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Hugo's

Französische Mittelmeerküche Hugo's

Neu eingezogen in das prunkvolle Ambiente des Ernst-August-Carrees ist das „Hugo’s“. Auf 400 Quadratmetern bietet das Restaurant mediterrane Küche in professioneller Qualität.

Ernst-August-Platz 10 30159 Hannover 52.37587 9.7415
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Mittelmeerküche mit Neiveau: Heidi Reimas serviert Antipasti im „Hugo’s“.

Quelle: Insa Hagemann

Hannover-Mitte. Rund ein Jahr lang war das Ernst-August-Carree neben dem Hauptbahnhof gastronomisch verwaist. Die Brasserie Bruxelles hatte lange gegen die Insolvenz gekämpft, schließlich aber aufgeben müssen. Seit einem Monat nun kann in dem prunkvollen Gebäude wieder getafelt werden: Das „Hugo’s“ bietet auf üppigen 400 Quadratmetern in der Nordecke des Gebäudes täglich ab elf Uhr Speis und Trank im mediterranen Stil. Die Macher, die Brüder Deniz und Bedran Özgör, betreiben gemeinsam mit einem weiteren Bruder die beiden hannoverschen „El Solin“-Lokale sowie fünf weitere in ganz Niedersachsen. Der dort angebotene Mix aus Mediterranem, Texmex und Trendgerichten ist eher anspruchslos und offensichtlich auf ein junges Publikum zugeschnitten. Umso erstaunlicher, welches Niveau die Özgörs in ihrem Neuzugang präsentieren.

Schon der Innenhof des prächtigen Carrees lässt ahnen, dass man hier sehr angenehm an lauen Abenden lang sitzen kann. Loungemöbel stehen locker verteilt vor dem Restaurant, und wenn erst die Fassadenarbeiten beendet und die Gerüste verschwunden sind, ist dies ein lauschiger und zugleich edler Drinnendraußen-Sitzplatz. Im Lokal selbst herrscht großstädtische Loungeatmosphäre: dunkle Möbel, helle Wände, schicke Details und übergangslose Musik, die zuweilen so laut ist, dass die Unterhaltung anstrengend wird. Zumal bei unserem ersten Besuch an einem Sonnabend der Restaurantbereich knackevoll ist. Leichtsinnigerweise hatten wir nicht reserviert und ergattern soeben noch einen kleinen Zweiertisch. Ein Blick in die Karte zeigt, dass man hier die Mittelmeerküche präferiert. Es gibt Pasta, Pizza, Salate, aber auch Steak und Flammkuchen. Mein Ziegenkäse-Walnusssalat (9,90 Euro) kommt auf einem enormen Teller, der zusammen mit dem Suppenteller meines Begleiters den Minitisch mehr als füllt. Brotkorb und Besteckteller müssen wir schon auslagern, aber für die Qualität des Dargebotenen tun wir das gern.

Der Salat ist eine schöne Kombination aus Blattsalaten, gut gewürztem gegrillten Hähnchenbrustfilet, aromatischem Ziegenkäse und Orangenfilets. Auch die Zitronengras-Curry-Suppe mit Gambaspieß (5,50 Euro) gefällt. Regelrecht begeistert bin ich dann aber vom argentinischen Rumpsteak (19 Euro). Problemlos ließ sich die Brokkoli-Spinat-Beilage gegen das mediterrane Gemüse aus der Karte tauschen, und so bekomme ich knackige Paprika, auf den Punkt gebratene Auberginen (also weder zu roh noch zu verkocht) und Zucchini, dazu ein paar schmackhafte Mini-Kartoffeln – und eins der besten Steaks, das ich je gegessen habe. Exakt medium gebraten, überzeugt das Fleisch mit einer Zartheit und zugleich mit einem Aroma, das (leider) nicht oft zu finden ist. Die Kellnerin nimmt mein Lob erfreut zur Kenntnis, bringt als Antwort auf meine Frage an die Küche, wo denn das Fleisch bezogen wird, nur die Auskunft „aus Argentinien“ mit. Nicht allzu hilfreich, aber sicher nett gemeint. Mein Mittester schnappt derweil nach Luft ob der Wasabitupfer auf seiner Pizza (die völlig zu Recht „Feuer und Flamme“ heißt), lobt aber den Belag mit Gambas, Paprika und Kaiserschoten (12,90 Euro). Der Primitivo (23 Euro pro Flasche) hält beiden Gerichten mit seiner fruchtigen Fülle locker stand.

Den zweiten Besuch statten wir dem „Hugo’s“ zur Mittagszeit ab. Von der Lunchkarte wählt mein Begleiter gegrillte Hähnchenbrust mit dem bereits erwähnten Gemüse (8,50 Euro), ich nehme Penne mit Tomaten-Mozzarella-Sauce und Flusskrebsen (6,90 Euro). Nach erfreulich kurzer Zeit sind beide Gerichte am Tisch – so muss es für eilige Mittagsgäste sein. Meine Pasta ist fehlerlos gemacht, jedoch nicht besonders originell, zumal die recht kleinen Krebse gegen das übermächtige Soßenaroma wenig Chancen haben. Mein Gegenüber ist dafür mit seiner Wahl höchst zufrieden. Mehr aus Neugier denn aus Hunger bestellen wir hinterher noch ein Tiramisu (4,80 Euro). Hübsch in ein Glas geschichtet, kommt es dem italienischen Original recht nahe. Angenehm gesättigt verlassen wir das Lokal und lassen noch mal den Blick durch den Innenhof schweifen. Keine Frage: Hier ist ein neuer „Place to be“ entstanden.

Loungebereich ist für Raucher geöffnet.
Preiskategorie: moderat

Das Restaurant „Hugo’s” im Branchenführer auf HAZ,de

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