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Italienische Küche

Ristorante Dante

Von Stefanie Gollasch

Bella Italia an der Bödeckerstraße! Das Ristorante „Dante“ legt einen sympathischen Neustart hin – und ist ein Gewinn für die Oststadt.
Nino Catone, Chef vom Ristorante „Dante“ in der Oststadt ist ein sympathischer Gastgeber.

Nino Catone ist ein charmanter Gastgeber.

© Martin Steiner

Oststadt. Nino Catone weiß, wie es geht. Der 46-jährige frisch gebackene Restaurantchef hat viele Jahre im „Fellini“ in der Voßstraße Signores und Signorinas mit seinem schlaksigen Charme begeistert. Jetzt hat er den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt: Das „Dante“ in der Bödekerstraße hat er Anfang Februar eröffnet – und es ist vom Start weg rappelvoll.

Wo bis vor Kurzem noch Kasi Hashemi mit dem „Cosy“ schickes junges Publikum lockte, soll es jetzt locker-italienisch zugehen. Trotz des nach wie vor etwas loungeartigen Ambientes klappt das erstaunlich gut. Beim ersten Besuch an einem Dienstagabend bekommen wir mit viel Glück noch einen Zweiertisch, es herrscht rege Betriebsamkeit. Mittendrin eilt Catone von Tisch zu Tisch, nimmt Bestellungen auf, beantwortet Fragen und ist genauso charmant wie eh und je.

Auch die Küche ist dem Ansturm gewachsen. Unsere Vorspeisen, ein gemischter Salat (5 Euro) für mich und Caprese (9 Euro) für meinen Begleiter kommen zügig. Der Salat ist eine appetitliche Mischung aus Blättern, Tomaten und Rucola, die Caprese mit Büffelmozzarella ist mit reichlich Pesto garniert. An meiner Saltimbocca (15,50 Euro)habe ich ebenfalls nichts auszusetzen. Das Fleisch ist hauchzart, und die Soße hat das buttrig-zitronige Aroma, das diesen Klassiker auszeichnet. Mein Mittester ist von der Gemüsebeilage zu seinen Lammkoteletts (17 Euro) nicht restlos überzeugt, weil sie ihm ein wenig einfallslos vorkommt. Außer dem etwas zu lange gegarten Spinat kann ich allerdings keinen Makel entdecken – zumal die deutsche Vorliebe für Drei-Komponenten-Tellergerichte auch noch so entgegenkommende Mittelmeerköche selten zu überdurchschnittlicher Kreativität bei den Beilagen anspornt.

Der sizilianische Bendico, eine Cuvée aus Nero d’Avola, Merlot und Syrah, hingegen gefällt uns beiden ausgesprochen gut. Die 6 Euro pro 0,2-Liter-Glas gehen daher auch in Ordnung, und 4,90 Euro für eine große Flasche Pellegrino sind auch noch weit genug entfernt von der preislichen Oberkante.

Da das „Dante“ auch mittags geöffnet hat und täglich ein dreigängiges Mittagsmenü anbietet, legen wir unseren zweiten Besuch in die Tagesmitte. Zunächst sind wir fast die einzigen Gäste und sichern uns sofort ein sonniges Plätzchen an der großen Fensterfront. Während wir zwischen Menü und normaler Karte schwanken, füllt sich das Lokal zusehends.

Von der Sonne und der fröhlichen Stimmung beflügelt, lassen wir das Mittagsmenü links liegen und bestellen von der regulären Karte. Meine Begleiterin nimmt vorweg ein Carpaccio mit warmen Steinpilzen (10,50 Euro), deren Hitze – kleiner Schönheitsfehler – die hauchdünnen Fleischscheiben angegart hat. Mein Vitello Tonnato (10,50 Euro) ist im Prinzip in Ordnung, etwas weniger der durchaus gelungenen Sauce hätte es aber auch getan. Uneingeschränkt zufrieden bin ich dann mit meiner Pizza Dante. Der zugleich knusprige und saftige Teig ist großzügig mit Parmaschinken, Rucola und Pinienkernen belegt – eine perfekte Kombination.

Meine Mitstreiterin verzehrt derweil genüsslich ihren Seeteufel (19,50 Euro), der durch einen Speckmantel schön saftig geblieben ist. Der dazu gereichte Salat ist eher schlicht, aber frisch und üppig.

Da wir uns nicht für ein Dessert entscheiden können, bittet der aufmerksame Kellner die Küche um eine Spezialanfertigung. Für absolut faire 6 Euro bekommen wir dann einen wunderschön dekorierten Teller mit zwei knusprigen, cremegefüllten Profiteroles und einem kapitalen Stück Tiramisu. Der Plan, wenigstens beim Dessert nicht mehr so unverschämt viel zu essen, ist damit natürlich gescheitert. Nach einem Cappuccino (2,30 Euro) habe ich aber dennoch das Gefühl, nichts verkehrt gemacht zu haben. Und so ein Stündchen Dolce Vita am Mittag lässt den Rest des Tages gleich viel sonniger aussehen ...

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Das Ristorante „Dante“ in der Oststadt im Branchenführer

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