Umpumpen? Das bei der Rotweinbereitung erforderliche Durchmischen der Traubenschalen und des gärenden Mostes, der von oben den Tresterhut (die festen Bestandteile der gekelterten Trauben, die auf dem Most eine kompakte Masse bilden) berieselt. Fördert die Extraktion von Farb- und Geschmacksstoffen aus der Beerenhaut.
Verkehrsfähig? Das Adjektiv beschreibt nicht etwa den Zustand des Weintrinkers, sondern den des Weines: Entspricht er den gesetzlichen Anforderungen, gilt er als verkehrsfähig und darf – mit amtlicher Prüfnummer versehen – verkauft werden.
Weinsiegel? Mit ihnen prämiert die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) bestimmte Weine zusätzlich zur amtlichen Qualitätsprüfung. Neben dem roten Standardsiegel gibt es ein grünes für halbtrockene und ein gelbes für trockene Weine. Kenner schätzen den Informationswert eher gering.
Zweitwein? Die großen Châteaux im Bordelais produzieren neben ihrem „Grand Vin“ oft einen zweiten Wein, meist aus jüngeren oder nicht ganz perfekten Trauben, der um einiges preiswerter ist – aber noch lange nicht billig. Beim Château Latour heißt er etwa „Les Forts de Latour“ (in guten Jahren sehr empfehlenswert), beim Château Margaux heißt er „Pavillon Rouge“.
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