Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Die schönsten Pausen sind bio

Kostprobe in Eichhorns Bio-Küche Die schönsten Pausen sind bio

Eichhorn's Bio-Küche in Hannovers Südstadt ist eine Mischung aus Imbiss und Restaurant – man sitzt dort an erhöhten Tischen mit Einblick in die offene Küche, kann aber auch alle Gerichte mit nach Hause nehmen. Unser Restaurantkritiker Ralf Heußinger hat sich im Bio-Restaurant eine Auszeit gegönnt.

Voriger Artikel
Fleischeslust
Nächster Artikel
Tierisch!

Kostprobe in Eichhorn's Bio Küche von Ute und Norbert Bakenhus in der Südstadt.

Quelle: Hagemann

Hannover. Bio ist Trend. Oder? Jeder Discounter verkauft inzwischen ökologische Lebensmittel, eigene Supermärkte bieten ein umfassendes Biosortiment, und auf dem Wochenmarkt gibt es beim Stand mit dem Ökogemüse die längste Schlange. Doch man darf sich nicht täuschen lassen: Der Marktanteil der Biobranche ist gering, und der Ökoanbau nimmt in Deutschland nur rund 6 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ein.

Eichhorn’s Bio-Küche in Hannovers Südstadt wirbt mit einer Bioquote von 100 Prozent, und wer in dem kleinen Ecklokal seine Mittagspause verbringt, dürfte nichts vermissen: Suppe, Burger, Omelett, Königsberger Klopse, Spargel, Eintopf, Nudeln – alles da.

Zur Bildergalerie

Dabei ist es offenbar gar nicht so schwierig, konsequent auf Lebensmittel zu setzen, die ohne Gentechnik, synthetischen Dünger und Massentierhaltung auskommen. Eichhorn’s Bio-Küche in Hannovers Südstadt wirbt mit einer Bioquote von 100 Prozent, und wer in dem kleinen Ecklokal seine Mittagspause verbringt oder den Feierabend genießt, dürfte nichts vermissen: Suppe, Burger, Omelett, Königsberger Klopse, Spargel, Eintopf, Nudeln – alles da. Nicht alles immer, aber die Speisekarte wechselt wöchentlich und bietet dadurch Abwechslung. Dazu kommt Biobier (Pinkus-Pils 0,3 Liter/2,80 Euro: zu empfehlen), Biowein (roter Landwein aus Deutschland 0,2 Liter/3,90 Euro: geht so), außerdem Biokaffee, Biograppa, Biolimonade, und zur Biocurrywurst wird Biocurry gereicht.

Schon seit 2009 hat Betreiberin Ute Bakenhus einen Cateringservice, mit dem sie unter anderem das an Himmelfahrt beginnende Boule-Festival in Herrenhausen kulinarisch versorgt. Das Lokal an der Stolzestraße entstand als logische Ergänzung, am DOnnerstag existiert es genau zwei Jahre. Es ist eine Mischung aus Imbiss und Restaurant – man sitzt dort weitgehend gemütlich an erhöhten Tischen mit Einblick in die offene Küche, kann aber auch alle Gerichte mit nach Hause nehmen (in kompostierbaren Schachteln übrigens). Zwischen 12 und 15 Uhr wird Mittagessen serviert, dreimal in der Woche ist auch am Feierabend geöffnet.

Der erste Besuch findet mittags statt. Die Aprilsonne wärmt die Außenplätze auf dem Gehweg schon ordentlich an, was sicher auch die Erdbeerpflanzen freut, die als Tischschmuck dienen. Das Möhren-Chili-Cremesüppchen (4,50 Euro) von der Tageskarte dagegen bringt einen nicht so schnell zum Schwitzen: Es ist nicht gerade pikant, aber schön fruchtig. Wer will, kann mit dem extra gereichten Cayennepfeffer (natürlich bio) selbstständig Schärfe ins Spiel bringen. Geröstete Sesamkerne und Kresse wiederum setzen gute Akzente, und das dazu servierte Brot ist knusprig.

Zu den Standards auf der Karte zählt die Currywurst (4,80 Euro, mit gerösteten Kartoffeln und Kräuterquark 8,50 Euro), die sich positiv abhebt vom Industriekram an den üblichen Imbissbuden. Die Wurst stammt von einem Bioland-Schlachter aus Eschede. Sie ist dezent gewürzt, in Stückchen nicht zu scharf in der Pfanne angebraten und wird ergänzt von einer offenbar selbst gemachten tomatigen, sehr guten Soße. Beim Currygewürz heißt es wieder: Bitte selbst dosieren. Hervorragend schmeckt der Quark zu den Kartoffeln: frisch mit schönem Kräuteraroma.

Die Zutaten wirken durchweg frisch, die Gerichte sauber gekocht – auch wenn gelegentlich die geschmacklichen Kanten fehlen. Knackig war der bunte Blattsalat (4,20 Euro) mit süßlicher Himbeervinaigrette. Empfehlen kann man zudem einen anderen Imbissklassiker, der auch bei Eichhorn’s nicht fehlt: Der Cheeseburger aus Bioland-Rindfleisch (150 Gramm/7,40 Euro) schmeckt uns sehr gut, unter anderem, weil die Bulette frisch und nicht tiefgefroren war. Wir bestellen dazu Bergkäse (auch Butterkäse wäre möglich), was für ein deftiges Aroma sorgt. Dazu gibt es Currysoße (gut) und Feigensenfcreme (harmlos). Zu den Hauptgerichten auf der Wochenkarte zählten bei einem unserer Besuche Königsberger Klopse (9,80 Euro). Nicht schlecht, aber auch nicht besonders auffällig waren Fleisch und Soße, Erbsen- und Möhrengemüse sogar etwas schlapp.

Bei der Dessert-Empfehlung Rote Grütze mit Vanillesoße (2,50 Euro) passt wieder alles: die Früchte nicht zu süß und nicht zu sauer, die reichhaltige Soße offenbar mit echter Vanille.

Zeit für eine Pause also.

Eichhorn's in der Südstadt

Eichhorn’s
Stolzestraße 60,
Telefon: (01 72) 5 33 36 60
www.eichhorns-hannover.de

Geöffnet: Dienstag bis Freitag 12 bis 15 Uhr,
Dienstag bis Donnerstag
von 17 bis 20 Uhr
(Himmelfahrt geschlossen).
Preiskategorie: günstig

Mein Fazit:Leichtes Mittagessen und unkompliziertes Abendbrot mit gutem Gewissen.

Von Ralf Heußinger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Restauranttests

Lust auf ein gutes Restaurant in Ihrer Nähe, aber noch keine Idee welches es sein soll? Lassen Sie sich inspirieren: Hier finden Sie die HAZ-Restauranttests übersichtlich auf einer Karte.

Kostprobe im 11A

Das 11A am Küchengartenplatz in Linden kombiniert moderne Hausmannskost und Feinschmeckerküche. 

Eine Auswahl der schönsten Biergärten in der Region Hannover – mit Foto, Öffnungszeiten und Preisen.

Wann finden in Hannover die Wochenmärkte statt? Eine Übersicht mit allen Märkten in den Stadtteilen.