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Es grüßt der Mangomund

Kostprobe im Restaurant „Alte Mühle“ Es grüßt der Mangomund

Nach einem Spaziergang im Hermann-Löns-Park lädt das Parkrestaurant "Alte Mühle" auf ein leckeres Essen ein. Viel Auswahl, aufmerksamer Service und ausgewählte Tagesgerichte machen den Besuch lohnenswert.

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Bieten viel Platz: Das Inhaber-Ehepaar Thomas und Heike Bursch empfängt seine Gäste im großzügigen Restaurant oder auf der Terrasse.

Quelle: Thomas

Hannover. Bevor wir in die „Alte Mühle“ einkehren, machen wir einen kurzen Spaziergang durch den Hermann-Löns-Park, vorbei am Anna-Teich, hin zur restaurierten Bockwindmühle. „Was kann die noch?“, „Warum nicht?“ und „Seit wann nicht mehr?“ – Kinder können so viel fragen, auf vollständige Antworten müssen sie vorerst verzichten. Auf der großen Terrasse vor dem Restaurant sind trotz der kühlen, abendlichen Temperaturen alle Tische eingedeckt. Draußen sitzen wäre jetzt toll – doch dafür müssten es schon ein paar Grad mehr sein. Deshalb setzen wir uns ins gediegene Restaurant. Nur wenige Plätze sind an diesem frühen Wochentagsabend besetzt, es ist ruhig um uns herum. Die Kinder passen sich dem an, sie sprechen sogar leiser als sonst und inspizieren aufmerksam den gedeckten Tisch. Die Kinderfraktion ist sich einig – so viel Besteck und Gläser braucht kein Mensch, Messer, Gabel, Glas reichen. Eine höfliche Kellnerin bringt uns die Speisekarte inklusive Kindermenüs. So varianten- und ideenreich die Küche der „Alten Mühle“ ist, so standardisiert – wie übrigens in den meisten Restaurants – sind die Kindergerichte: kleine Schnitzel, Fischstäbchen, Geflügelnuggets und Spaghetti. Aber wie wir noch sehen werden, trifft hier einfach nur Angebot auf Nachfrage.

Parkrestaurant „Alte Mühle“

Hermann-Löns-Park 3
30559 Hannover

Telefon: (05 11) 55 94 80

Öffnungszeiten

Mittwoch bis Sonntag: 10 bis 22 Uhr, Montag und Dienstag Ruhetag

www.alte-muehle.de

Preiskategorie

gehoben

Es beginnt mit einem gelungenen Gruß aus der Küche. Während wir Erwachsenen mit einer Gemüsetarte in den Abend starten, wird den Kindern ein liebevoll dekorierter Obstteller in Form eines lachenden Gesichts serviert, es grüßt ein gelber Mangomund, ein sehr freundlicher Gruß. Neben Restaurantkarte, Wochenendmittagskarte, Spargelkarte und Gartenkarte bietet die „Alte Mühle“ vorübergehend auch ein Menü aus Anlass des zehnjährigen Bestehens unter der Leitung des Ehepaars Bursch an. Viel Auswahl also, zumal vom aufmerksamen Service darüber hinaus noch ausgewählte Tagesgerichte angeboten werden, die unser Gefallen finden. Ich wähle das gebratene Lachsfilet mit grünem Spargel und Kartoffeln (23,50 Euro). Der knackige Spargel und die leicht salzige Butter-soße passen hervorragend zu dem Lachs.

Gediegene Atmosphäre unter Kronleuchtern: Die "Alte Mühle" im Hermann-Löns-Park in Hannover bietet varianten- und ideenreiches Essen an. Ein Rundgang in Bildern:

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Das Filet ist schön saftig, und zumindest ein Kind probiert gerne von meinem Teller. Der Elfjährige entscheidet sich für einen Kinderkartenklassiker, in diesem Fall für die gebackenen Geflügelnuggets mit Pommes und Salat (7,50 Euro). Das Kindermenü ist so ansprechend auf dem Teller angerichtet, wie es sich mit Nuggets nur eben bewerkstelligen lässt. Der Siebenjährigen steht der Sinn nach Reis. Keine Nudeln, keine Kartoffeln. „Nur Reis“, nichts anderes. Reis steht nicht auf der Kinderkarte. Wir fragen die Kellnerin, ob das Zitronen-Fenchel-Risotto mit Basilikum und Kapern (11,30 Euro) in einer Kinderversion zu haben sei. Die Küche macht es möglich.

Das Mädchen bekommt eine köstliche, fein abgeschmeckte Portion Risotto ohne Kapern (7,50 Euro), die selbst dann noch locker gereicht hätte, wenn sie doppelt so alt und hungrig gewesen wäre. Die Kleine muss zugeben, dass „nur Reis“ gegen dieses Gericht nicht den Hauch einer Chance hat. Dass der Reis seinen Geschmack dem Fenchel verdankt, verschweigen wir tunlichst und gehen so einer fünfminütigen Diskussion aus dem Weg. Mein Fazit: Manchen Kindern muss man nicht immer genau erklären, was sie auf dem Teller haben. Hauptsache, es schmeckt.  

Mein Begleiter bestellt sich einen Lammteller von der Tageskarte. Zwei Koteletts und zwei Filetstücke auf einem mediterranen Gemüsebett, dazu geviertelte Kartoffeln (27 Euro). Das perfekt gebratene Lamm überzeugt ihn genauso wie die Zusammenstellung als solche, dieses Mal bekommt auch das Gemüse viel Lob. Das soll was heißen bei jemandem, für den die Grillsaison die schönste Jahreszeit ist. Zum Essen bestellen wir Wasser (0,75 Liter für 6,10 Euro) und von den offenen Weinen zwei Gläser trockenen Weißburgunder (0,2 Liter 6,10 Euro). Als Nachtisch genehmigen wir uns Erwachsene noch Mirabelle in flüssiger Form. Der  42-prozentige Obstbrand (2 cl für 6 Euro) schmeckt angenehm mild und rundet den Abend perfekt ab. Für den nächsten Besuch haben wir uns vorgenommen, von der Gartenkarte die Sahnetorten (Stück 3,50 Euro) zu probieren, vielleicht die Hermann-Löns-Schnitte. „Wer war das eigentlich?“, höre ich beim Hinausgehen jemanden fragen.

Mein Fazit:

Diese Mühle funktioniert gut.

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