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Mäusespeck am Marterpfahl

"Indian Summer Ranch" Mäusespeck am Marterpfahl

Auf der Rückseite des Schildes kann man ihn noch sehen, den alten Namen „Moormühle“. Vorne ist nun „Indian Summer Ranch“ zu lesen. Das Restaurant in Beinhorn, etwa 15 Autominuten von Hannover entfernt an der B 3, hat vor einem Jahr Name und Konzept geändert, der Besitzer ist geblieben.

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Gastronomie und Event: Thomas Schneider von der „Indian Summer Ranch“.

Quelle: Wallmüller

Hannover. Die Eventgastronomie hat Einzug gehalten, man könnte es auch Steakhouse mit Sonderaktionen nennen. Egal, wir besuchen die amerikanische Ranch an einem sonnigen, nicht so warmen Tag. Bevor wir in die Gaststube – oder heißt das Saloon? – gehen, setzen wir uns nach draußen in den weitläufigen schönen Garten, in dem glücklicherweise so gar keine Indianer und Cowboydekoration zu sehen ist. Hier bekommt man einen Eindruck davon, wie groß das Gelände mit angrenzendem Hotel und mehreren Veranstaltungsräumen ist.

Während wir uns ein Bier, mein Begleiter freut sich über ein herbes Jever (2,40 Euro), genehmigen, streunen die Kinder herum, suchen im sicher umzäunten Gartenteich nach Fischen (ein grauer, großer wird gesichtet) und inspizieren den kleinen Spielplatz, mittlerweile soll auch das Trampolin aufgebaut sein. Für kleine Kinder gibt es sogar ein eigenes Spielzimmer samt Puppenhaus und Parkgarage.

Zum Essen gehen wir ins Restaurant, dem „Big Spirit“. Uns erwartet Country-Musik. Die große Gaststube ist rustikal mit Holztischen, Bänken und Stühlen mit aufwändigen Schnitzereien eingerichtet. Einige Stühle sind Unikate aus dem texanischen El Paso.

Die Sechsjährige steht entzückt vor dem Marterpfahl, der Zehnjährige lässt den Colt an der Wand links liegen und starrt auf den Cowboyhut der Bedienung. „Muss sie den aufsetzen?“, fragt der Junge, der Verkleidungen mittlerweile für Kinderkram hält. Immerhin bestellt er noch von der Kinderkarte und ordert die Chicken Wings (sechs Stück für 4,80 Euro). Die Kleine möchte einen Kinderhamburger (4,90 Euro). Leider dauert es ziemlich lange, bis das Essen von der ansonsten aufmerksamen Kellnerin gebracht wird. Die Gerichte werden nett im Körbchen mit einer Portion Pommes serviert. Während der Große genüsslich an den kindgerecht gewürzten Wings knabbert, kämpft die Sechsjährige mit dem Hamburger. Er ist zwar nicht übermäßig groß, doch braucht es für den unfallfreien Verzehr eine gewisse Koordination.

Wir Erwachsene testen die Steaks von der Karte. Ich entscheide mich für „Lucky Lady´s“, einem 180-Gramm-Rinderfilet mit Folienkartoffel und gemischtem Gemüse (20,80 Euro). Auch wenn das Fleisch auf den ersten Blick zu dick geschnitten aussieht, ist es gut medium gebraten und an keiner Stelle zäh. Mein Begleiter entscheidet sich für das „Wyatt’s New Yorker Rumpsteak“ (160 Gramm für 16,20 Euro). Weil er statt Folienkartoffel lieber Bratkartoffel möchte, muss er noch 1,50 Euro draufzahlen. Die Kartoffelscheiben sind sehr dick geschnitten, dafür würzig und frisch zubereitet, das Rumpsteak ist eher „medium well“, also eine Nuance zu lang gebraten.

Salat ist bereits am frühen Abend aus, was bei den Kindern eher für Erleichterung als für Bedauern sorgt. Kein Nachtisch, das wäre die Katastrophe, die es zu verhindern gilt. Ich bestelle Pineapple Wheels (5,40 Euro), das sind im Teig gebackene Ananasscheiben mit Vanilleeis, Sahne und geröstete Marshmallows. Der Mäusespeck hat es den Kindern angetan, sie wollen mehr. Der Koch röstet ihnen freundlicherweise Nachschlag. Den gibt es übrigens täglich ungefragt. Unter dem Motto „Never ending Ribs“ können sich die Gäste an Rippchen (14,80 Euro) satt essen. Derzeit wird auch Spargel in allen Variationen angeboten, darüber hinaus organisiert die Ranch regelmäßig Sonntagsbrunch, dienstags Überraschungsmenüs sowie Grillabende, oft auch mit Livemusik.

Unser Fazit

Prärie in Beinhorn: Viel Platz für Kinder

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Oldhorster Moor 4, 31303 Beinhorn

Telefon: (0 51 36) 8 89 80

Öffnungszeiten: Di. bis Fr. ab 17 Uhr, Sonnabend ab 11 Uhr, Sonntag ab 9 Uhr, Montag: Ruhetag

Preiskategorie: moderat

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