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Piazzaflair für Pizza, Penne und Fisch

Kostprobe im Il Casale Piazzaflair für Pizza, Penne und Fisch

Das Il Casale macht seinem Namen alle Ehre: Bauernhaus lautet die Übersetzung des Namens des italienischen Restaurants in Großburgwedel. Und die Betreiber – seit Ende Juni ist hier ein neues Team am Start – haben ihr kulinarisches Angebot denn auch ganz stilecht in der alten Scheune untergebracht.

In der Meineworth 1a, Burgwedel 52.49061 9.85128
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Mehr als eine Dönerbude

Chef Sami Khiari mit dem „Tomahawk“, einem Ein-Kilogramm-Steak vom irischen Ochsen.

Quelle: Eberstein

Hannover. Riesige Decken, freigelegte Holzbalken, steinerne Wände und kantige Böden schaffen eine sehr angenehme Atmosphäre – wenngleich Höhe und harte Materialien nicht gerade schallschluckende Vorzüge haben.

Am Freitagabend ist das italienische Bauernhaus rappelvoll. Die Wartezeit auf unseren Tisch wird mit einem Prosecco aufs Haus überbrückt, den wir im gläsernen Wintergarten serviert bekommen. Hier dürften wir auch speisen, aber wir möchten lieber mitten in die Scheune. Da wollen offenbar alle sitzen, und gern auch länger – unser bestellter Tisch wird nicht geräumt und so holen die freundlichen und sehr aufmerksamen Kellner einfach einen Zusatztisch aus der ersten Etage, den sie in einem freien Eckchen platzieren und herrichten.

Das Il Casale macht seinem Namen alle Ehre: Bauenhaus lautet die Übersetzung des Namens des italienischen Restaurants in Großburgwedel.

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Die Akustik in der gutgefüllten Scheune ist nichts für Menschen mit Hörproblemen, aber Stimmung und Atmosphäre sind wunderbar locker und lebhaft – einfach italienisch. Da die Zeit schon ein wenig vorangeschritten ist und die nette Umgebung den Hunger nicht stillt, verlangen wir schon einmal nach Brot. Der aufgeschlossene Kellner stellt flugs ein Körbchen mit Weißbrotscheiben auf den Tisch – sie schmecken frisch und kross, allerdings verdichtet sich am Tisch der Eindruck angesichts per Hand zerteilter Brotstücke, dass ein paar Reste aus anderen Körben bei uns gelandet sind. Nicht weiter schlimm.

Als Vorspeisen gibt es einmal Vitello Tonnato (11,90 Euro), einen gemischten Vorspeisenteller (klein, 7,50 Euro) sowie ein Fisch-Fleisch-Carpaccio (12,50 Euro). Die Antipasti sind solide, das Vitello mit reichlich Sauce ist dem Hauptesser zu hart – wir anderen probieren und sind dagegen äußerst zufrieden mit der Qualität von Fleisch und Sauce. Die Tagesempfehlung – gefüllte Ravioli mit Tomaten-Kürbisschaum (7,50 Euro) sind eher unspektakulär, die Sauce fällt ein wenig zu tomatig aus und lässt dem Kürbis keine Chance.

Als Hauptspeisen entscheiden wir uns wieder für Empfehlungen des Tages. Die Lammfilets mit frischen Gemüsen und knackigen Kartoffeln (25,50 Euro) zergehen auf der Zunge. Sie sind zudem portionsmäßig sehr üppig bemessen und sehr ansprechend und liebevoll angerichtet. Auch die frische Seezunge (32 Euro) ist ein (großes) Gedicht, der Salat dazu knackig mit frischen Nüssen. Auch die Dorade al Limone von der normalen Karte (18,50 Euro) ist kross gebraten und äußerst schmackhaft. Allein die Sauce ist sehr mächtig, schmeckt mehr nach Butter als nach Limone und wird daher diskret zur Seite geschoben.

Die umfangreiche Weinkarte haben wir bei unserem Besuch links liegengelassen und uns für offenen Merlot, Pino Grigio und Rosé (jeweils 3,50 Euro für 0,2l) entschieden. Das Preis-Leistung-Verhältnis der Weine ist perfekt, vor allem der dunkle Rosé besticht durch fruchtig-herbes Aroma. Und auch beim Nachtisch sind wir fast vollends zufrieden: Crema Catalana, Tiramisu und Trüffeleis sind frisch, sahnig und köstlich, bei der Panna Cotta dominiert allerdings die Fruchtsauce zu sehr. Alle Desserts kosten 4,90 Euro und sind nur für Liebhaber ganz süßen Essens zu schaffen.

Bei einem Blick in die Scheunen-Runde fallen die vielen Stammgäste auf – die alle herzlich begrüßt werden und vor allem in der Mehrzahl Pizza und Pasta auf den Tellern haben. Das animiert zum außerplanmäßig zweiten Besuch am Mittagstisch. Für 9,90 Euro dürfen sich die Gäste eine Vorspeise plus Hauptgericht zusammenstellen. In dieser Woche etwa stehen marinierte Artischocken oder Antipasti-Variationen vorweg auf der Karte, gefolgt von Salami-Pizza, Schweinefilet mit Marsalasauce oder Penne mit Putenstreifen. Wir haben in der Vorwoche auch Pizza und hausgemachte Pasta probiert – beides war vorzüglich, frisch und mit reichlich saisonalen Zutaten bedacht; eindeutig die Stärke der kulinarischen Scheune.     

Il Casale

Fazit:  Tolles Flair mit Pizza und 
Pasta in italienischer 
Scheune – aber die Soßen 
dürfen leichter werden.

Adresse: Il Casale
In der Meineworth 1a, 30938 Burgwedel
Telefon: (0 51 39) 9  84 23 77

E-Mail: info@ilcasale-restaurant.de
www.ilcasale-restaurant.de

Geöffnet: Montag bis Sonntag 12 bis 22 Uhr, durchgehend warme Küche, Mittagstisch Montag bis Freitag 12 bis 15 Uhr
Preiskategorie: moderat (Empfehlungen: gehoben)     

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