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Schuhtick? Auf nach Bremen!

Bremen Schuhtick? Auf nach Bremen!

Manchen Frauen wird nachgesagt, einem Schuhtick zu frönen. Wer sich diesen Schuh anzieht, kann sich jetzt ohne Scheu zu seiner Leidenschaft bekennen - zum Beispiel durch einen Besuch im Bremer Überseemuseum.

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Das Überseemuseum in Bremen

Quelle: Frank Radel

Dort läuft bis zum 28. März 2010 die Sonderausstellung „Schuhtick - Von kalten Füßen und heißen Sohlen“. Wer mit der Bahn kommt, erreicht das Museum besonders schnell: Nachdem man den Hauptausgang des Bahnhofs verlassen hat, liegt es rechts nur wenige Schritte entfernt. Geöffnet ist Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Von Hannover aus in 70 bis 90 Minuten mit Zug oder Auto erreichbar, bietet Bremens Innenstadt zudem Sehenswürdigkeiten, die ebenfalls einen Besuch lohnen: so die künstlerisch gestaltete Böttcherstraße mit dem berühmten Glockenspiel und das verwinkelte Schnoorviertel, dessen Häuschen der Bebauung des 15. und 16. Jahrhunderts nachempfunden sind. Bis 23. Dezember bilden Rathaus, Dom, Liebfrauenkirche und Schütting die historische Kulisse für den Weihnachtsmarkt. Die Tourist-Information am Hauptbahnhof und in der Obernstraße ist unter Telefon (0 18 05) 10 10 30 erreichbar.

Auch das Überseemuseum hat mehr zu bieten als die aktuelle Schuhschau - es bietet Einblicke in die Lebenswelten aller Kontinente. Sich dies alles anzusehen nähme schon ein paar Stunden in Anspruch. Auf 800 Quadratmetern aber können Besucher in die Welt der Schuhe eintauchen. 400 Objekte in- und ausländischer Sammlungen wurden dafür zusammengetragen. Schnell wird deutlich, dass Schuhe nicht nur dem Schutz der Füße dienten, sondern auch Geschichte schrieben. Und sie erzählen Geschichten von Macht, Sinnlichkeit, Magie und Kunst. Am Beispiel typischer Schuhmodelle erfährt man einiges über die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse europäischer Epochen. Schon der Ötzi trug einen Vorläufer der heutigen Trekkingschuhe, Pablo Picasso stand mehr auf Zebraschuhe, Audrey Hepburn ist der „Ballerina-Trend“ zu verdanken. Besucherinnen stoßen gelegentlich einen kleinen spitzen Schrei aus, wenn sie beim Anblick von Schuhen aus den siebziger und achtziger Jahren feststellen: „Genau die hab' ich gehabt!“ Oder das Kopfschütteln der eher weniger vertretenen männlichen Besucher zu extremen Exponaten: „Wie soll man damit laufen können?“

Es gibt auch einen Laufsteg, der bevorzugt von Mädchen genutzt wird. Hier können sie auch Verrücktes ausprobieren: Wie fühlt es sich an, in High Heels oder venezianischen Stelzschuhen zu laufen, wie kommt man in mittelalterlichen Schnabelschuhen voran?

Es werden Führungen und Veranstaltungen für alle Altersklassen angeboten. Im gemütlichen Restaurant im Parterre kann sich erholen, wer von Schuhen genug hat, aber weitermachen will mit Menschen, Kunst, Kultur, Tieren und Pflanzen aus Übersee.

Monika Ukermann

mit öffentlichen Verkehrsmittel mit dem Zug (ICE, IC oder Regional-Express) halbstündlich direkt bis Bremen Hbf
mit dem Auto auf der B 6 Richtung Bremen
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