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Wenig Fett, kein Zucker - Wichtiges über Ersatzstoffe

Ernährung Wenig Fett, kein Zucker - Wichtiges über Ersatzstoffe

Es klingt gesund und figurfreundlich: weniger Kalorien, weniger Zucker, weniger Fett. Das sind oft die Versprechen auf Lebensmittel-Packungen. Aber auch die Ersatzstoffe haben es in sich.

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Beispielsweise Stevia wird oft als Zucker-Ersatzstoff eingesetzt. Meist steckt aber trotzdem auch noch ganz normaler Zucker in den Lebensmitteln.

Quelle: Andrea Warnecke

Hamburg. Ob Getränke, Mayonnaise oder Margarine - von etlichen Produkten gibt es im Supermarkt auch eine "Light"-Variante. "Rechtlich gesehen muss darin allerdings nur ein einzelner Stoff um 30 Prozent reduziert sein", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Der Gesamtkaloriengehalt sei oft aber gleich hoch oder sogar höher. In vielen Produkten stecken dafür Ersatzstoffe - und auch die sollten, genau wie Fett und Zucker, nur in Maßen genossen werden, rät der Experte.

Beispiel Halbfettmargarinen: "Dort ersetzen die Hersteller Fett durch Wasser", erklärt Valet. Damit das Wasser irgendwie bissfest ist, wird es in der Regel mit Bindemitteln vermischt. "Das ist nicht direkt bedenklich, aber es steckt natürlich viel Chemie in den Produkten", sagt der Lebensmittel-Experte. Gele auf Basis von Kohlenhydraten sind außerdem oft ein Ersatzstoff für Fett in als fettreduziert deklarierten Eiscremes oder Salatdressings. Ein oft eingesetzter Fett-Ersatzstoff besteht aus feinst zerkleinertem Hühnereiweiß oder Milcheiweiß - einer dieser beiden Begriffe steht dann auch in der Zutatenliste auf der Packung.

Auch beim Zucker möchten viele Verbraucher gern sparen. Und auch dafür gibt es zahlreiche Ersatzstoffe. Beispielsweise Stevia wird, weil es nur in gewissen Mengen in ein Produkt darf, meistens noch mit ganz normalem Zucker ergänzt. Bei vielen Süßstoffen sei außerdem gar nicht bekannt, ob sie überhaupt weniger ungesund sind als Zucker, sagt Valet. "Dann gibt es noch Zuckeralkohole wie Xylit (E967), Maltit (E 965) oder Lactit (E966)." Sie können zu Magen-Darm-Problemen führen, die Produkte, in denen sie enthalten sind, müssen den Warnhinweis tragen: "Kann beim Verzehr größerer Mengen abführen wirken."

dpa

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