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So schmeckt das Essen im Restaurant Amadeus

Kostprobe So schmeckt das Essen im Restaurant Amadeus

Das Hotel-Restaurant Amadeus überzeugt den Gaumen, gibt im Service aber Rätsel auf. HAZ-Redakteur Ronald Meyer-Arlt hat in Isernhagen-Altwarmbüchen Burger, Ceasar´s Salad und Medaillons von Schwein, Pute und Rind probiert.

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Kostprobe im Amadeus Altwarmbüchen: Hotelfachfrau Virginia Busse mit gegrilltem Rumpsteak samt Schmortomaten, Kräuterbaguette und Ofenkartoffel.

Quelle: Jan Philipp Eberstein

Hannover. Das war ja nun kein ausgefallener Wunsch: Wir hatten Cocktails auf der Speisekarte entdeckt und baten die Bedienung, den Mai Tai doch deutlich vor dem Essen zu servieren. Oder die Speisen erst dann, wenn das Getränk ausgetrunken wäre. Was wir nicht wollten: ein Cocktail zum Essen. Was aber kam? Tja: der Mai Tai zum Spargel. Keine gute Kombination.

Und das, obgleich die erste Servicekraft (von insgesamt vieren, mit denen wir es an diesem Abend zu tun hatten) versicherte, dass das überhaupt kein Problem sei und dass der Cocktail natürlich deutlich vor den Gerichten serviert werden würde.

Später, der Spargel und die Fleischvariationen erkalteten währenddessen auf dem Tisch, kam der Barmann an den Tisch und erklärte wortreich, dass er die Cocktailbestellung nicht gleich bearbeiten konnte, weil im Nebenraum eine größere Gesellschaft kurz zuvor mehrere Bestellungen aufgegeben habe. Aha.

Gegrilltes Rumpsteak, Burger und Ceasar´s Salad stehen unter anderem auf der Speisekarte im Restaurant Amadeus in Isernhagen-Altwarmbüchen. Im Garten werden die Besucher beim Plätschern eines Springbrunnens in Urlaubsstimmung versetzt.

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Kurz zuvor hatte uns Bedienung Nummer zwei ein Körbchen mit Baguette und eine Näpfchen mit einer weißen Creme wortlos auf den Tisch geknallt. Die Frage, was denn das für eine Creme im Näpfchen sei, blieb unbeantwortet. Wir konnten sie nicht stellen, so schnell war Bedienung Nummer zwei verschwunden. Was den Service betrifft, war unser erster Besuch im Hotelrestaurant Amadeus in Isernhagen-Altwarmbüchen ein Desaster.

Aber geschmacklich war die Sache dann doch nicht so übel, wie es der merkwürdig ungastliche Rahmen vermuten ließ. Der Spargel hatte Geschmack und Biss, die Medaillons von Rind, Schwein und Pute des „Mixed Grill“-Tellers (für 15,90 Euro) waren allesamt recht zart – und obgleich zuvor niemand gefragt hatte, wie denn das Rindfleisch durchgegart werden sollte, war es mit knapp medium dann doch recht gelungen. Hier zeigt sich eine grundsolide Küche ohne Chichi und Sperenzchen.

Amadeus

Graugansweg 21–22
30 916 Isernhagen/
Altwarmbüchen
Telefon: (05 11) 61 35 34
E-Mail: info@hotel-amadeus.de

Täglich geöffnet, warme
Küche von 9 bis 22 Uhr

Preiskategorie: moderat

Vielleicht hatte der Service nur einen schlechten Tag oder war überlastet. An einem Sonntag versuchten wir es erneut. Ob denn am Abend noch ein Tisch zu haben wäre, fragten wir am Nachmittag. „Ja, schon“, ließ man uns am Telefon wissen, aber an diesem Tag habe man zwei Hochzeiten zu bewirten, da würde man sich nicht so richtig um uns kümmern können. Besser, wir kämen ein andernmal. Danke für die Warnung! Solche Offenheit ist gut.

Also kamen wir ein andernmal. Weil es so ein schöner warmer Sommerabend war, blieben wir draußen im Garten. Lauschig ist es hier. Ein bisschen wie Urlaub in der Stadt. Das Hotel Amadeus liegt mitten in einem Wohnviertel aus Einfamilienhäusern mit roten Klinkerfassaden. Auf dem Wendehammer spielen Kinder.

Der Springbrunnen plätschert, Gäste lachen, irgendjemand raucht Zigarre. Wir hatten viel Zeit, das alles zu bestaunen, denn der Service ignorierte uns weitgehend. War wieder irgendwo eine Hochzeitgesellschaft zu bewirten? Es sah nicht so aus. Irgendwann konnten wir aber doch bestellen. Die Bestellung ging glatt über die Bühne, dann aber kam der Kellner an den Tisch zurück und fragte, was denn für eine Soße zum Cesar’s Salad serviert werden sollte. Kurze Irritation. Vorsichtig fragte ich: „Cesar’s-Salad-Soße vielleicht?“.

Preiskategorien

günstig (Hauptgerichte bis 10 Euro),
moderat (bis 15 Euro), gehoben (um 20 Euro)
Alle Kostproben auf

Der Cesar’s Salad (9,90 Euro) überraschte mit reichlich Cocktailtomaten und mit einer eher zahmen Sauce, bei der die Sardellen, die dort hineingehören, kaum zu erahnen waren. Echter Cesar’s Salad geht eigentlich anders. Immerhin waren die Croutons schön knusprig und die Salatblätter schön knackig. Und auch der Hamburger mit Bacon (12,90 Euro), der danach kam, war ganz in Ordnung.

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