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„Trattoria da Giorgio“: Zurück zu den italienischen Wurzeln

Italienische Küche „Trattoria da Giorgio“: Zurück zu den italienischen Wurzeln

Um die „Ecke zum Italiener“ ist längst eine feststehende Redewendung. Aber wo gibt es sie noch, die kleine Trattoria mit klassischer Speisekarte, familiärer Atmosphäre und dem Rundum-Wohlfühl-Paket? Italienisch-familiär geht es zu in der „Trattoria da Giorgio“ in Linden. Hier ist der Kunde zu Gast bei Freunden.

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Angela Mele serviert Brot und Wein.

Quelle: Martin Steiner

Linden. Um die „Ecke zum Italiener“ ist längst eine feststehende Redewendung. Aber wo gibt es sie schon noch, die kleine Trattoria mit klassischer Speisekarte, familiärer Atmosphäre und dem Rundum-Wohlfühl-Paket? Wenn man genau hinsieht, findet man sie sehr wohl. Zum Beispiel an der Falkenstraße in Linden. Seit Jahrzehnten wird dort in der Trattoria da Giorgio solide italienische Kost aufgetischt – offenbar so solide, dass das Restaurant eine große Stammkundschaft hat. Also nichts wie hin zum Italiener „um die Ecke“. Es ist ein schöner, aber kalter Juliabend, und wir sind froh, von der lauten, windigen Falkenstraße in den Gastraum treten zu können. Erster Eindruck: rustikale Gemütlichkeit. Die weiß verputzten oder rot geklinkerten Wände, der Terrakottafußboden und die dunklen Lederstühle geben ein stimmiges Bild. Die Tische sind mit blütenweißem Stoff gedeckt, und auch die Blumenfensterbank neben unserem Tisch ist blitzblank – Pluspunkt für einen sehr gepflegten Gesamteindruck.

Und dann kommt Angela. Zusammen mit ihrem Mann Piero Giorgio Mele führt sie die Trattoria, und schnell wird klar, dass sie die Seele des Geschäfts ist. Mit wohldosierter Herzlichkeit begrüßt sie uns (Stammgäste wie etwa die Gruppe am Nebentisch sind wir ja noch nicht) und reicht uns die Speisekarte. Die ist umfangreich und enthält alle Standards der italienischen Küche. Ich entscheide mich schließlich für eine halbe Portion des Tagesgerichts, Spaghetti mit Pfifferlingen (5 Euro), vorweg und für Saltimbocca (17,50 Euro) als Hauptgericht. Die Pasta ist ein wunderbarer Auftakt: Feine, bissfeste Spaghetti mischen sich mit aromatischen Pfifferlingen, frischen Tomatenwürfelchen und einem Hauch Schärfe zu einem sommerlich-leichten Gericht. Auch die Saltimbocca sind genau so, wie ich sie mag: saftiges, zartes Fleisch, würziger Schinken – und Salbei, der nicht als schlaffes Blatt teeiges Aroma entfaltet, sondern pfiffigerweise kross frittiert auf den Kalbsschnitzelchen thront. Dazu gibt es ein wenig Gemüse und ein paar angeröstete Kartoffeln, mit denen sich die angenehm zitronige Soße gut aufnehmen lässt.

Meine Begleiterin hat sich für das Tagesgericht Ossobuco (15 Euro) entschieden und bereut es keine Sekunde lang. Das geschmorte Kalbfleisch ist butterzart, die Soße sämig-würzig. Zu beiden Gerichten passt sehr gut der Primitivo di Manduria (25 Euro) aus Apulien. „Der Wein kommt da her, wo ich auch herkomme“, verrät Angela und empfiehlt ihn uns wärmstens. Ein guter Rat, denn der zugleich fruchtige und samtige Rote gefällt uns ausnehmend gut.

Ein klein wenig geschwächelt wird dann nur beim Dessert. Die Cassata (4,50 Euro) wirkt, als habe sie schon ein wenig zu lange in der Tiefkühltruhe auf Interessenten gewartet. Anschließend gibt es aber noch einen Grappa aufs Haus, und so ist der kleine Hänger schnell verziehen.

Der zweite Besuch an einem Mittag gilt den Standards. Meine Salami-Pizza (7 Euro) ist, wie sie sein soll: Nicht zu dick, nicht zu trocken und vor allem nicht von furchterregender Größe. Und dadurch so bekömmlich, dass sie mich nicht für den Rest des Tages lahmlegt. Mein Begleiter ist mit der zarten Kalbsleber in Butter und Salbei (17,50 Euro) ebenfalls sehr zufrieden und verputzt die ganze üppige Portion. Am Ende bleibt wohlige Zufriedenheit – und die beruhigende Gewissheit, dass es den Italiener „um die Ecke“ auch im hippen Linden noch immer gibt.

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