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Landtour

Mit dem Rad zwischen Schloss und Wald


Auf der neuen „Landtour“ können Radfahrer die Residenzstadt Bückeburg und ihre Umgebung erkunden. Routen verschiedener Länge führen durch Wald und Wiesen, vorbei an Ortschaften, Denkmälern und natürlich zum Schloss.
Zur Erkundungstour rund um Bückeburg lädt ein neuer Radweg ein.

Zur Erkundungstour rund um Bückeburg lädt ein neuer Radweg ein.

Bückeburg. Einen neuen Radweg gibt es im Raum Bückeburg. Sein Name „Landtour“ kann getrost wörtlich genommen werden. Denn alle Facetten der Residenzstadt und ihrer Umgebung lassen sich vom Sattel aus erschließen. Und je nach Lust und Laune kann man auf nur zehn oder auch auf allen 53 Kilometern unterwegs sein. Allerdings: Noch ist ein wenig Orientierungssinn erforderlich, da auf der soeben eröffneten Route noch nicht alle Wegweiser und Markierungen angebracht worden sind. Wer aber ein GPS-Gerät besitzt, kann sich den Streckenverlauf über die Internetadresse www.landtour-bueckeburg.de herunterladen. Zudem hält die Touristinformation, Schlossplatz 5, 31675 Bückeburg, Telefon (0 57 22) 89 31 81, Leihgeräte bereit sowie ein großes Faltblatt für alle, die mit Satellitentechnik nichts im Sinn haben.

Für ein erstes Kennenlernen ohne größere Anstiege empfiehlt sich die Nordschleife mit einer Länge von knapp 40 Kilometern. Der Start erfolgt am Bahnhof in östlicher und dann nördlicher Richtung über Im Beekfelde nach Scheie und von dort weiter über die Dorfstraße in das Naturschutzgebiet Bückeburger Niederung. Bald kommt eine der insgesamt 14 „Erzählstationen“ in den Blick, die unterwegs immer wieder einmal Wissenswertes über die Region und ihre Fauna und Flora erläutern. Auch dieser Begriff ist wörtlich zu nehmen: Dank angebrachter QR-Codes kann man mit einem internetfähigen Handy sich die Hinweise anhören.

In großem Bogen wird nach Süden und weiter nach Westen in Richtung Petzen geradelt. Dort muss man den Abzweig zum Gevattersee finden und diesen teilweise auf dem Weg nach Evesen umrunden. Die Route führt weiter über Nordholz nach Berenbusch. Gleich hinter dem Mittellandkanal fängt der Schaumburger Wald an, auf dem es sich anfangs auf Asphalt, später auf befestigtem Wirtschaftsweg gut rollen lässt. Aufmerksamkeit verdienen ein Mausoleum am Wegrand und das Schloss Baum. In dessen Nähe ist eine weitere Begräbnisstätte des Bückeburger Fürstenhauses zu finden.

Nach erneutem Überqueren des Kanals lockt die Einkehr im idyllisch gelegenen Ausflugslokal Bad Hiddenserborn. Vorbei an den Ortsrändern von Hespe und der Siedlung Baum wird Rusbend erreicht. Im Doppelort Meinsen-Warber sucht man sich die Direktroute nach Scheie und auf gleichem Weg wie schon am Morgen zum Bückeburger Bahnhof.

Die Südschleife der „Landtour“ verlangt ein wenig mehr Muskelkraft in den Beinen. Wer sie gleich miterledigen möchte, radelt von Meinsen weiter nach Achum, wirft einen Blick auf den dortigen Flugplatz der Bundeswehr und gelangt über Vehlen nach Bad Eilsen. Der kleine Bergzug Harrl verlangt einige Höhenmeter. Als Lohn winkt ein glanzvolles Finale mit der Umrundung von Schloss und Schlosspark in Bückeburg. Dabei streift man die Liebesallee und ein ganz beeindruckendes Bauwerk: Das um 1912 errichtete Mausoleum des Schaumburger Fürstenhauses besitzt mit 500 Quadratmetern die größte Goldmosaikkuppel Europas. In 25 Metern Höhe leuchten 1400 verschiedene Farbtöne.

Mit der S-Bahn bis Bückeburg. Mit dem Auto über die A 2 (Abfahrt Bad Eilsen-West) oder über die Bundesstraße 65 nach Bückeburg. Parkplätze im Bahnhofsbereich.

Bernd Althammer

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