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So gut schmeckt der Hirschbraten im Öhlers

Kostprobe So gut schmeckt der Hirschbraten im Öhlers

Rouladen in Ronnenberg: Das Familienrestaurant Öhlers ist ein Geheimtipp für gutbürgerliche Speisen. Besonders beliebt: Hirschkalbsbraten mit Pfifferlingen, Rotkohl und grünen Bohnen.  Eine Kostprobe von Nina May.

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Die Inhaber Regina und Rainer Berndt setzen auf Gutbürgerliches – wie Hirschkalbsbraten mit Pfifferlingen, Rotkohl und grünen Bohnen.

Quelle: Eberstein

Ronnenberg. Die Bewertungen auf allen gängigen Gastroportalen im Internet sind regelrecht euphorisch. Von einem Geheimtipp ist da die Rede, und von „sehr gutem, bürgerlichem Essen“. Geheimtipp kann man wohl streichen, denn das Hotel-Restaurant Öhlers im Ronnenberger Ortsteil Empelde gehört zu den traditionsreichsten Gastwirtschaften der Gegend. Die Qualität des Essens wollten wir uns aber mal genauer anschauen.

Das Familienrestaurant Öhlers in Ronnenberg ist ein Geheimtipp für gutbürgerliche Speisen.

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Ein Ernte-Dank-Wagen im Eingangsbereich und die warmen Rot- und Orangetöne der Einrichtung verbreiten herbstliche Gemütlichkeit – und das schon im Sommer. Die Atmosphäre ist edel, aber entspannt. Über der Rezeption des Familienbetriebes hängen viele verschnörkelte Schlüssel – denn bei Öhlers kann man auch übernachten.

Preise

günstig (Hauptgerichte bis 10 Euro),
moderat (bis 15 Euro), gehoben (um 20 Euro)

Aufgeschlossen gibt sich auch der exzellente Service: Der Kellner fragt immer zum richtigen Zeitpunkt nach neuen Getränken, ohne je aufdringlich zu sein. Er bietet einen Nachschub Kroketten an, sobald die ohnehin großzügige Portion verspeist ist. Anderes Beispiel: Beim Nachtisch können wir uns nicht entscheiden und fragen nach einem Probierklecks weißer Schokomousse. Das Ergebnis: Ohne Aufpreis bekommen wir gleich zwei Extraportionen, zusätzlich auch in der Zartbittervariante.

„Wir sind nur so gut, wie es unser Personal ist“, formuliert Regina Berndt ihren Anspruch. Sie leitet das Restaurant mit ihrem Mann Rainer seit 1987. Seine Großeltern führten das Haus einst unter dem Namen Öhlers, mit einer Generation Pause setzen die Berndts die Familientradition weiter. Gestartet sind sie vor knapp 30 Jahren mit einem Koch und einer Bedienung, inzwischen zählt das Team 19 Köpfe. Bekannt ist das Gasthaus Öhlers für die monatlich wechselnden Büfetts am Freitag (pro Person 25 Euro ohne Getränke) von „Bayrisch“ (September) über „Wild“ (Oktober) bis zu „Pasta“ (Januar) und „Route 66“ (April). Eine Reservierung ist empfehlenswert.

Das Restaurant

Öhlers

Nenndorfer Str. 64,
30952 Ronnenberg
Telefon: (05 11) 43 87 20
www.hotel-oehlers.de
Vor dem barrierefreien Zugang hat man einen Behindertenparkplatz eingerichtet

Preiskategorie: moderat

Doch kann das Essen halten, was der Rahmen verspricht? Der Gruß aus der Küche, ein raffiniertes Lachstatar mit Kresse auf Käsereibeplätzchen und einem Klecks Kürbiskernöl, steigert die Erwartungen. Die Karte ist umfangreich und bietet gängige saisonale Extras wie eine Matjeskarte. Einige Gerichte sind als „Empelder Küche“ besonders hervorgehoben. Neben einem „Feierabendbrot“ mit Mett wird auch eine landläufige Salatplatte „Summertime“ mit Früchten und Hähnchen (10,90 Euro) angeboten. Was daran so besonders empelderisch sein soll, würde man gerne wissen. Die Frage überrascht die Bedienung, „Empelder Küche“ sei eben nur ein gut klingendes Label ohne tiefere Bedeutung.

Dann kann man ja auch getrost über den Tellerrand des Calenberger Landes blicken – und zum Tomaten-Rucola-Salat mit heißen Schafskäse-Crostini (6,90 Euro) greifen. Das Balsamico-Dressing ist schön saftig, die mit Basilikum verfeinerten Crostini dekorativ auf dem grünen Salatbett angerichtet. Bei der mediterranen Fischsuppe (6,90) mit Tomaten und Wein sowie Möhrenraspeln fällt der dominante Muschelgeschmack auf. Fazit der Vorspeisen: Schmackhaft, aber Standard.

Bei der Rinderroulade (14,90 Euro) als Hauptgang gibt es eine angenehme Überraschung: Auf dem Teller und auf der Zunge ergänzen sich die dunkle Bratensoße und die helle Rahmcrème des Kohlrabi glänzend. Die Kroketten sind außen knackig und innen wolkenweich, genau richtig. Die Portion Hirschkalbsbraten von der Pfifferling-Karte (18,90  Euro) ist mit drei wuchtigen Stücken riesig. Die Pilze wurden von dem oft störenden erdigen Beigeschmack befreit und haben die ideale bissige Konsistenz. Das gilt auch für die grünen Bohnen, die wie frisch aus dem Garten schmecken.

Bei den Nachtischen sticht die üppige Garnitur aus frischen Früchten ins Auge, die Zitronencrème (5,90 Euro) erinnert an die Füllung einer sahnigen Zitronenrolle aus Großmutters Küche.

Mein Fazit: Gutbürgerliche Küche mit außergewöhnlich gutem Service.

Von Nina May

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