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Big Burger & Flow Food

Fast Food Big Burger & Flow Food

Nach amerikanischem Vorbild wird bei „Big Burger“ und „Flow Food“ gegrillt und gebrutzelt. Nach dem Motto „Heiß und fettig" gibt es in beiden Restaurants Essen, das empfehlenswert für den schnellen Hunger ist.

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Dario und Riccardo Mule brutzeln Frikadellen bei "Big Burger"

Quelle: Michael Thomas

Hannover-Mitte/Nordstadt. Die beige-braune Einrichtung mit den hellen Ledersitzen lässt auf den ersten Blick auf die Niederlassung einer weiteren Coffeeshop-Kette schließen. In der Osterstraße 26 allerdings wird seit zwei Monaten gegrillt und gebrutzelt. Das Schnellrestaurant „Big Burger“ will den großen, amerikanischen Fast-Food-Ketten in dieser Stadt mutig die Stirn bieten und möglicherweise noch expandieren.

Bei unserem Testbesuch erwischen wir einen eher ruhigen Abend. Als wir ankommen, ist nur ein Tisch besetzt. Die beiden Mitarbeiter an der Theke warten dennoch geduldig, bis wir zum Bestellen nach vorne kommen, und irgendwie gehört Selbstbedienung bei solch einem Laden ja auch dazu. Wir sind an diesem Abend zu dritt und gewillt, uns munter durch das Speisenangebot zu essen. Die Auswahl fällt uns leicht, denn die Karte konzentriert sich aufs Wesentliche: Frikadellen im Brötchen gibt es hier in unterschiedlichen Varianten, mal mit einfachem Schnittkäse, mal mit Rucola und Pecorino belegt. Kalorienbewusste können auf eine Auswahl an Salaten ausweichen. Anders als in amerikanisch inspirierten „Diners“, von denen es in Hannover ebenfalls zwei gibt, fehlen zu unserer Enttäuschung jedoch die köstlich kalorienreichen Extras wie Milchshakes, Hashbrowns und Zwiebelringe.

Also konzentrieren auch wir uns: Den „Big Chicken Cheese“ (im Menü mit 0,2 l Softgetränk und Pommes frites für 7,50 Euro) können wir als Erstes an der Theke abholen. Für ihn haben die Gastronomen dieses Schnellrestaurants eigens das Wort„erfunden. In der Tat ist das unpanierte Hähnenschnitzel knusprig gegrillt und dennoch zart. Mit ihm finden sich zwei große, knackige Tomatenscheiben, grüner Salat und Gewürzgurkenscheiben sowie Ketchup, eine Scheibe geschmolzener Schnittkäse und Burger-Senf im nicht zu knusprigen Brötchen. Alles in allem sehr gelungen, finde ich. Die Burger meiner Mittester schneiden ebenfalls recht gut ab. Dass die Rindfleischbratlinge fertig angeliefert werden und nicht selbst gemacht sind, schmeckt man allerdings durch. Und der üppige 230-Gramm-Burger (6,50 Euro), der fast den doppelten Umfang des Standardburgers (3,50 Euro) hat, ist selbst für den Hungrigsten unter uns zu viel. Die Pommes frites könnten etwas weniger trocken sein. Sie schmecken eher, als würden sie aus dem Backofen und nicht aus der Fritteuse stammen. Meine „Now Cola“ (0,33 l für 2,50 Euro) ist zwar ein Bioprodukt, schmeckt aber nicht allzu gesund.

Unseren zweiten Burger-Test machen wir in einem Restaurant, das bei der Zubereitung von Fast Food nach eigenen Angaben konsequent auf Bioprodukte setzt. Im „Flow Food“ am Engelbosteler Damm 13 sind wir an diesem Wochentag in der Mittagszeit die Ersten und vielleicht etwas früh für die Küche. Der „Classic Burger mit Käse“ (5,50 Euro) gewinnt das Rennen an unserem Tisch (hier kann man wahlweise an der Theke ordern oder wird bedient). Das Fleisch ist saftig und gut gewürzt. Auch hier wird nach Angaben des Inhabers allerdings mit vorgefertigter Ware gearbeitet. Der Burger ist dennoch sehr zu empfehlen. Ebenso die Pommes frites (2 Euro): Die dicken Kartoffelstifte sind nach belgischer Art gemacht, außen kross und innen weich, gut gesalzen und sichtlich in frischem Fett gebacken.

Der vegetarische Flammkuchen (5,90 Euro) meines Begleiters kommt, als ich fast schon aufgegessen haben, und ist eher eine Enttäuschung. Auf dem hauchdünnen Boden ist eine fast ebenso hauchdünne Schicht Tomatensoße aufgetragen worden. Auch sonst ist er spärlich belegt: Paprika- und Zwiebelstücke wechseln sich mit marinierten Tofu-Stückchen ab. „Schmeckt wie Letscho“, sagt mein Mittester und erzählt von den großen Gläsern mit eingelegter Paprika, die es in seiner Kindheit gab. So richtig warm werden mag er mit dem schnell erkaltenden Flammkuchen nicht.

Beim Rausgehen jedoch erhascht er einen Blick auf das Thai-Curry am Nachbartisch. Ein Anblick, der uns das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Wir gucken uns an und sagen: „Nächstes Mal.“

Preiskategorie: günstig

Das Restaurant „Flow Food” in der Nordstadt im Branchenführer

Das Restaurant „Big Burger” in Hannover-Mitte im Branchenführer

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