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So schmeckt die deutsche Küche im "Zur Lüchte"

HAZ-Kostprobe So schmeckt die deutsche Küche im "Zur Lüchte"

„Gutbürgerliche deutsche Küche ohne Schnickschnack“: Mit diesem Konzept will das Restaurant „Zur Lüchte“ in Pattensen überzeugen. Inhaberin Maike Hoffmann wartet mit deutschen Gerichte und ein paar mediterranen Ausreißern auf. Dazu wird eine große Grappa-Auswahl geboten, für die sie selbst nach Italien fährt.

Pattensen. Der Weg zum etwas versteckten Restaurant "Zur Lüchte" an einer Seitenstraße im Souterrain des Leine-Hotels in Pattensen lohnt sich. „Urgemütlich“, so ist der Eindruck bei unserem ersten Besuch. Die Einrichtung ist in hellem Holz gehalten, sie ist rustikal, wirkt aber auf gar keinen Fall altbacken. Auf mehreren Ebenen gibt es Nischen, die einen kuscheligen Platz für zwei ebenso bieten wie die Möglichkeiten, mit einer größeren Gruppe zu speisen. Die Tische sind liebevoll dekoriert.

Die Speisekarte offeriert deutsche Küche mit ein paar mediterranen Ausreißern bei den Vorspeisen. Über der Theke sind außerdem die Tagesgerichte an eine Tafel zu lesen. Die Spargelzeit hat gerade begonnen, entsprechend ist das Angebot. Ich lasse mir als Vorspeise eine ausgesprochen fruchtige Strauchtomatensuppe mit Ginsahne (4,90 Euro) schmecken. Als Hauptgang entscheide ich mich für ein 180 Gramm schweres Rumpsteak, das wie gewünscht medium serviert wird. Dazu bekomme ich Schinkenbratkartoffeln und gebratene Champignons (18,90 Euro). Ein Glas Montepulciano (5 Euro) rundet mein Essen ab. Die Bratkartoffeln sind kross, gut gewürzt und lecker, gleiches gilt für die Pilze.

Währenddessen genießt mein Begleiter geschmorte Ochsenbäckchen in kräftiger dunkler Soße mit Karotten und Salzkartoffeln (16,50 Euro) und hört ob des zarten Fleisches gar nicht mehr auf zu schwärmen. Gerne hätten wir noch etwas von der Nachtischkarte gewählt, aber nach den gut bemessenen Portionen geht nichts mehr. Deshalb belassen wir es beim Espresso (1,90 Euro).

Das Restaurant "Zur Lüchte" befindet sich im Souterrain des Leine-Hotels in Pattensen.

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Bei unserem zweiten Besuch ist der Sommer bereits wieder Vergangenheit und auf der Tageskarte werden Gerichte mit Pfifferlingen angeboten. Erneut werden wir von Andreas Benke begrüßt und zu unserem Tisch gebracht. Der Restaurantleiter kümmert sich gemeinsam mit Inhaberin Maike Hoffmann um die Gäste. Diese Konstante im Service macht sich durchaus bemerkbar. Wir fühlen uns erneut willkommen und aufmerksam bedient.
Bei den Vorspeisen wähle ich dieses Mal Vitello tonnato (9,50 Euro). Das dünne Kalbfleisch in Thunfischsoße ist solide, verdient aber keine besondere Erwähnung. Das ist bei den Kräuterpfannkuchen mit Pfifferlingen in Rahmsoße (13 Euro) anders. Das vegetarische Gericht ist ausgezeichnet gewürzt, die Pfifferlinge sind fest und aromatisch. Dazu gibt es einen frischen Salat und einen fruchtigen Chardonnay (4,60 Euro).

Restaurant "Zur Lüchte"

Schöneberger Straße 43

30982 Pattensen

Telefon: (0 51 01) 91 86 12


www.zurluechte.de     

G eöffnet:  Dienstag bis 
Sonntag ab 18 Uhr


Mittagstisch: Dienstag,
 Freitag, Sonnabend und Sonntag 12 bis 14 Uhr

Ruhetag: Montag

Preiskategorie:  Gehoben

Mein Begleiter hat sich Berliner Kalbsleber mit Äpfeln, geschmorten Zwiebeln, dunkler Soße und Kartoffelpüree (15,50 Euro) ausgesucht – einen Klassiker aus Großmutters Küche. Und er ist zufrieden mit seiner Wahl. Das Gericht benötigt keine extravaganten ­Experimente mit ungewöhnlichen Zutaten oder Gewürzen. Es ist, was ist. Und das passt. Dieses Mal kommen wir am Nachtisch nicht vorbei. Für das Geschmackserlebnis Schokoladenmousse (5,50 Euro) die richtigen Worte zu finden, ist schwierig. Es ist fest und doch cremig und schmeckt üppig-schokoladig. Wunderbar. Mein Begleiter ist ein großer Pistazien-Liebhaber, weshalb er sich das Pistazienparfait mit Himbeerschaum (6  Euro) ein bisschen „pistaziger“ gewünscht hätte.

Die große Auswahl an Grappa-Sorten und Obstlern müssen wir wegen der Autofahrt leider verschmähen. Das ist eines von Maike Hoffmanns Steckenpferden. Dafür reist sie bis nach Norditalien, um Grappa-Nachschub für ihre Gäste zu besorgen. Und auch die feine Whiskey-Kollektion, die sich auf dem Tresen aneinanderreiht, ist nicht zu verachten. „Dafür habe ich mich aber von einem Kenner beraten lassen“, gibt die Inhaberin zu.
Vor 14 Jahren haben Hoffmann und ihr Mann Edgar Kleist das Restaurant „Zur Lüchte“ übernommen. Während Kleist sich im Hintergrund um das Geschäftliche kümmert, hält die gelernte Stewardess im Restaurant die Fäden in ihren Händen.

„Gutbürgerliche deutsche Küche ohne Schnickschnack“ ist Hoffmanns Konzept. Sie will ihren Gästen klare Gerichte servieren. „Und das darf dann auch mal ein Schnitzel sein“, sagt sie. Um den verlässlich guten Geschmack kümmert sich Koch Jens Schökel, der ebenso wie Andreas Benke bereits viele Jahre zum Team gehört. Es seien vor allem Stammgäste aus Pattensen und den umliegenden Orten wie Hemmingen, Arnum, Springe oder Döhren, die bei ihr einkehren. Darunter mischen sich viele Hotelgäste. Gerade zu Messezeiten empfiehlt sich deshalb am Abend eine Reservierung.     

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