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In der Mühle wird gemogelt

Porta Westfalica In der Mühle wird gemogelt

Porta Westfalica heißt der Durchbruch, den sich die Weser einst schuf und der immer noch ein Nadelöhr für die Verkehrsströme von West nach Ost und von Nord nach Süd ist. Folglich ist das schmale Talstück zwischen Weser- und Wiehengebirge fast bis auf den letzten Meter verplant.

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In der Holzhäuser Mühle werden auch Ehen geschlossen.

Quelle: Bernd Althammer

Immerhin bleibt noch Platz für (Rad-)Wanderer, die sich darüber freuen, wie mustergültig hier alle Wege markiert sind.

Ein zwölf Kilometer langer Rundkurs begleitet zum Beispiel zunächst ein ganzes Stück den Weserstrom, um später eine Windmühle und die hügelige Hausberger Schweiz zu streifen. Die Orientierung ist kinderleicht, weil sich auf der Homepage „ www.wanderverein-porta-westfalica-mittelweser.de“ nach wenigen Klicks der „Tourentipp 4“ öffnet - samt Hinweisen auf Streckenverlauf und Kartenskizze. Ansonsten hilft das Blatt 42 „Wiehen-Wesergebirge im Mühlenkreis Minden-Lübbecke“ der nordrhein-westfälischen Landesvermessung, das im Buchhandel erhältlich ist.
Das Auto bleibt am Wanderparkplatz „Porta Berghotel“ stehen. Entlang der lauten B 482 marschiert man in nördlicher Richtung am Bahnhof vorbei, überquert die Gleistrasse und zweigt an einem Nachtlokal in spitzem Winkel auf einen Weg am Weserufer entlang nach Süden ab. Wer mit dem Zug kommt, wendet sich vor dem Bahnhof gleich nach links.

Manchmal steht in diesen Tagen Nebel über dem Fluss, sodass das Denkmal für Kaiser Wilhelm hoch auf dem gegenüberliegenden Wittekindsberg wie in Watte gehüllt scheint. Im „Vogelparadies“ genannten Naturschutzgebiet ist es schon recht still geworden. Nach diesem Waldstück zweigt der jetzt von Eichen-, Pappel- und Birkenreihen flankierte Weg in Höhe der kleinen Siedlung Wittenhusen ab. Bislang hat uns eine zielscheibenähnliche Markierung begleitet. Es ist der 60 Kilometer lange Mühlensteig, der etliche historische Mahleinrichtungen streift. Mit ihm gelangt man zur Holzhäuser Mühle.

Heute steht der 180 Jahre alte „Wall-Holländer“ mitten in einem Neubaugebiet - und hat natürlich schon lange ausgedient. Aber unschwer lässt sich erkennen, wie der Wind einst die Flügel auf freier Höhe antrieb. Jetzt drehen sie sich an manchen Tagen wieder. Aber unter dem Dach der Mühlenhaube wird etwas gemogelt: Ein Elektromotor treibt Mahlgang und Elevator an. Auch manche andere Maschinen funktionieren wieder. Am 11. April wird wieder „angemüllert“, um dann in fast jedem Monat einmal die Leute zur Einkehr an diesen historischen Platz zu locken. Die Termine sind demnächst unter „ www.windmuehle.net“ im Internet zu finden. Gruppen aber können auch in der kalten Jahreszeit unter Telefon (05 71) 7 08 71 angemeldet werden - und Heiratswillige, die sich hier das Jawort geben können.

Im Zickzack folgt die Tour nun Hackfeldstraße, Kleinschmidtskamp und Findelhöhe. An der Findelstraße wird nach rechts und gleich wieder nach links in den Heerweg abgebogen. Er führt später durch die bewaldete Holzhauser Mark zum großen Badezentrum. Dort wendet man sich rechts und vor einem Minigolfplatz links. Danach geht es durch die Hoppenstraße und die Siedlung Tieloser Feld. An einer belebten Straßenkreuzung weist nun die Markierung kurz nach rechts und bald nach links in den Frettholzweg. Oben am Waldrand in Höhe des Wanderparkplatzes stößt man auf den Weserbergland-Fernwanderweg XW. Auf ihm erreicht man in westlicher Richtung die ehemalige Gaststätte „Schöne Aussicht“. Von dort sind es nur noch wenige hundert Meter hinab in die kleine Stadt am Fuße des Jakobsbergs.

Bernd Althammer

mit öffentliche Verkehrsmittel mit dem Regionalexpress im Stundentakt
mit dem Auto über die A 2 (Abfahrt Veltheim) und weiter in den Stadtteil Hausberge von Porta Westfalica, dort der Beschilderung „Porta Berghotel“ folgen; am Ende der Straße befindet sich der gleichnamige Wanderparkplatz
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