Hodenhagen. Manchmal verbietet Wasser die Weiterfahrt. Wenn die Aller über die Ufer tritt, müssen auch Radler Umwege in Kauf nehmen. Wenn aber das kleine Flüsschen brav und träge in vielen Windungen zur Weser bei Verden strömt, dann lässt es sich prima ein Stück im Fahrradsattel begleiten – auch an einem Herbsttag.
Ein Vorschlag: Natur und Kultur auf 44 Kilometern in Form einer großen „Acht“ abseits großer Straßen. Start ist am Bahnhof in Hodenhagen. Wir fahren durch die Bahnhofstraße in die Ortsmitte und weiter auf der Heerstraße nach Norden, bis zum Abzweig nach links in Richtung Bierde. Bald führt die Radroute durch die bewaldete Ahrensheide. In Bierde geht es an der kleinen Kirche vorbei geradeaus auf den Deich und über die Allerbrücke nach Eilte. Wir durchqueren Frankenfeld und entdecken am Stadtrand von Rethem eine restaurierte Bockwindmühle aus dem Jahr 1593.
Jenseits der Allerbrücke zweigt nach rechts die kleine Straße nach Kirchwahlingen ab. Die mehr als tausend Jahre alte Wehrkirche ist sehenswert. Wir wählen nach Bierde eine Feldwegverbindung und folgen nun ein zweites Mal der Route nach Eilte. Von dort rollt das Rad nach Ahlden. Am Ortsausgang in Richtung Ahlden muss ein Blick dem Schloss gelten. Es war das Gefängnis für Prinzessin Sophie Dorothea. Die außerehelichen Affären ihres Mannes blieben dagegen ungesühnt.
Anfahrt: Mit der Regionalbahn bis Hodenhagen. Mit dem Auto über die A 7 (Abfahrt Westenholz) und weiter nach Hodenhagen. Parkplätze in Bahnhofsnähe.
Bernd Althammer
HAZ.de Anmeldung
