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Nachschub fürs Gemüsebeet

Die besten Lückenfüller Nachschub fürs Gemüsebeet

Der Sommer hat gerade erst begonnen – und schon müssen Gärtner erste Lücken füllen. Nach und nach wird alles geerntet. Im Gemüsebeet entstehen dann unschöne Lücken. Es ist also höchste Zeit, um für Nachschub zu sorgen.

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Mit Rucola und Radieschen lassen sich Lücken in Direktsaat wunderbar füllen.

Quelle: dpa

Hannover. Im Juni und Juli sind meine Gemüsebeete proppenvoll. Salat, Bohnen, Kohlrabi, Mangold und Brokkoli stehen dicht an dicht - es ist eine Pracht. Aber nach und nach wird alles geerntet. Im Gemüsebeet entstehen dann unschöne Lücken. Es ist also höchste Zeit, um für Nachschub zu sorgen.

Das sollte man auf jeden Fall immer rechtzeitig tun. Der Sommer hat gerade erst angefangen, es können also noch eine ganze Menge Pflanzen in die Erde. Es ist nicht ganz einfach, immer zur richtigen Zeit Jungpflanzen zur Hand zu haben, aber es lohnt sich. Ich versuche, jede Woche ein paar Samen in vorbereitete Töpfe zu stecken. Meist nehme ich Töpfchen mit sieben bis neun Zentimeter Durchmesser und fülle sie zu zwei Dritteln mit guter Garten- oder Blumenerde. Obendrauf kommt eine dünne Schicht magerer Anzuchterde. So finden die Gemüsepflanzen in jeder Wachstumsphase die Nährstoffe, die sie brauchen, und ich spare mir das Pikieren und Umtopfen. Zwei, drei Brokkolisamen, fünf Salate, ein bisschen Mangold - das reicht schon. Was ich nicht unterbringen kann verschenke ich oder es landet - was eher selten vorkommt - auf dem Kompost.

Gemüse gegen Unkraut

Viel häufiger versäume ich es, Gemüse rechtzeitig vorzuziehen. Dann hilft nur noch die Fahrt zum Gartenmarkt, um Lücken zu füllen. Dort gibt es Gemüsepflanzen in der passenden Größe, aber leider nur im Zwölferpack. So viel Platz für eine einzige Sorte habe ich selten. Schade eigentlich, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, ein gemischtes Gemüsesortiment anzubieten. Ich helfe mir, indem ich die überzähligen Pflanzen mit meinen Gartennachbarn teile. Das ist ganz schön viel Aufwand, nur um Lücken zu füllen. Aber es gibt einen guten Grund, warum ich keine Löcher in meinem Gemüsegarten haben will. Dort wächst Unkraut besonders gut.

Es keimt, sobald es genug Sonne und Wasser abbekommt. Da fülle ich die Löcher doch lieber mit Gemüsepflanzen. Wenn man keine Lust auf die vielen Anzuchttöpfchen hat, die ja auch regelmäßig Wasser brauchen, ist ein extra für die Nachzucht vorbehaltenes Beet eine gute Alternative. Ein Frühbeet ist dazu bestens geeignet und bietet gleichzeitig Schutz vor gefräßigen Vögeln und Schnecken. Ich säe die Samen mit großem Abstand, dann lassen sich die jungen Gemüsepflanzen später besser verpflanzen, ohne dass das Wurzelwerk der Nachbarpflanze beschädigt wird.

Radieschen für die Lücken

Einige Pflanzen säe ich direkt in die Lücken. Wichtig ist, dass sie zügig wachsen und die Nachbarpflanzen nicht zu riesig sind. Mit Rucola und Radieschen lassen sich Lücken in Direktsaat wunderbar füllen. Auch Schnitt- und Pflücksalate sind gut geeignet. Ich mag die asiatischen Sorten sehr gern. Sie wachsen rasend schnell und schmecken schön würzig.

Manchmal säe ich auch Mangold, Rote Bete und Spinat in die Lücken und ernte dann nicht die ausgewachsenen Pflanzen, sondern die kleinen Blätter. Das geht, sobald sie eine Handbreit hoch sind. Man kann sie unter den Salat mischen oder in Olivenöl und Knoblauch gedünstet mit Pasta servieren.

Autorin Anja Klein liebt ihren Garten. Was dort passiert, beschreibt sie auf dem Blog www.der-kleine-horror-garten.de  .

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