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So gut ist der Thai in der Südstadt

HAZ-Kostprobe bei Mimi's Thaikitchen So gut ist der Thai in der Südstadt

Wer nicht den weiten Weg nach Thailand auf sich nehmen will um typische, thailändische Gerichte zu genießen, der kann auch einfach zur Hildesheimer Straße fahren. Dort gibt es authentische thailändische Küche zu moderaten Preisen.

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Lust auf Phad Grapau Muh? Mimi-Chefin Nungruthai Riem präsentiert das Gericht mit Schweinehack, grünen Bohnen, Paprika und Spiegelei, roten Zwiebeln und Reis.

Quelle: Foto: Katrin Kutter

Hannover. Was für ein Gewimmel: Wir haben die Personen auf dem Bild gezählt, konnten uns am Ende aber nicht einigen: Sind es 27 oder doch 28? Jedenfalls ist ganz schön viel los auf der Fototapete, die in der Südstadt in Mimi’s Thaikitchen einige Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Sie zeigt eine Straßenszene in Bangkok. Eine dieser typischen thailändischen Garküchen ist hier zu sehen: Junge Männer in gelben Schürzen teilen gebratene Nudeln oder Fisch aus, in Bottichen wird Geschirr abgewaschen. Jugendliche mit Motorrollern stehen herum. Es ist Abend, aber alles ist hell erleuchtet. So schnell ist man in Bangkok.

Informationen

Mimi’s Thaikitchen

Hildesheimer Straße 92
30169 Hannover
Telefon: (05 11) 76 85 97 36
www.mimis-thaikitchen.de
Geöffnet: montags bis 
sonnabends 11.30–15 Uhr 
und 17.30–21.30 Uhr

Preiskategorie: moderat (Hauptgerichte bis 15 Euro)

Und auch kulinarisch geht die Reise nach Thailand ganz fix. Die freundliche Bedienung sagte, dass es jenseits der Speisekarte auch „Grünes Thai-Curry mit Schweinefleisch, Auberginen und Thai-Basilikum“ gebe. Gerne doch. Das Curry war angenehm (aber nicht zu) scharf, das Schweinefleisch war schön zart, das Ganze war nicht spektakulär, aber für den Preis von 7,90 Euro absolut in Ordnung. Auch an den gebratenen Nudeln mit Hühnerfleisch (für 10,90 Euro) war nichts auszusetzen. Phad Thai Gai heißen die Nudeln, wenn sie mit Hühnerfleisch serviert werden, Phad Thai Muh, wenn - nein, nicht Rind - Schwein dabei ist. Der freundliche junge Mann, der die Speisen bringt, erklärt die Gerichte gern.

Bei den Schärfeangaben freilich ist Vorsicht geboten. Das Khao Phad Grapau Muh (10,90 Euro), das uns als „ein bisschen scharf“ annonciert wurde, vermochte, einem durchaus Schweißperlen auf die Stirn zu treiben - was aber nicht unangenehm war.

Uns war nach Nachtisch. Gebratene Banane sollte es sein. Hunger war eigentlich nicht mehr da, aber Appetit - wir fragten, ob der Nachtisch teilbar sei. Kein Problem. Die Banane musste frisch fritiert werden - und das dauert ein wenig. Zur Wartezeitüberbrückung gab es Eis. Einfach so. Unbestellt. Und sehr gut. In Mimi’s Thaikitchen wird das Eis selbst hergestellt. Mit reichlich Sahne. Gigantische Portionen wurden uns gebracht: eine mit grünem Tee, die andere Portion mit Durianfrucht, die auch als Stinkefrucht bekannt ist. Als Eis stinkt sie nicht, sondern schmeckt fruchtig irgendwie zwischen Ananas und Mango. Das unverlangte Eis war eine nette Geste, dieser Nachtisch vor dem Nachtisch ließ uns dann allerdings beim Kampf mit der gebratene Banane (für 3,90 Euro) doch kapitulieren.

Mimi’s Thaikitchen ist ein sehr authentisches Restaurant, und das liegt nicht nur an den thailändischen Radiosendern, die hier den Gastraum (auch mit interessanter Werbung des Landes) beschallen. Es liegt vor allem an den Speisen, die Nungruthai Riem, die Chefin, in der offenen Küche zubereitet. Sie wurde in Bangkok geboren und lebt seit 25 Jahren in Deutschland. Und sie kocht nach den Rezepten ihrer Mutter - die ab und zu auch in der Küche aushilft.

Auf dem Tresen, der die offene Küche vom Gastraum abgrenzt, steht ein kleines Schild mit einem Zitat von Oscar Wilde: „Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Ich bin immer mit dem Besten zufrieden!“ Ganz schön selbstbewusst. Aber nicht unpassend.

FAZIT

Authentische thailändische Küche in passender Atmosphäre.

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