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Im Advent die Zeit vergessen

Hannoversch Münden Im Advent die Zeit vergessen

In den Dezember-Tagen geht es in den ohnehin idyllischen Straßen von Hann. Münden noch ein wenig romantischer zu. Das Fachwerk erstrahlt dank Lichterketten und allerlei vorweihnachtlicher Illumination. Noch mehr Glanzlichter erleben Besucher, wenn sie an einem der Wochenenden in die Drei-Flüsse-Stadt kommen.

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Falls der Schnee ausbleibt: In der Altstadt von Hannoversch Münden schüttet „Frau Holle“ ihre Betten aus.

Quelle: Bernd Althammer

An den Adventssonntagen können Besucher ab 14 Uhr mit Seilersfrau, Zimmermann und Magd Mette durch die Altstadt spazieren und dabei Wissenswertes und Heiteres aus der lokalen Geschichte erfahren.

Natürlich kann man auch auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen. Dabei hilft eine kleine Broschüre, die verschiedene Möglichkeiten aufzeigt. So ist Fachwerk erlebbar: Türen, Tore und Portale verraten ihre Geheimnisse. Es gibt aber auch einen Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wer sich dafür entscheidet, kommt am Rathaus, der auch an Wochenenden geöffneten Glasgalerie und am Sterbehaus des berühmten Doktors vorbei. Natürlich muss man unbedingt auf den Tanzwerder, um am Zusammenfluss von Fulda und Werra den Vers auf dem Weserstein zu lesen. Beschwerlicher wäre es hinauf zur Tillyschanze mit dem historischen Aussichtsturm.

An diesen wie an allen übrigen Tagen während der Weihnachtsmarktzeit sind auch viele Buden rund um die St.-Blasius-Kirche in der Altstadt zu finden. Eine Adventskrippe wird zu sehen sein, Chöre singen. An manchen Tagen freut sich ein Märchenerzähler auf junge Zuhörer. Wenn das Wetter es erlaubt, lodert ein großes Feuer. Wer schon am ersten Adventswochenende kommt, darf sich gegen einen kleinen Obolus selbst überraschen: In vielen Geschäften ist ein Adventskalender mit einem Motiv der Mündener Altstadt erhältlich. Anregungen für den Gabentisch bietet eine Kinderbuchausstellung, die bis Weihnachten sonnabends und sonntags von 12 bis 17 Uhr im Fährenpfortenturm in der Radbrunnenstraße zu finden ist. Da könnten auch große Leute glatt die Zeit vergessen, weil Lesungen in diesem einmaligen Ambiente der früheren Stadtbefestigung eine Reise zurück in die Kindheit versprechen. Der Turm im Südwesten der Altstadt hat noch mehr zu bieten: Hier befindet sich ein „Museum der Arbeit“. Außerdem sollte man sich die Aussichtsplattform nicht entgehen lassen – gerade bei einsetzender Dämmerung hoch über den Dächern der Altstadt.

Zur Vorbereitung des Ausflugs empfiehlt sich der Kontakt mit der Tourist-Information im Rathaus Hann. Münden (Montag bis Freitag geöffnet, Telefon (055 41/7 53 13), www.hann.muenden.de). Dort sind unter anderem die Broschüren „Weihnachtsreise“ und zu Stadtrundgängen erhältlich. Ein Tipp für nicht-motorisierte Besucher: Das Mündener „Stadt-Teil-Auto“ am Bahnhof kann durch Mitglieder anderer Carsharing-Organisationen genutzt werden. Das muss jedoch vorher verabredet und durch eine per Fax eingereichte Mitgliedsbestätigung an Carsharing Göttingen, Telefon (05 51) 5 77 69, www.stadt-teil-auto-goettingen.de, belegt werden. Dann würde die vorfestliche Entdeckungsreise nicht nur zu der erwähnten Weihnachtsbaumplantage führen können, sondern vielleicht sogar zu Erzählerin und Dudelsackpfeifer.

Bernd Althammer

öffentliche Verkehrsmittel mit der Bahn über Göttingen nach Hann. Münden, wenigen Minuten Fußweg durch die Beethovenstraße in die Altstadt
mit dem Auto über die A 7 (Abfahrt Hedemünden) und die B 80
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