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Der Weg zum grünen Paradies Einen Anfang finden

Die Natur liegt noch im Winterschlaf – nun ist die beste Zeit für Pflanzenfreunde, um Pläne für die Gestaltung ihres Gartens zu schmieden. Wie das gelingen kann, zeigt Teil 1 unserer Garten-Plan-Serie.

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Steht der Busch dort richtig? Es klingt banal, aber wer einen Garten umgestalten möchte, sollte ihn zunächst gründlich inspizieren und den Grundriss einmal aufzeichnen.

Quelle: dpa

Sie möchten einen neuen Garten anlegen oder den bestehenden verändern? Dann ist der Winter der richtige Zeitpunkt, um Pläne zu schmieden. Wenn die Natur eine Pause einlegt und weder gepflanzt, gegossen oder gejätet werden muss, haben Gartenbesitzer den Kopf für neue Projekte frei. Bevor Sie Pläne schmieden, ist es wichtig, den Bestand zu kennen – selbst dann, wenn Sie die konkrete Gestaltung und Ausführung Profis überlassen möchten. Je genauer Sie den Garten und sich selbst kennen, umso leichter wird die spätere Umsetzung der Ziele fallen.

Beobachtungen notieren

Rundgang - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Es klingt banal und ist doch so wichtig. Jedes neue Projekt beginnt mit dem genauen Blick auf das, was ist. Machen Sie sich mit Ihrem Garten vertraut. Wenn die Bäume das Laub abgeworfen haben und die Stauden noch keine Triebe zeigen, wird die Struktur der Anlage sichtbar. Gehen Sie bewusst durch den Garten und fragen Sie sich selbst: Was gefällt Ihnen gut, was nicht? Lassen Sie das Gartenjahr Revue passieren: Gab es einen Lieblingsplatz im Garten? Welche Teile haben Sie gar nicht genutzt? Wo haben Sie sich besonders wohlgefühlt und wo nicht? Beziehen Sie ruhig auch die Umgebung des Gartens mit ein: Gibt es Blickbezüge, die Ihnen besonders gut gefallen? Vielleicht ist es auch umgekehrt und die Aussicht, zum Beispiel auf benachbarte Gebäude, stört Sie. Schreiben Sie Ihre Eindrücke in ein Notizbuch, das Sie exklusiv für Ihren Garten reservieren. Sie werden es in den nächsten Wochen sicher immer wieder zur Hand nehmen. Dabei geht es zunächst nur um das aufmerksame Beobachten. Am Anfang brauchen Sie noch nicht nach Ursachen oder Lösungen suchen. Halten Sie das, was Ihnen auffällt, zunächst einfach fest.

Licht und Schatten berücksichtigen

Beim Blick auf den Garten geht es nicht nur darum, die eigenen Eindrücke zu notieren. Jeder Garten wird von Gegebenheiten beeinflusst, die das Gelände prägen und die Weichen für die Gestaltung stellen. Allen voran die Ausrichtung des Grundstücks: Gehen Sie zu verschiedenen Tageszeiten durch den Garten und beobachten Sie den Lauf der Sonne: Welche Stellen sind von ihr verwöhnt, wo sind halbschattige oder schattige Lagen? Dabei ist Schatten nicht gleich Schatten: Der Boden unterhalb eines Laubbaums ist nur in den Sommermonaten beschattet, im Frühjahr dringt genug Licht hindurch, um Schneeglöckchen, Blausternchen und andere Frühlingsblüher gedeihen zu lassen. Die Nordseite eines Gebäudes wird hingegen schattig bleiben. An anderen Stellen sind Gehölze möglicherweise größer gewachsen als gedacht und beschatten die darunter liegenden Beete. Registrieren Sie diese Unterschiede: Welche Teile des Gartens werden ganzjährig beschattet und an welchen Stellen ließe sich der Standort verändern? Ob Sie tatsächlich Bäume oder Sträucher entfernen möchten, können Sie später entscheiden. Registrieren Sie zunächst nur, welche Orte im Garten heller werden könnten und welche nicht.

Licht und Schatten lassen sich mit bloßem Auge gut erkennen und entscheiden darüber, wo es im Garten besonders warm und wo eher frisch ist. Doch auch die Anordnung des Gebäudes oder der Mauern und Hecken prägen das Mikroklima: Im Schutz einer wärmespeichernden Mauer könnten empfindliche Pflanzen gedeihen, die an anderen Stellen des Gartens möglicherweise eingehen würden. Es ist verblüffend, wie groß die Unterschiede innerhalb einer relativ kleinen Fläche sein können. Nach Schneefällen lassen sich diese besonders gut erkennen: Sobald es etwas wärmer wird und die weiße Pracht zu schmelzen beginnt, sollten Sie genau hinschauen. Beobachten Sie, an welchen Stellen der Schnee zuerst taut und wo er am längsten liegen bleibt. So werden die Wärmeverhältnisse im Garten deutlich sichtbar und Sie können später besser entscheiden, welche Pflanzen zum jeweiligen Standort passen.

Ist der Boden sandig oder schwer?

Bodenprobe - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Neben Licht und Wärme gehört der Boden zu den wichtigsten Faktoren, die den Garten prägen. Wenn Sie Ihren Garten schon längere Zeit bearbeiten, werden Sie wissen, ob der Boden eher lehmig und schwer oder sandig ist. Falls Sie den Garten übernehmen oder neu anlegen, liefert eine einfache Probe mit der Hand einen ersten Eindruck: Nehmen Sie eine walnussgroße, feuchte Portion Erde und rollen Sie das Substrat zwischen den Handflächen. Lässt es sich gut formen, überwiegen die Tonanteile im Boden. Bröselt die Erde, haben Sie einen eher sandigen Boden. Solche Substrate müssen öfter gegossen werden, lassen sich dafür aber leicht bearbeiten.

Zum Abschluss der Bestandsaufnahme lohnt es sich, eine Skizze zu machen. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um einen Überblick, der Ihnen für die weiteren Schritte helfen soll. Für den Anfang reicht normalerweise der Maßstab 1:100. Ein Zentimeter auf dem Papier entspricht in diesem Fall einem Meter in der Praxis. Zeichnen Sie die wichtigsten Bestandteile des Gartens, die Gebäude und die Himmelsrichtungen ein. So können Sie auf einen Blick erkennen, was ist, und werden mit dieser Grundlage besser entscheiden können, was werden soll.

Von Stefanie Syren

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