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So schmeckt das Essen vom Land im Beans Country

HAZ-Kostprobe So schmeckt das Essen vom Land im Beans Country

Viele vegane und vegetarische Gerichte stehen im Beans Country auf der Speisekarte. Nach dem Essen können die Gäste die Natur genießen: Hinter dem Landgasthaus leben Hühner, Kaninchen, Wollschweine und Ziegen. Ein Biergarten lädt außerdem zum Verweilen ein.  Eine Kostprobe von Ralf Heußinger.

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Landgasthaus mit Vollversorgung: Küchenchef Jeremy Bürger und Sophia Tabel mit Spätzle.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Alles bio, oder was? Nun, nicht ganz. Bei Cola, Schnäpsen und Fisch müssen sie passen. Und auch die zum Verkauf stehenden Eier der eigenen Hühner gehen nicht als Bioware durch. Alles andere – damit wirbt das Beans Country – trägt das entsprechende Siegel. Und die Hühner machen eigentlich auch einen ganz glücklichen Eindruck. Man kann sie besuchen, sie leben gleich hinter dem Haus auf einer Wiese, direkt neben Kaninchen, Schafen, Wollschweinen und Ziegen. Es riecht, wie es eben riecht, wo Tiere gehalten werden, und man kommt der Natur ziemlich nahe – auf Reichweite, um genau zu sein.

Beans Country

Kaffeedamm 2,
Wedemark-Bennemühlen
Telefon: (0 51 30) 9 74 52 10
deinbeans.de

Geöffnet: Montag bis Freitag ab 13 Uhr, Sonnabend, Sonntag ab 9 Uhr,

Küche: 17.30 bis 22 Uhr, sonst Snackkarte,

Frühstück: Sonnabend 9 bis 13 Uhr, Sonntag 9 bis 14 Uhr

Barrierefreiheit: ebener Zugang

Preiskategorie: moderat (Hauptgerichte bis 15 Euro)

Mein Fazit:
Perfektes Konzept, das die Küche etwas vernachlässigt hat.

Zurück zur Natur, so könnte man das Projekt beschreiben, das Rüdiger und Anna-Lena Tabel in Bennemühlen in der Wedemark seit März diesen Jahres umsetzen. Und Natur geht schließlich immer. In Hannovers Innenstadt betreiben sie unter dem Namen Beans zwei moderne Cafés, der Zusatz Country für das weitaus größere Anwesen auf dem Land erklärt sich also von selbst – wenn auch die Bezeichnung Landgasthaus alleine nicht zutreffend wäre.

Gastronomische Vollversorgung kommt der Sache schon näher, schließlich hat der Laden quasi immer geöffnet, bietet neben Snacks wie Wurstsalat und Frikadelle auch richtige Hauptgerichte, selbstverständlich Burger und Flammkuchen, Veganes und Vegetarisches, am Wochenende Frühstücksbüfett, genug Platz für Hochzeiten, einen Biergarten, Fußballübertragungen, Hüpfburg, Schaukel, Streichelwiese, künftig auch Konzerte. Argumente, nicht ins Beans Country zu fahren, müssen einem da erst mal einfallen.

Die Kellnerinnen tragen Dirndl, das gehört ebenfalls zum Konzept, und sind ausgesprochen freundlich und bringen zur Begrüßung erst mal ein Glas Limonade. Und die Speisen, die wir probiert haben, sind gut bis harmlos, manchmal auch etwas enttäuschend. Mit der Linsensuppe (5,20 Euro) sind wir durchaus zufrieden. Mit dem kleinen Salat mit Fetakäse und Hausdressing auf Basis von Milch und Klee (6,50 Euro) auch – knackig und leicht nussig im Geschmack.

Zurück zur Natur, so könnte man das Projekt beschreiben, das Rüdiger und Anna-Lena Tabel im Landgasthaus Beans Country in der Wedemark seit März diesen Jahres umsetzen. 

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Beim vegetarische Burger (13,80 Euro) mit einer Frikadelle aus Bohnen und Mais überraschte uns die Kellnerin zunächst mit der Frage, ob wir ihn medium oder durch wünschten. Wir entscheiden uns für medium und bekommen eine doch recht trockene Frikadelle. Die hausgemachten Fritten waren ganz okay. Zu trocken fiel bei uns auch das Hühnerfrikassee (12,60 Euro) aus. Es schmeckte ganz gut, enthielt aber zu wenig Soße, war lieblos angerichtet, und der versprochene Butterreis musste ohne Butter auskommen.

Die Kritik werden wir bei der Kellnerin los, die anmerkt, das habe sie an dem Tag schon einmal gehört, und uns einen Kaffee anbietet. Das ist immerhin souveräner Umgang mit Beschwerden.

Auch der Sonntagsbrunch (17,50 Euro) ist nicht schlecht, aber auch nicht aufsehenerregend. Es ist alles da, Käse, Wurst, Fisch, Salat, Eier, Speck, Smoothie, Pudding, dazu zwei warme Gerichte. Und die wirklich gute Idee: Viele der Speisen warten in kleinen, abgedeckten Weckgläschen auf die Esser zum Mitnehmen und nicht in großen Schüsseln.

An der Speisekarte arbeite man noch, sagt Geschäftsführerin Tabel. Künftig werde man auch zusätzlich jahreszeitliche Gerichte anbieten, und das Küchenteam habe sich erst finden müssen. Wenn dieser Findungsprozess abgeschlossen ist, kann man wirklich nichts mehr gegen einen Besuch in Beans Country haben.

Ralf Heußinger

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