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So schmeckt es im "Mamas Tapas"

HAZ-Kostprobe an der Lister Meile So schmeckt es im "Mamas Tapas"

Jahrelang hat das spanische Restaurant Mamas Tapas in der Vahrenwalder Alemannstraße seine Gäste bekocht. Ende 2015 wurde ein Ortswechsel fällig - seitdem gibt es die spanischen Vorspeisen und mehr an der Lister Meile 34. 

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Serviceleiter Ercan Keles mit dem Mamas-Tapas-Überraschungsteller und sauer eingelegten Sardellenfilets.

Quelle: Michael Wallmueller

Hannover. An der Lister Meile haben sich in jüngster Vergangenheit schon einige Restaurants versucht, zuletzt eines für frische Fischspezialitäten. Die Location ist nicht ganz einfach zu bespielen. Der vordere Bereich mit hohen Tischen an der Fensterfront zur Fußgängerzone sowie der dahinter liegende Bartresen mit Loungesesseln auf Stelzen sind sehr einladend. Ist das Restaurant vorne allerdings besetzt, nehmen die Gäste im hinteren Teil Platz. Dieser Bereich ist nicht zuletzt durch die dunkel-violette Wandfarbe ziemlich düster und irgendwie abgeschieden. Wenn der Sommer kommt, müssen hier vermutlich aber nicht mehr so viele Gäste ausweichen, dann wird die geräumige Terrasse vor dem Laden freigegeben.

MAMAS TAPAS

Lister Meile 34,
30161 Hannover
Telefon: (05 11) 71 22 25 88

Fax: (05 11) 71 22 25 89
Öffnungszeiten: täglich
12 bis 23 Uhr,
Mittagstisch bis 15 Uhr
info@mamastapas.de

www.mamastapas.de

Preiskategorie: moderat (Hauptgerichte bis 15 Euro)

Das Mamas Tapas hat täglich von 12 bis 23 Uhr geöffnet, bis 15 Uhr gilt die Mittagskarte. Bei unserem ersten Besuch haben wir die Auswahl zwischen Salat, Pangasius-Filet, Pute oder Schwein. Dazu werden Tagessuppe oder Salat sowie ein Dessert serviert (das 3-Gang-Menü kostet 7,90 Euro). Wir entscheiden uns für die Suppe, an diesem Tag pürierte Gemüsesuppe, sehr lecker aber leider ziemlich kalt. Danach gibt es einen großen, bunten Salat mit Ziegenkäse, Ei und Serrano-Schinken, an dem wir nichts auszusetzen haben. Das Pangasius-Filet kommt in einer schmackhaften Hummersauce, die Kartoffelwürfel sind kross gebraten und gut gewürzt. Zum Abschluss kommt ein kleiner Flan mit frischen Apfelschnitzen auf den Tisch - ein mäßig süßer kleiner Abschluss. Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Mittagsmahls stimmt in jedem Fall, allein die extrem zügige Abfolge der servierten Gänge ist ein bisschen irritierend, zumal wenn man mehr als 15 Minuten Zeit für die kulinarische Mittagspause hat.

Beim Abendbesuch verschlägt es uns leider in den hinteren Teil des Restaurants. Von Mama ist zwar in der offenen Küche nichts zu sehen, Tapas ordern wir dennoch. Der etwas zu bemüht muntere Kellner notiert eifrig und beratend unsere Wünsche, wir verzeihen daher schweren Herzens, dass wir durchgehend mit „Ladies“ angesprochen werden. Zum frischen Alioli (1,90 Euro) kommt etwas trockenes Weißbrot, danach gibt es Pimientos de Patron (4,90 Euro), die frisch sind und nicht allzu salzig serviert werden. Die Boquerones fritos (3,90 Euro) sind gegrillte kleine Sardinen, die mit etwas Zitrone gerne am Stück verspeist werden - lecker! Die Patatas bravas (3,90 Euro) sind kross gebratene Kartoffelecken mit klassischem Paprikadip. Die Tomatensauce der zwei Hühnchenschenkel (4,50 Euro) und die mit reichlich Käse überbackenen Champignons schmecken ziemlich gleich und irgendwie ein wenig nach Glas als Quelle. Bei den Chipirones à la Plancha hatten wir uns den Tintenfisch gerillt und nicht „nackt“ vorgestellt - unser Fehler, bei der Bestellung nicht nachzufragen. Geschmeckt hat uns das so zubereitete Meerestier daher nicht so gut.

Zum Dessert gibt es beide der zwei Möglichkeiten von der Karte, der Flan (3,50 Euro) ist schön leicht, hätte aber Sprühsahne und Erdbeersirup nicht gebraucht. Die Crema catalana (4 Euro) hat eine zarte Zuckerkruste und schmeckt intensiv nach Karamell - ein gelungener Abschluss.

Das Mamas Tapas will auch Cocktailbar und Ort für kleine Veranstaltungen sein. Die Bar ist daher einladend bestückt, kleine Musikgruppen treten regelmäßig in den Räumen auf, in denen sich der Charme zum Essen vor allem abends nicht so leicht entfalten kann. Verschiedene Weine zu anständigen Preisen hat die Karte natürlich auch zu bieten. Wir hatten allerdings mit Apfel- und Mangoschorle (3,60 Euro je 0,4l) einen alkoholfreien Abend gewählt - der allerdings reichlich früh zu Ende war, da kaum bestellt, alles auch sogleich serviert wurde.

Mein Fazit

Solides Angebot mit überschaubaren Überraschungen – mit Eröffnung der Sonnenterrasse ist in Sachen Ambiente buchstäblich noch Luft nach oben.

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