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Gänseliesel, Grönemeyer und ein trauriges Chanson

Göttingen Gänseliesel, Grönemeyer und ein trauriges Chanson

Ein bisschen ist es wie zu Hause: Wer als Hannoveraner Göttingen besucht, dem kommt manches bekannt vor.

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„Grüne Aue“ in der Leineniederung

Gänselieselbrunnen in Göttingen

Quelle: Ulrich zur Nieden

Der Gänselieselbrunnen etwa, ein Wahrzeichen der Universitätsstadt, gleicht dem, der an Hannovers Steintor steht. In Göttingen allerdings hat der Brunnen eine ganz eigene Bedeutung: Hier küssen seit 100 Jahren die frisch dekorierten Doktoranden das Bronze-Mädchen.

Die Universität prägt das Stadtbild und das Wesen der Stadt. Das Geistesleben hat hier eine altehrwürdige Geschichte – und bringt immer neu junges Leben hervor. Gegründet wurde die Georg-August-Universität, die bisher 40 Nobelpreisträger hervorgebracht hat, Mitte des 18. Jahrhunderts von Kurfürst Georg August von Hannover.

Die Studenten aus vielen Ländern geben der Stadt heute eine gewisse Weltläufigkeit. Sind in mancher Großstadt internationale Tageszeitungen nur am Bahnhof zu finden, gibt es hier an Kiosken mitten in der Stadt „Guardian Weekly“, „Herald Tribune“ oder „Corriere della sera“. Daneben laden witzige Läden, originelle Kneipen, gemütliche Cafés und Restaurants zu einem Besuch. Das Neue passt sich dabei harmonisch in das liebevoll restaurierte Altstadtbild ein.

Wo so viele junge Leute wohnen (allein 24 000 Studenten leben in der Stadt) gibt es auch ein breites Angebot an Kunst und Kultur. Selbst im Winter mangelt es nicht an Veranstaltungen.

Märchen, Eigenproduktionen, klassische und moderne Theaterstücke gehören zum Repertoire der Figurentheater.

Rund 1300 europäische Holzblas- und Tasteninstrumente sowie Schallwerkzeuge aus Asien und Afrika sind in der Musikinstrumentensammlung, Kurze Geismar-Straße 1, zu bewundern: Montag 16–18 Uhr und nach Vereinbarung unter Telefon (05 51) 39 50 75 oder -72.

Hinter seiner gemütlichen Fassade ist Göttingen immer für eine Überraschung gut: Dass etwa der Mathematiker und Astronom Carl-Friedrich Gauß ein Sohn dieser Stadt ist, wissen viele – nur wenige aber, dass Herbert Grönemeyer hier geboren wurde. Verliebt in die Stadt war Monique Serf alias „Barbara“, eine französische Chansonsängerin, die Ende der sechziger Jahre zu einem Gastspiel nach Göttingen kam – und dann immer wiederkehrte. Mit dem Lied „Göttingen“, einer wehmütigen Ode an die Stadt, gelang ihr in Frankreich der Durchbruch.

von Monika Ukermann

öffentliche Verkehrsmittel Von Hannover aus ist Göttingen mit dem ICE in etwa 35 Minuten oder mit dem Metronom in etwa 65 Minuten zu erreichen.
mit dem Auto Die Fahrt dauert auf der A7 etwa eineinhalb Stunden.
weitere Infos Tourist-Information, Altes Rathaus, Markt 9, Tel. (05 51) 49 98 00, www.goettingen-tourismus.de.
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