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So schmeckt es in Beckmann`s Weinhaus

Kostprobe So schmeckt es in Beckmann`s Weinhaus

Beckmann’s ist ein Begriff. Und zwar schon seit mehr als 35 Jahren. Mit einer kurzen Pause von vier Jahren wird in der Calenberger Neustadt saisonales Essen zubereitet. Jetzt wurde renoviert. Grund genug für eine Kostprobe. Susanna Bauch war zu Gast in Beckmann`s Weinhaus.

Calenberger Straße 12, Hannover 52.37046 9.7277
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Inhaber Philipp Beckmann zeigt den Hauptgang Maltagliata.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Beckmann’s ist ein Begriff. Schon seit mehr als 35 Jahren, mit einer kurzen Pausen von vier Jahren, wird in der Calenberger Neustadt frisches saisonales Essen zubereitet – Konrad Beckmann eröffnete 1978 sein Lokal –, serviert in zwei getrennten Räumen, die sich eigentlich in all den Jahren kaum verändert haben. Bis vor Kurzem; über Ostern wurde renoviert. Das bedeutet aber in erster Linie, dass es nach frischer Farbe riecht, die Toilettenseife nun auch zu erwerben ist und das Team um Tochter Lena und Schwiegersohn und Koch Philipp Beckmann einen kleinen benachbarten Raum für Privatfeiern dazugewonnen hat. Familiär soll es hier zugehen, über der Gaststätte wohnen nicht nur die Inhaber mit ihren zwei Kindern, sondern auch deren Eltern und bis vor Kurzem auch noch die Großeltern.

Seit mehr als 35 Jahren ist Verlass auf Beckmann`s Weinhaus. Grund genug für eine Kostprobe. 

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Stammgäste haben bei Beckmann’s auch ihre Lieblingsplätze. Die einen biegen rechts ab in den etwas dunkleren, leicht zugigen Bistro-Bereich mit Treppe zur Toilette, die anderen gehen nach links zur breiten Fensterfront und nehmen Platz auf der Holzbank – obwohl die nicht gerade bequem ist. Bei unserem ersten Besuch ist Messezeit, und dennoch gibt es viele freie Tische. Offensichtlich hat sich in diesem Punkt doch einiges verändert, vor 20 Jahren wäre hier kein Stuhl frei geblieben. Auch Messegäste müssen sparen. Als Einstieg nehmen wir zwei Gerichte von der Tageskarte – eine Tafel, die über der offenen Küche die aktuellen Angebote anpreist. Das Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse und Pinienkernen (12,90 Euro) schmeckt intensiv nach dem Gemüse, der Käse hat eine gute Konsistenz und das schmackhafte Dressing mit leckerem Balsamico rundet das Gericht perfekt ab. Meine Begleitung bekommt frisches Rosenkohlpüree mit Parmesan (10,90 Euro). „Interessant, aber nicht wirklich aufregend“, lautet das Fazit. Wir teilen die Auffassung, dass unsere Vorspeisen von der Tageskarte zwar sehr lecker sind, aber gemessen an der Portion mit einem sehr stattlichen Preis versehen wurden.

Das Hauptgericht wählen wir von der Karte, einmal Saltimbocca vom Kalb mit Kartoffeln und frischem Gemüse (22,90 Euro) und Maltagliata (dünne Entrecote-Scheiben) auf Rucola und Parmesan (19,50 Euro). Das Entrecote ist hauchzart und nur kurz angebraten, eine köstlich- leichte Hauptgang-Variante. Beim Rucola wurde wieder das äußerst schmackhafte Dressing verwendet – eine runde Sache. Auch das Saltimbocca – drei flach ummantelte Fleischstücke – schmeckt zart und würzig zugleich, die Beilage knackig. Auch hier ist einzig der recht hohe Preis zu bemängeln – der sich auf der Karte allerdings auch nicht versteckt.

Da wir überschaubare Mengen verspeist haben, ist noch ein Nachtisch drin – und zwar Apfelcrunchy mit Birnensorbet von der Tageskarte für 6,90 Euro – empfohlen von der äußerst sympathischen und kompetenten Servicekraft. Wieder eine gute Wahl, diesmal auch reichlich und mit zurückhaltend süßer Streuselkruste. Da das Beckmann’s ja auch Weinhaus ist, haben wir zwei offene Rote bestellt: Giovito la Spinosa (0,25 l für 8 Euro) sowie Montepulciano (0,25 l für 9 Euro). Auch nicht gerade Schnäppchen, aber angenehm leicht zu Vorspeise und Fleisch.

Adresse

Beckmann’s 
Weinhaus
Calenberger Straße 12

30169 Hannover


Telefon: 131 68 91
info@beckmanns-weinhaus.de

Öffnungszeiten: Montag bis Sonnabend 18 bis 24 Uhr
Preise: Gehoben     

Wir kennen das Beckmann’s auch schon von vor 30 Jahren, damals zählten die Stühle vor der Tür mit Blick auf Angeberautos auf der Calenberger Straße zu unseren Lieblingsplätzen. Auf den Tellern landeten regelmäßig Nudelgerichte – bezahlbar für Studenten und immer wieder richtig lecker. Daran wollen wir bei unserem zweiten Besuch anknüpfen: Also bestellten wir nach einem leckeren Brotsalat (4,90 Euro) und hauchdünnem Carpaccio mit ordentlich Parmesan (10,90 Euro) zwei Portionen Spaghetti. Einmal mit Basilikum-Pesto, das mangels Basilikum durch Bärlauch ersetzt wurde (8,90 Euro). Die Mischung schmeckt, die Portion ist üppig, allein etwas trocken. Es hätte gerne etwas mehr Öl und von dem leckeren Bärlauch-Pesto in der Soße sein dürfen. Die Nudeln mit Spinat und Ziegenkäse (10,90 Euro) sind ebenfalls reichlich, die Zutaten angenehm geschmacksintensiv und mit frischen Kräutern und Gewürzen verfeinert – noch besser als früher! Dazu gibt es einen leichten aber feinen Bardolino (0,25l für 6,50 Euro) sowie einen klassischen weichen Chianti (0,25l für 8,50 Euro). Die frische und nicht zu süße Portion Panna Cotta (6,50 Euro) rundet den Abend ab.     

Mein Fazit:
Auf die (feine) Küche ist Verlass, auf die recht hohen Preise 
allerdings auch.     

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