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Durch das Hochmoor im Naturpark Solling-Vogler

Silberborn Durch das Hochmoor im Naturpark Solling-Vogler

Selbst im Hochsommer wabert manchen Morgen Nebel über dem Mecklenbruch im Hochsolling, einem der am besten erhaltenen Hochmoore des niedersächsischen Berglands. Doch kaum gewinnt die Sonne Kraft, lösen sich die grauen Schwaden auf und der rechte Moment ist gekommen, sich in dem geschützten Gebiet nahe Silberborn umzusehen.

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Quelle: Stefan Arend

Verboten ist der Zutritt zu dem Hochmoor nicht. Zwar leben hier bedrohte und hoch spezialisierte Tiere und Pflanzen; aber Menschen sollen gerade durch ihren Besuch auf die Besonderheiten dieses Lebensraums aufmerksam gemacht werden.

Die Erkundung kann man allein vornehmen mithilfe des vom Naturpark Solling-Vogler erstellten Faltblatts samt Skizze. Es ist im Internet unter www.naturpark-solling-vogler.de zu finden und über die Tourist-Information Hochsolling, Telefon (0 55 36) 10 11, www.hochsolling.de, erhältlich. Nützlich ist die amtliche Wanderkarte „Naturpark Solling-Vogler“, wenn der Ausflug etwa den nagelneuen „Liebesbankweg“ mit seinen herrlichen Panoramaausblicken einschließt. Jüngere und jung gebliebene Familienmitglieder könnte dagegen der soeben eröffnete Hochseilgarten „Tree Rock“ gleich hinter der Jugendherberge mit 58 Kletterstationen und dem nach eigenen Angaben modernsten Sicherheitssystem Deutschlands reizen. Buchungen sind an Wochenenden unter der oben genannten Rufnummer möglich. Den Rundweg durch das Hochmoor erreicht man von den Parkplätzen am westlichen und östlichen Ortseingang. Die große Runde geht über knapp sechs, die kleine über etwa dreieinhalb Kilometer.

Unterwegs begegnet einem das „Rote Höhenvieh“: Die alte Haustierrasse, die ein Landwirt hier hält, sorgt mit ihrer Fresslust dafür, dass die Bergwiesen ihre grüne Vielfalt bewahren. Andere Lebewesen wollen dagegen entdeckt werden: Libellen zum Beispiel, die sich über dem brackigen Moorwasser tummeln, oder die Wald- eidechse, die mitunter direkt vor dem Wanderer über den Weg huscht. Egal, welche Route man wählt: Am Aussichtsturm geht niemand vorbei, von dem aus sich die vom Wald umsäumte Hochebene auch von oben betrachten lässt.

63 Hektar ist das Mecklenbruch groß. Vor mehr als 4000 Jahren haben sich die ersten Torfschichten abgelagert – jährlich nur mit wenigen Millimetern. Das heutige Torfpolster wölbt sich bis zu fünf Meter hoch auf. Doch davon sind infolge Dränagen und Torfabbau nur Reste zu sehen. Die vor sechs Jahren begonnene Renaturierung kann dies nur zum Teil rückgängig machen. Einige Flächen bleiben unwiederbringlich verloren, sodass nur noch große Informationstafeln Hinweise dazu liefern. Oder die Experten des Naturparks. Sie machen sich bis Oktober jeden Mittwoch um 9.30 Uhr am Silberborner Dorfgemeinschaftshaus auf den Weg und nehmen gegen eine kleine Gebühr gern interessierte Wanderer mit.

Öffentliche Verkehrsmittel mit der Bahn über Kreiensen nach Holzminden und weiter mit dem Bus 510.
Mit dem Auto über die B 3, B 240 und B 64 nach Holzminden und weiter über die B 497.

Bernd Althammer

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