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Hildesheim Im Obergeschoss

Ein malerisches Bild öffnet sich mitten zwischen Wiesen und Feldern: Die dunkle Turmhaube ragt hoch über ziegelroten Dächern. Alte Mauern schützen Mensch und Gut. Obstbäume bilden kleine Alleen.

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Nonne in der Klosterkirche St. Michael an der Orgel

Quelle: Jana Striewe

Aus der spiegelglatten Teichfläche lugt in stillen Morgenstunden manch keckes Karpfenmaul hervor. Kloster Marienrode, vor bald 900 Jahren gegründet und nach wechselvoller Nutzung seit 20 Jahren wieder Lebens- und Andachtsstätte frommer Frauen, ist ein Idyll nur wenige Kilometer von der Großstadt Hildesheim entfernt.

Autofahrer können nach Marienrode ebenso mühelos gelangen wie zum Aussichtsturm auf den Escherberg, wo schon 1881 Ausflüglern die Möglichkeit eröffnet wurde, auf die Silhouette der Bischofsstadt und ihr umliegendes Börde- und Bergland zu blicken. Aber die beiden Ziele lassen sich auch auf einer 14 Kilometer langen Wanderung erschließen. Start ist die Bushaltestelle Klingenberg im Ortsteil Hildesheimer Wald. In direkter Nähe kann man den Pkw an einer Sportstätte abstellen.

Etwa 100 Meter nördlich zweigt von der Robert-Bosch-Straße ein Weg in den Wald ab. Bald geht es nach rechts und dann immer geradeaus auf „Hildes Ring“ (nicht markiert) weiter; einer 47 Kilometer langen Route rund um Hildesheim. Letzte Zweifel beseitigt die „Wander- und Freizeitkarte“ von Hi-Reg, Bischof-Janssen-Straße 31, Hildesheim, Telefon (0 51 21) 3 09 21 71, www.hi-reg.de.

Nach etwa zwei Kilometern quert an einer großen Lichtung eine mit blauem Kreuz gekennzeichnete Route. Man folgt ihr nach links, genießt am Waldrand den weiten Blick über Sorsum zur Marienburg und später fast bis nach Hannover, umrundet die ehemalige Sorsumer Mühle und steigt allmählich auf den Escherberg, in dem ein gelegentliches Rauschen die Tunnelfahrt der ICE-Züge verrät. Auf dem Kamm ist nach links das nächste Ziel ausgewiesen: der Hildesheimer Aussichtsturm. Das 1881 errichtete Gebäude lässt sich leicht besteigen, doch versperren die immer höher gewachsenen Bäume zunehmend den Blick. Nur in südlicher Richtung lässt sich gut die Kette der Sieben Berge bei Alfeld ausmachen.

Links oder rechts am Turm vorbei führt ein Weg abwärts, der in einen mit „T“ gekennzeichneten Pfad mündet. Dieser stößt auf einen größeren Weg („R“). Der seit einigen Jahren neu ausgewiesene historische Rennstieg verbindet den Hildesheimer Domhof mit der Ruine Winzenburg. Nun muss man nur noch dem „R“ folgen, das nach dem Industriegelände eine Weile die belebte Straße begleitet und nach einer Einmündung rechts in den Wald abzweigt. Der kurz darauf folgende Abstecher zur „Schönen Aussicht“ verspricht nicht zu viel: Von einer Bank lassen sich Marienrode und das Innerstetal studieren.

Am Kloster selbst kann man gleich links in den Bäccenroder Stieg hinauf in den Wald biegen und am Ende des Baumbestands links einem schmalen Pfad zum Ausgangspunkt folgen. Doch die Klosteranlage samt Kirche und Haubenturm lohnt eine Stippvisite und natürlich auch der stille Teich samt Bockwindmühle nahebei. Und auch ein Blick über ein Mäuerchen im Winkel des großen Gebäudegevierts sollte nicht vergessen werden: Dort befindet sich neben denen der Töchter das Grab von Gräfin Henriette von Egloffstein. Hartnäckig hält sich bis heute die Vermutung, dass Goethe sie einst zur Frau hat nehmen wollen.

Bernd Althammer

öffentliche Verkehrsmittel mit der Bahn bis Hildesheim und weiter mit Bus 3 oder an Wochenenden mit Bussen 101/103 zur Station „Klingenberg“
mit dem Auto A 7 bis Abfahrt, durch die Innenstadt auf B 1 und B 243 und bald rechts in Richtung Hildesheimer Wald abbiegen, Haltestelle und Parkplatz hinter Neuhof nach einer Linkskurve
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