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Wilde Variationen auf der Süßwarenmesse ISM
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Ernährung Wilde Variationen auf der Süßwarenmesse ISM

Paradiesische Zustände für Naschkatzen in Deutschland: Die Preise für Süßwaren sind europaweit die niedrigsten, das Angebot wächst weiter. Zur weltgrößten Süßwarenmesse ISM zeigen die Hersteller viele ungewöhnliche Variationen.

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Glückliche Naschkatzen: In Deutschland kosten Süßigkeiten weniger als in anderen europäischen Ländern.

Quelle: Henning Kaiser

Köln. Schokolade mit Bienenpollen, Meersalz-Trüffel, Wasabi-Popcorn oder Bonbons mit Apfelpüree: Bei der weltgrößten Süßwarenmesse ISM (27. bis 30. Januar) präsentieren die Hersteller ungewöhnliche Geschmacksrichtungen und Kombinationen. Im Gepäck haben die gut 1400 Aussteller aus 67 Ländern die Neuheiten für 2013 wie eine Kakaosorte mit Waldpilzaroma, Schokotoffees mit Lakritzfüllung oder Pralinen, die auf der Zunge prickeln. Der Appetit der Deutschen auf Fruchtgummi, Schoko und Chips ist enorm.

Fast 32 Kilogramm Süßwaren haben die Verbraucher im vergangenen Jahr im Schnitt in Deutschland gefuttert. "Damit sind wir nicht ganz die Weltmeister, aber in der Spitzengruppe weit oben dabei", sagt Hans Strohmaier, Geschäftsführer des internationalen Handelsverbands Sweets Global Network. Besonders viel genascht werde auch in den USA, den Niederlanden und Großbritannien.

Die Bundesbürger greifen vor allem bei Schokolade gerne zu - drei Viertel von ihnen mindestens einmal pro Woche. Süßes werde gerne zwischendurch konsumiert, weiß Torben Erbrath vom Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). "Schokolade ist auch schon mal als Stresskiller gefragt."

Die Konsumentenwünsche werden immer spezifischer, sagt sein BDSI-Kollege Bastian Fassin. Die Antwort der Hersteller: Süße Pistaziencreme als Brotaufstrich, Nougat mit salziger Butter, Safran-Buttergebäck oder Marshmallow-Stangen mit Orangenblütenaroma und Schokoüberzug. Schleckermäuler verlangen aus Gesundheitsgründen auch gluten- und laktosefreie Naschereien. Vegetarische oder vegane Produkte sowie Kalorien- und Zuckerreduziertes sind ebenfalls gefragt. "Es sind vor allem ausgefallene Variationen, die die Firmen mitbringen", sagt Handelsexperte Strohmaier. "Ein ganz neuartiges Produkt zu erfinden, ist schwierig", sagt er angesichts des bereits bestehenden breiten Angebots.

Deutschland ist Europameister beim Niedrigpreis. "Wir sind nach wie vor die Günstigsten", betont Strohmaier. Für einen ausgewählten Warenkorb mit Schokoriegel, Chips und Bonbons legte der Verbraucher 2012 hierzulande 23,46 Euro hin. Im Durchschnitt von 20 untersuchten EU-Ländern wurden 30,66 Euro verlangt, die Norweger zahlten mit 55 Euro am meisten.

dpa

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