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Restaurant Apple House

Chinesische Küche Restaurant Apple House

Günstig und gut. Im chinesischen Restaurant „Apple House“ in Mittelfeld wird nicht am falschen Ende gespart. Hier erhält der hungrige Gast abwechslungsreiche Chinaküche.

Am Mittelfelde 65 - 67 30519 Hannover 52.33123 9.79002
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Nicht nur Selbstbedienung: Johnny Wibisono bedient im Restaurant „Apple House“ in Mittelfeld.

Quelle: Rainer Surrey

Mittelfeld. Wie viele chinesische Restaurants braucht die Welt diesseits der chinesischen Mauer? Offenbar immer noch eines. Das „Apple House“ verspricht „warmes Buffet und mongolischer Grill“. Nein, wir lassen uns jetzt nicht auf das Lieblingsspiel aller Globetrotter ein, die gerne resümieren, wie authentisch oder (meist) eher nicht die chinesische Küche sei, die bei uns geboten wird. Erstens kennen auch wir ein paar Lokale in Singapur, San Francisco, New York und London, die wir schätzen. Zweitens gibt es „die chinesische Küche“ nicht, sondern viele Varianten. Und drittens sind wir doch selbst schuld an dem, was uns geboten wird: Wir bekommen das, was wir gerne nehmen – und was zu bezahlen wir bereit sind. Im „Apple House“ heißt das vor allem: Es gibt reichlich. In der Menge und in der Auswahl.

Auch das Restaurant ist durchaus etwas größer geraten und hat Festsaalcharakter. Es gibt ein paar der typischen runden Tische, an denen man die Teller kreisen lassen kann, damit in guter chinesischer Manier jeder von allem probieren kann. Auch wenn offenbar (fast) jeder hier zum Buffet strebt, haben wir bei unserem ersten Besuch von der Mittagskarte gekostet. Das „Schweinefleisch mit Bambussprossen, Paprika und Morcheln (scharf)“ war nicht besonders scharf, aber schmackhaft, auch wenn wir Langnasen unter Morcheln eigentlich andere Pilze verstehen, aber das wäre für 7,50 Euro vielleicht auch etwas (zu) viel verlangt. Die „krosse Ente mit Gemüse“ (8,50 Euro) war wirklich kross und dennoch saftig, das Gemüse erwies sich als üppiges Sojasprossenbett mit ein paar Alibimöhrenstiften. Zum Mittagsgericht gibt es wahlweise eine „Pekinggulaschsuppe“ (die hier weniger festglibbrig ausfällt als bei den meisten Asiaten) oder eine Frühlingsrolle, bei der man sich trösten kann, dass der vegetarische Inhalt den Fettüberschuss der Hülle wieder ausgleicht. Immer gibt es hier vorweg einen grasgrünen Hauscocktail, der unter anderem aus Blue Curacao und Tonic Water gemischt wird und erfrischend wirkt. Das Einbecker Pils vom Fass (0,3 l für 2,60 Euro) hätte für uns allerdings ein, zwei Grad kühler sein dürfen.

Soweit man hier Service erlebt, ist der charmant, liebreizend und gastfreundlich. Aber die meisten Gäste bedienen sich eh lieber selbst: am Büfett. Das gibt es mittags für 7,90 Euro und abends für 13,90 Euro und an Sonn- und Feiertagen von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Happy-Hour-Preis von 9,90 Euro. Wer allerdings danach kommt, muss entweder die eine Stunde warten, bis das Abendbüfett neu aufgebaut wird – oder von der umfangreichen Karte auswählen. Es gibt obendrein eine Vielzahl von Spezialangeboten: Weintag, Herrentag, Damentag und zusätzlich den einen oder anderen Gutschein. Die Büfett-Auswahl dürfte ein Traum für All-inclusive-Esser sein.

Bei den Vorspeisen gibt es auch Sushi (die etwas schlichteren Varianten) samt pikanter Wasabicreme und Ingwerscheiben. Oder einen sehr pikanten Kohlsalat. Als Nachtisch bot man ein nicht sehr chinesisches „Tiramu Su“ neben Früchten und den üblichen Götterspeisegeleewürfeln. Und immerhin neun verschiedene Eissorten, die alle mit ein und derselben Eisschaufel herauszulösen wären. Aber auf dem Büfett finden sich ja auch noch herausgebackene Banane und Ananas.

Das Büfett ist üppig, reichlich und unterschiedlich raffiniert. Also für jeden etwas. Aber wirklich spannend ist der mongolische Grill. Man schaufelt selbst Gemüse und Fleisch (auch mit exotischen Sorten wie Strauß) oder Fisch (darunter Krabben, Tintenfisch und Lachs) auf den Teller, den man mit einer kleinen Klammer gekennzeichnet hat. Dann trägt man das zum Koch, der das alles zwar nicht in den Wok, aber doch auf eine Grillplatte schmeißt. Man kann zwar zuschauen, aber irgendwie scheint ihn das zu irritieren, weshalb wir darauf hingewiesen werden, dass das fertige Resultat dann an den (durch die Klammer zu identifizierenden) Tisch gebracht werde. Allerdings soll man vorher noch aus einer von sieben Saucen auswählen. Sehr viel Beratungshilfe gibt es dabei nicht, weshalb die meisten dann doch beim Knoblauchöl oder der (teilweise wirklich scharfen) Chilisauce landen. Das Ergebnis mundet. Und das Schöne für die Küchenmannschaft: Jeder Gast ist selbst verantwortlich für das, was er auf dem Teller hat. Das ist kurzweilig, amüsant und schmackhaft.

Was das alles allerdings mit einer „chinesischen Küche auf Sterne-Niveau“ zu tun haben soll, mit der man hier wirbt, bleibt offen. Vielleicht lassen die Chinesen die Sterne ja in den Werkstätten bauen, in denen auch echte Lacoste-Hemden und Louis-Vuitton-Taschen gebastelt werden. Es hat eben alles seinen Preis. Oder auch nicht.

Preisniveau: Günstig

Das Restaurant „Apple House“ in Mittelfeld im Branchenführer auf www.haz.de

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