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Himmlisch Exotisches im „Wok & Roll“

Kostprobe Himmlisch Exotisches im „Wok & Roll“

Keine Angst vor Taro Kuchen: Das „Wok & Roll“ in der Königstraße lädt zu kulinarischen Entdeckungen ein und ist eine schöne Bereicherung der hannoverschen Gastroszene. Ein Restaurantkritik von Ronald Meyer-Arlt.

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Exotisch und verblüffend: Im Wok & Roll werden vietnamesische Spezialitäten aufgetischt.

Quelle: Schaarschmidt

Hannover . Nummer 23 oder doch die 24? Der freundliche junge Mann vom Service mochte sich nicht entscheiden. Wir wollten wissen, welche der vielen vietnamesischen Spezialitäten, die das Wok & Roll anbietet, denn wohl die landestypischste sei. Sein Rat: Entweder Bún Nem Hà Nôi (Nummer 23) oder Bún Bò Nam Bô (Nummer 24). Hm. Die Wahl fiel dann auf Bún Bò Nam Bô – und das war keine schlechte Entscheidung. Bún Bò Nam Bô kommt in einer großen Suppenschüssel auf den Tisch. Darin befinden sich: Erdnüsse, Reisnudeln, Salat, im Wok angebratene Rindfleischstreifen und Kräuter. Viele, viele Kräuter, und schön viel frischer Koriander. Salat und Kräuter sind knackig, das Fleisch ist angenehm zart. O ja, Bún Bò Nam Bô (für 7,90 Euro) war die richtige Entscheidung. Und Nummer 23 probieren wir dann beim nächsten Mal.

Weitere Infos

Wok & Roll
Königstraße 24
30175 Hannover
(05 11) 34 08 34 18
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 11.30 bis 22.30 Uhr, Sonnabends, sonn- und feier­tags, 14 Uhr bis 22 Uhr.
Preiskategorie: günstig

Preiskategorien: günstig (Hauptgerichte bis 10 Euro), moderat (bis 15 Euro), gehoben (um 20 Euro)

Meine Begleitung hat Gá Dau Lac (9,50 Euro) gewählt: marinierte Hähnchenfilets auf Salat mit Kokos-Erdnusssoße und Jasminreis. Auch hier war alles bestens: zart das Fleisch, angenehm würzig die Soße, hübsch angerichtet der Reis.
Das Wok & Roll ist neu in der Königstraße, es befindet sich dort, wo früher der Kleine König residierte. Anfang Oktober wurde es eröffnet. Aber es ist nicht neu in Hannover. Das Wok & Roll erfreut schon seit Längerem die Mittagsgäste auch in der Markthalle. Dort kommt es aufs Tempo an. Das ist auch beim Ableger, dem Restaurant in der Königstraße, sehr hoch, bei unseren beiden Abendbesuchen mussten wir nie lange warten.

Aber ein Schnellimbiss ist das Restaurant, das von Hoang Nguyen, der Tochter des Wok-&-Roll-Betreibers in der Markthalle, geleitet wird, deshalb noch lange nicht. Zwar sitzt man hier auf Bänken und Hockern (und auf interessanten Kissen, die durch Gumminoppen am Verrutschen gehindert werden), zwar sind die Preise günstig, aber das Wok & Roll ist trotzdem ein ernst zu nehmendes Restaurant mit ambitionierter Küche.

In die kann man durch ein großes Fenster hineinblicken. Da kann man dann sehen, wie der Koch mit einem gigantischen Messer eine Mango zu feinen Stiften verarbeitet. Die finden sich später auf dem Tarokuchen mit Mangosoße (3,50 Euro) wieder, den es als Dessert gibt. Der Tarokuchen wird auf einem Bananenblatt serviert. Er sieht aus wie ein scheues Sumpftier, das sich zum Schlafen niedergelegt hat: eine gräuliche, irgendwie pickelige Masse, die müde hingeklatscht auf dem Blatt liegt. Aber man soll sich durch das Aussehen bloß nicht abschrecken lassen. Man würde etwas verpassen.

Keine Angst vor Tarokuchen: Das Wok & Roll in der Königstraße lädt zu kulinarischen Entdeckungen ein.

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Wir folgten dem freundlichen Rat des jungen Mannes vom Service und probierten zuerst den Tarokuchen ohne Mangosoße. Was für ein schönes Geschmackserlebnis! Eine angenehm zurückhaltende Süße, eine interessante Textur und, nun ja, etwas himmlisch Exotisches. Taro, auch bekannt unter dem Namen Wasserbrotwurzel, sieht aus wie eine Steckrübe und darf, wie die Kartoffel, nur gekocht verzehrt werden. Der Tarokuchen schmeckt süß und verblüfft durch eine angenehme Fülle, ein wenig Vanille und Kastanie ist auch zu schmecken. Im zweiten Schritt kommt die Mangosoße darüber und beschert ein abenteuerliches Hin und Her zwischen Frucht und Kuchen, warm und kühl, sämig und schwabbelig. Das schmeckt fremd und toll.

Das Wok & Roll macht Spaß. Man sitzt ziemlich bequem (nur auf den Plätzen an den großen Fenstern kann es an Winterabenden mal ein bisschen kühl werden), es gibt einiges zu bestaunen (in der Küche und auf den Tellern), und es herrscht meist ein reger Betrieb (besonders mittags ist hier eine Menge los).

Viel Vergnügen bereitet auch die Getränkekarte – und zwar durchaus jenseits der Cocktails. Sehr zu empfehlen ist der Klassiker des Hauses: „Hanoi Street“ – frischer Limettensaft mit Soda, Rohrzucker und ganz viel Eis (0,4 Liter für 3,80 Euro). Das schmeckt wunderbar nach Asien und nach Sommer.

Mein Fazit:

Hier kann man tolle Entdeckungen machen. Eine schöne Bereicherung der hannoverschen Gastroszene.

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