „Paula“ und erfährt etwas über die Mühen ihrer Restaurierung. In der Graf-Wilhelm-Straße 10 plättet die fast 150 Jahre alte Kastenmangel wertvolles Leinen. Im nahen Fischer- und Webermuseum wird über das erste Hemd ohne Naht informiert. Im Scheunenviertel beginnen Führungen durch den Steinhuder Ortskern. Oder ist eine kleine Bootspartie zur Inselfestung Wilhelmstein fällig?

Der Meer-Radweg bringt Radler nach Winzlar, wo in einem Steinofen allerlei Köstlichkeiten gebacken werden. Auf der Weiterfahrt nach Wölpinghausen und Bergkirchen lässt sich ein Anstieg nicht vermeiden. Erst soll eine Ausstellung zum Kauf erhaltungswürdiger historischer Gebäude animieren, dann folgt eine großartige Aussicht auf Meer und Schaumburger Land.

Weil am Morgen der neue Marktplatz von Sachsenhagen eingeweiht worden ist, gibt es dort am Nachmittag viel Musik. Im örtlichen Schloss bietet sich Gelegenheit zu einer Führung. In Betrieb ist auch das malerische Backhaus von Auhagen. Im Ort gibt es auch ein Hofcafé.

Liebhaber sakraler Bauten sollten in Idensen einen Zwischenstopp einlegen. Die Sigwardskirche ist geöffnet. Im Rahmen von Führungen kann man zum ersten Mal überhaupt sogar hoch hinauf in den Turm mit der ältesten Glocke Niedersachsens von 1130 steigen. Wer lieber wissen will, wie es in der Tiefe zugeht, radelt weiter nach Hagenburg zum dortigen Bergbaumuseum. In der St.-Nicolai-Kirche zu Hagenburg lässt sich erkunden, ob Baumeister Conrad Wilhelm Hase auch hier eine Hasenabbildung versteckt hat.

Die gesamte Radtour ist etwa 40 Kilometer lang, lässt sich aber bei Bedarf abkürzen, indem man sich von Wiedenbrügge über Schmalenbruch auf ehemaliger Bahntrasse wieder Hagenburg und danach Altenhagen nähert oder auf den Abstecher nach Idensen verzichtet. Wer die Strecke nur bis Idensen fahren will, kann von dort am Mittellandkanal entlang sehr schnell den S-Bahn-Halt in Haste erreichen.

Zur Vorbereitung empfiehlt sich ein bei der Schaumburger Landschaft in Bückeburg, Schlossplatz 5, Telefon (0 57 22) 9 56 60, www.schaumburgerlandschaft.de, erhältliches Faltblatt mit Informationen zu allen Baudenkmälern mit Öffnungszeiten, Aktionen und Kartenskizze. Wer seine Rundreise ganz individuell planen möchte, behilft sich mit der von der niedersächsischen Landesvermessung herausgegebenen Radwanderkarte „Hannover und Umgebung“, die im Buchhandel erhältlich ist.

Öffentliche Verkehrsmittel Anlässlich des gleichzeitig stattfindenden Regionentdeckertags gibt es preiswerte Tagestickets für die S-Bahn; Fahrräder werden kostenlos mitgenommen.
Mit dem Auto Auf der A 2 bis Abfahrt Wunstorf-Luthe, dann weiter nach Steinhude. Parkplätze sind ausgeschildert.

Bernd Althammer

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