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Das „Giovanni R.“ bringt den Charme Italiens nach Laatzen

Italienische Küche Das „Giovanni R.“ bringt den Charme Italiens nach Laatzen

Aus dem Süden Italiens in den Süden Hannovers: Der Chef des „Giovanni R.“ an der Hildesheimer Straße kommt ursprünglich aus Sizilien. In seinem Familienrestaurant serviert er solide italienische Gerichte, die auch den großen Hunger stillen.

Hildesheimer Straße 30 30880 Laatzen 52.31888 9.7866
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Giovanni Ricottone (re.) und seine Kollegen präsentieren das Gericht des Tages in ihrem Restaurant in Laatzen.

Quelle: Steiner

Laatzen. Das Giovanni R. liegt an der Hildesheimer Straße kurz hinter der Grenze zu Laatzen, da, wo die Hausnummern plötzlich wieder mit 1 anfangen. Also nicht zu verwechseln mit Giovanni L., das in der hannoverschen Innenstadt zu finden ist. Das R. steht für den Nachnamen des Inhabers: Ricottone, und dieser kommt aus Sizilien. Unbedingt italienisch sieht es hier nicht aus: Die auf zwei Stockwerke verteilten Räume sind nüchtern eingerichtet, und durch große Fensterscheiben sieht (und hört) man den Verkehr auf der Hildesheimer Straße vorbeibrausen.

Wenn es hier aber voll ist, so wie bei unserem ersten Besuch, dann stellt sich italienische Atmosphäre ein, zumal wenn Landsleute des Chefs zu Gast sind. Dann sitzt man eng nebeneinander, Stimmengewirr erfüllt den Raum, und man kann der Mannschaft in der offenen Küche bei der Arbeit zusehen. Das Giovanni R. ist ein Familienrestaurant mit Bistro-Einschlag, und dem entspricht die Karte: Pasta, Pizza, Huhn, Rind. Lamm gibt es keines, Fisch taucht nur auf der handgeschriebenen Tageskarte auf.

Bei unserem ersten Besuch rückten wir zu viert an und begannen unser Essen mit Antipasto misto (7,20 Euro) und Rindercarpaccio (8,20 Euro). Auf der Vorspeisenplatte fanden sich eingelegte Mohrrüben (was eher selten ist), Oliven, getrocknete und frische Tomaten, Zucchini, Käse und Schinken. Gut und nicht im Öl ertrunken. Zum Carpaccio gab es gehobelten Käse und Rucola, Letzterer mit Balsamico beträufelt, einem Gebräu, dem ich nichts abgewinnen kann, wenn es beliebig eingesetzt wird.

Bei den Hauptgerichten waren gute Riggatoni mit viel Knoblauch (8,90 Euro) auf der Karte als „scharf“ ausgezeichnet – italienisch scharf ist freilich nicht mit thailändisch scharf gleichzusetzen. Die Saltimbocca (9,80 Euro) waren von der Fleischqualität her gut und auch gut gewürzt.

Eine Dorade (15,40 Euro) von der Tageskarte war aufgeschnitten und zu zwei Hälften aufgeklappt, wie man es sonst nur aus der chinesischen Küche kennt. Der Fisch war pfleglich behandelt worden, aber leider auch mit Balsamico angerichtet, was hier nun ganz bestimmt nicht passte. Und dann gab es noch Pizza siciliana (6,80 Euro) für mich: ein Rund im XXL-Format, belegt mit Tomaten, Oliven, Kapern und Zwiebeln; der Käse fehlt bei diesem Rezept. War auch in Ordnung, nur hätte das Messer schärfer sein können.

Bei unserem zweiten Besuch war es weit leerer. Das freut einen Wirt normalerweise nicht, doch an diesem Abend machte er eine Ausnahme: Der Koch hatte sich krankgemeldet, der neue Kellner war noch nicht da, sodass der Chef vieles selbst machen musste. Trotzdem hat alles bestens geklappt, und es hat auch so gut geschmeckt wie beim ersten Mal. Da wir nun wussten, dass die Portionen im Giovanni R. nicht gerade knapp bemessen sind, haben wir uns bei den Vorspeisen mit Bruschetta rucola (3,80 Euro) begnügt, und das reichte auch: drei Brotscheiben, dick belegt mit Tomaten, Mozzarella, Lachs und Rucola. Die gegrillte Hähnchenbrust (8,90 Euro) als Hauptgericht war zart und saftig geblieben. Spaghetti mit Scampi (11 Euro) waren auf der Karte als „scharf“ ausgewiesen – auf angenehme Weise waren sie es auch.

Getrunken haben wir bei unserem ersten Besuch einen sizilianischen Roten namens Gaudium rosso (17 Euro), der seinen Namen zu Recht trägt, beim zweiten einen Merlot als Hauswein (der halbe Liter zu 6,50 Euro).

Ekkehard Böhm

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