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Asian Prince

Asiatische Küche Asian Prince

Das „Asian Prince“ hat Einfahrt für den Bismarckbahnhof in der Südstadt erhalten. Das Restaurant lockt mit allerlei fernöstlichen Köstlichkeiten. Gäste sollten hier „Shabu Shabu“ wählen und genießen.

Mainzer Straße 6A 30173 Hannover 52.35703 9.76904
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Großer Bahnhof für Asiatisches: Koch Weipeng He präsentiert ein Gericht im Asian Prince.

Quelle: Martin Steiner

Südstadt. Es liegt in der Natur der Sache, dass in Bahnhöfen ein ständiges Kommen und Gehen herrscht, denn schließlich haben sie den Zweck des Weggehens und des Ankommens, nicht aber den des Bleibens. Von einem Restaurant im Bahnhof allerdings erwartet man ein stationäres Dasein. Mit dem Bismarckbahnhof, der nicht gerade ein hannoverscher Verkehrsknotenpunkt ist, sieht dies anders aus: Auch bei der dortigen Restauration herrscht ein stetes Kommen und Gehen. Aus früheren Testessen erinnert man sich an dort servierte türkische und brasilianische Kost, aber es sind auch noch andere Küchen vertreten gewesen.

Nun hat das „Asian Prince“ Einfahrt für den Bahnhof erhalten. Edel sieht es aus im südlichen Gebäudeteil. Holz und Stahl dominieren das Interieur, die Farben Orange, Rot und Weiß harmonieren miteinander. Dreigeteilt ist der Gastbereich: in der Mitte ein hoher Saal, zur Straße hin ein großes Podest, zu den Gleisen hin ein Wintergarten. Angeboten werden ein Büfett sowie Speisen von der Karte. Diese macht einen chinesisch-konventionellen Eindruck – mit einigen Crossover-Elementen. Tintenfisch à la romana, Pfifferlinge und Rahmsauce etwa finden sich in der chinesischen Küche eigentlich nicht.

Bei einem unserer beiden Besuche haben wir von der Karte gegessen. Bei einer Vorspeise fing es nicht so gut an: Bei (indonesischen) Saté-Spießen mit Erdnusssauce (4,50 Euro) war das Fleisch hart und die überreichliche Sauce versalzen. Dies blieb jedoch der einzige Ausrutscher. Eine pikante Gemüsesuppe (3 Euro) und eine Wan-Tan-Suppe (3,50 Euro) gefielen. Dies galt auch für die Ente mit Pfifferlingen und Bambus in Orangenrahmsauce (13 Euro) sowie das Schweinefleisch mit schwarzen Bohnen (9 Euro). Ente und Schweine kamen auf Eisenplatten brutzelnd auf den Tisch. Zu den erwähnten panierten Tintenfischringen (9,50 Euro) gab es eine süß-saure Sauce.

All dies ist ordentlich, doch nicht außerordentlich. Der Clou im Asian Prince aber ist das Büfett. Hier findet sich ein verkürztes warmes Angebot von der Speisekarte – bei unserem Besuch war nichts verbrutzelt –, sein Zentrum jedoch bilden die Zutaten zum Shabu Shabu, das andernorts auch Monglischer Feuertopf oder Steamboat genannt wird. Zum Shabu Shabu wird ein an einen Wok erinnernder beheizter Topf auf den Tisch gestellt, in dem Brühe vor sich hin köchelt. Vom Büfett holt man sich Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte und verschiedene Gemüsesorten, packt die Auswahl in ein Fangkörbchen und senkt dieses in die Brühe ab. Die Kochgeräusche, die dann entstehen, klingen in japanischen Ohren wie „Shabu Shabu“. Wäre das Gericht hierzuLande erfunden worden, hieße es wohl „Blubb Blubb“.

Nach kurzer Zeit ist der Inhalt des Körbchens gegart, danach zieht man die Fleisch- und Gemüsestücke durch eine der fruchtigen bis pikanten Saucen. Ganz klassisch sind diese indes nicht, in Japan gibt es nur eine Sauce auf Soja-Basis. Am Ende löffelt oder schlürft man die inzwischen sehr gehaltvolle Brühe. Dieses Essen schmeckt, ist leicht – und eine sehr gesellige Veranstaltung. Jeder ist Koch, Kellner und Gast zugleich, es gibt keinen Stress und immer wieder Pausen, in denen man miteinander reden kann. 13,50 Euro kostet der Spaß am Abend, und das ist – ganz ohne Bahncard – ein sehr fairer Preis.

Hinweis für Gehbehinderte: Toiletten befinden sich im Keller.
Preiskategorie: günstig

von Ekkehard Wagner

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