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So gut schmeckt die Pasta im Restaurant "La Perla"

HAZ-Kostprobe So gut schmeckt die Pasta im Restaurant "La Perla"

Zu Besuch in Little Italy: Der Italiener "La Perla" an der Lister Meile ist eine Institution in Hannover. Jetzt kommt er in modernem Design daher. Hier hat man fast das Gefühl, in Italien zu sein.  Eine Kostprobe von Ralf Heußinger. 

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Besuch im "La Perla": Küchen-Chef Russo Genaro präsentiert Lammkotelett, hausgemachte Spaghetti mit Pfifferlingen und Ravioli mit Gemüsefuellung.

Quelle: Kutter

Hannover. Kann es sein, dass Little Italy gleich vor der Haustür liegt? Wir nehmen an einem schönen Sommerabend Platz im Ristorante La Perla an der Ecke Bürgerstraße/Lister Meile und stellen fest: Italienisch ist die Sprache der Wahl. Bei den Inhabern des Lokals sowieso, bei überraschend vielen Gästen auch, und die Leute von der Eisdiele gegenüber lassen sich ebenfalls gelegentlich auf einen Plausch blicken. Die Tische stehen in der Fußgängerzone, Menschen ziehen vorbei, Kindern wuseln umher, es ist lebendig an der Ecke, an der der Pferdekopfbrunnen steht – und Leben kommt in der List ja manchmal etwas unerwartet.

Original italienisches Essen – und das mitten in der List. Das Restaurant "La Perla" ist seit 1976 eine Institution im Stadtteil und überzeugt mit einer umfangreichen Speisekarte. Die HAZ hat die Kostprobe gewagt. 

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Eine Institution seit 1976

Die Brüder Paolo und Gennaro Russo gehören schon lange zum Leben in der List dazu. Seit 1976 betreiben die Neapolitaner ihr Ristorante – das La Perla ist damit eines der Lokale, die man ruhig mal als Institution bezeichnen kann. Vor Kurzem sah man ihm das auch noch an. Doch in diesem Jahr haben die Russos aufgeräumt, haben die Einrichtung erneuert sowie Fenster und Fassade modernisiert. Alles wirkt lichter, heller, edler, einladender – wenn auch nicht unbedingt individuell. Wie dem auch sei, das Restaurant setzt optisch neue Akzente. Zwei urig aussehende hölzerne Weinfässer vor der neuen Eingangstür dienen jetzt als Abstellfläche für Essig, Öl, Salz und Pfeffer, im Inneren soll im Winter ein Kamin die Gäste wärmen, und auf einer schieferschwarz verkleideten Säule sind die Tagesgerichte angeschrieben.

Preise

günstig (Hauptgerichte bis 10 Euro), 
moderat (bis 15 Euro), gehoben (um 20 Euro)

Von diesen wählen wir Tagliatelle mit Pfifferlingen (13 Euro), die ohne Makel sind. Genauso wie die Spaghetti Steffi Graf (8 Euro), die mit Basilikumpesto und Tomaten serviert werden. Was Steffi Graf mit Pesto zu tun hat? Wir wissen es nicht, besser gesagt, nicht mehr. Und der Kellner scheinbar auch nicht. Man habe halt einen Namen finden wollen für das Gericht, sagt er. Tage später dann die Erleuchtung: Die Tennisspielerin war jahrelang das Werbegesicht für Barilla Pesto. Auch Sophia Loren kommt im La Perla übrigens zu Ehren – sie wird mit Rucola und Walnüssen in Verbindung gebracht. Warum? Wir sind für Hinweise dankbar.

Pasta – eine gute Wahl

Bei der Pasta kann man im La Perla nichts falsch machen. Sie ist zwar, wie fast immer in Deutschland, einen Tick zu weich gekocht. Die von uns probierten Soßen waren aber durchweg solide bis hervorragend. Letzteres gilt für die Spaghetti mit Knoblauch und Scampi (13,50  Euro), Ersteres für die Tagliolini Ortolana (11 Euro) mit Rindfleischstreifen und Pilzen. Und auch die Spaghetti Bolognese (5 Euro), die der sechsjährige Sohn eines Freundes bestellt, müssen ordentlich gewesen sein – sie sind jedenfalls in Rekordtempo verschwunden.

Das Restaurant

La Perla
Bürgerstraße 1/Lister Meile (List)
Telefon: (05 11) 66 11 86


www.ristorante-laperla.de

Geöffnet: täglich von
 12 bis 24 Uhr
Barrierefreiheit: Eine Stufe führt ins Restaurant.
Preiskategorie: moderat     

Etwas eindimensional ist dagegen der Vorspeisenteller. Für 12 Euro gibt es Zucchini mit und ohne Eierpanade, gebratene Auberginen, Pilze, Paprika und Oliven. Ziemlich viel Gemüse, ziemlich wenig Abwechslung, und zum Geschmack gibt es auch nicht viel beizutragen. Dann vielleicht lieber einen gemischten Salat (5,50 Euro) – der war nämlich bunt und frisch.

Die Speisekarte im La Perla ist umfangreich, sie bietet auch Pizza, Fisch und Fleisch. Zur Pizza können wir nur so viel sagen: Auf den Nachbartischen sah sie durchaus verlockend aus. Dennoch greifen wir für eine weitere Stichprobe zu einem Bistecca alla Pizzaiola (22,50  Euro) – einem wahrlich dicken Brocken Rumpsteak, dessen Grillaromen sich harmonisch in die pikante Tomatensoße mit Oliven und Kapern fügen. Die Gemüse- und Kartoffelbeilage dagegen tut ihrem Namen alles Ehre. Sie bleibt Beilage.     

Mein Fazit: Echte italienische Perle,
 aber mitten in der List.     

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