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Wenn die Brombeeren nicht mehr reifen wollen

Grüner Daumen Wenn die Brombeeren nicht mehr reifen wollen

Die Gallmilbe kann Sträuchern zu schaffen machen – unsere Expertin empfiehlt rapsölhaltige Pflanzenschutzmittel.

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Erika Brunken ist Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie der Landwirtschaftskammer in Bad Zwischenahn. Sie berät Gartenliebhaber und hält Vorträge und Seminare zu Gartenthemen. Der Garten ist ihre Leidenschaft.

Ich habe einen neun Jahre alten Walnussbaum von einer Baumschule. Er trägt eine normale Menge an Nüssen. Die Schalen der Früchte bekommen jetzt schwarze Flecken. Dann werden diese Walnüsse vor der Reife fallen gelassen. Können Sie mir sagen, wie diese Krankheit bekämpft werden kann? Edeltraut Rust

Junge Früchte von Walnüssen können vom Bakterienbrand befallen werden. Auf Blättern, jungen Trieben oder jungen Früchten bilden sich schwarze, punktförmige Flecken, die sich später flächig ausbreiten, oft umgeben von einem gelben Rand. Befallene Nüsse oder Blätter werden frühzeitig fallen gelassen. Für Bakteriosen gibt es keine Pflanzenschutzmittel. Da die Bakterien auf dem Falllaub, den Fruchtschalen und befallenen Nüssen überwintern, sollte man diese entfernen.

Ich habe im März 2014 zwölf große Smaragdthujas in der Größe von 1,70 Metern gekauft, immer gewässert und auch gedüngt. Von den zwölfen musste ich schon zwei entsorgen. Zwei weitere werden von unten trocken. Alle anderen sind schön grün. Sie wurden vom Baumschulenbetrieb eingepflanzt. Der meinte, es könnte der Dickmaulrüssler sein. Meine Frage an Sie: Was kann ich tun? Jürgen Bendrich

Es ist möglich, dass Ihre Lebensbäume der Sorte Smaragd von den Larven des Dickmaulrüsslers befallen sind. Jedoch schaffen es die Larven, die an den Wurzeln fressen, in der Regel nicht, solche großen Pflanzen zum Absterben zu bringen. Eine Ferndiagnose ist hier immer schwierig. Haben Sie einen lehmigen Boden? Dann kann ein zu häufiges Gießen zu Staunässe führen, gerade wenn Sie eine Hecke gepflanzt und dafür einen Pflanzgraben ausgehoben haben.

Unsere Goldulme, zwölfJahre alt und circa sechs Meter hoch, hatte in den vergangenen zwei Jahren schon immer Pickel auf der Unterseite ihrer Blätter. Nun zeigt sie dieses Jahr nur ganz kleine Blättchen. Können Sie uns sagen, was sie hat und wie wir ihr helfen können? Klaus Brancaglio

Wir hatten zwei Jahre mit ausgedehnten Trockenphasen. Diese führen dazu, dass die Pflanzen wenig Wasser aufnehmen und damit auch wenig Nährstoffe. Ihre Goldulme ließe sich nicht von kleinen Pickeln auf den Blättern im Wachstum beirren. Sie stammen von Gallmilben als Reaktion auf den Einstich zur Eiablage. Wahrscheinlich leidet Ihre Ulme an Wasser- und Nährstoffmangel. Daher sollten Sie sie im kommenden Frühjahr düngen und wenn es wieder sehr trocken wird, wässern.

Wir hatten vor etwa 15 Jahren einen dornenlosen Brombeerstrauch gepflanzt, der viele Jahre sehr schön getragen hat. Seit zwei bis drei Jahren jedoch werden die vielen Beeren nicht mehr richtig reif und sind - bis auf ganz wenige Ausnahmen - ungenießbar. Hat der Brombeerstrauch sein Lebensalter erreicht? Rosemarie Brinkmann

Das Lebensalter und die ungenügende Abreife der Beeren beziehungsweise die Ungenießbarkeit hängen meines Erachtens nicht zusammen. In manchen Jahren reifen die Beeren nicht ab, besonders bei späten Sorten, wenn die Witterung im September oder Oktober zu kühl ist. Sind die Beeren ungleich ausgereift, das heißt, einige Bereiche der Früchte sind rot und andere dunkel, kann dies auf einen Befall mit der Brombeergallmilbe hinweisen. Dann die verdächtigen Beeren und Fruchtmumien sorgfältig entfernen und die abgetragenen Ranken im Herbst stark zurückschneiden. Der Einsatz rapsölhaltiger Pflanzenschutzmittel im Frühjahr wäre möglich: einmal nach dem Austrieb bei etwa zehn Zentimetern Trieblänge und Folgebehandlungen nach zehn Tagen sowie kurz vor der Vollblüte.

Sie haben auch Fragen an unsere Experten? Bitte schreiben Sie uns per E-Mail an garten@haz.de.

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