Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Wünsche wachsen lassen

Bepflanzungsideen sammeln Wünsche wachsen lassen

Blumen, Gemüse, Beeren. Schön grün soll der Garten im Frühjahr und Sommer werden. Doch was soll wo wachsen? Bevor die Traumbepflanzung in einen Plan mündet, müssen Ideen gesammelt werden. Teil 2 unserer Garten-Plan-Serie.

Voriger Artikel
Einen Anfang finden
Nächster Artikel
Ein Heim aus Glas für Mensch und Pflanzen

Es grünt so grün - aber nur, wer jetzt schon mit der Gartenplanung beginnt.

Quelle: Fotolia

Nichts ist unmöglich? Das wäre auch im Garten übertrieben, doch oft lassen sich mehr Wünsche erfüllen, als zunächst vermutet. Von den gegebenen Verhältnissen sollten sich Hobbygärtner nicht entmutigen lassen. Auch wer auf einem vermeintlich schwierigen Standort mit staubiger Erde und alten Bäumen gärtnert, sollte sich eine Gedankenreise in den zukünftigen Garten gönnen und der Fantasie freien Lauf lassen. Das Sammeln von Inspirationen kann dabei als angenehme Auszeit dienen: Ein Gartenbuch, ein paar Zeitschriften oder auch die Tageszeitung können Anregungen bieten.

Frisch geplant, ist halb geerntet: Die Zeit im Winter kann genutzt werden, den geeigneten Platz im Garten zu finden, um Gemüse anzupflanzen.

Frisch geplant, ist halb geerntet: Die Zeit im Winter kann genutzt werden, den geeigneten Platz im Garten zu finden, um Gemüse anzupflanzen.

Quelle: istock

Inspirationsqullen suchen

Je entspannter die Planung angegangen wird, umso besser. Die Ideen müssen nicht am Schreibtisch entstehen. Wer gerne andere Gärten besucht, hat vielleicht Fotos davon oder einige Pflanzenkombinationen notiert, die ihm besonders gut gefallen haben. Doch wohin mit den Ideen? Das Gartennotizbuch hilft und doch fällt es in diesem Anfangsstadium leichter, mit Bildern zu arbeiten. Hier ist eine Sammelmappe nützlich – dazu ein paar Zentimeter im Regal für das ein oder andere Gartenbuch. So hat das Projekt einen festen Platz. Auch eine Pinnwand oder ein Memo-Bord sind praktisch, wenn die Inspirationen als Bild oder Collage festgehalten werden soll. Wer mag, kann Bilder und Fotos aus Zeitschriften ausschneiden, die dann als Ideen weiterwachsen können.

Ideen ein Zuhause geben

Wer lieber konkreter arbeiten möchte, kann den Garten in kleinere Bereiche unterteilen und mit Farben arbeiten: Ideen und Fotos für die Terrasse bekommen beispielsweise die Farbe Gelb, der Vorgarten die Farbe Grün. Mit Haftnotizen in den jeweiligen Farben, können die passenden Stellen in den Gartenbüchern markiert werden.  

Sinnvoll kann es auch sein, den Katalog eines Blumenzwiebel-, Samen- und Pflanzenversandhandels durchzustöbern. Selbst wer nichts bestellt, findet hier Informationen zu Aussaat- und Blühzeiten. Auch ein Gang in die örtliche Gärtnerei oder eine in der Nähe liegende Baumschule ist zu empfehlen.

Von der Collage zur Wunschliste

Mag sein, dass die Ideensammlung aus Bildern ein wenig an Basteleien aus der Kindheit erinnert, doch gerade diese spielerische Herangehensweise hilft, herauszufinden, welche Atmosphäre und welche Farbkombinationen in den Garten passen könnten. Konkrete Wünsche und Ansprüche an den Garten findet am besten heraus, wer sich selbst einige Fragen stellt. Wie wird der Garten jetzt genutzt und wie soll er in Zukunft genutzt werden? Wird ein Spielfläche  für Kinder oder eine Auslauffläche für den Hund benötigt? Soll eigenes Obst und Gemüse geerntet werden? Ist der Garten ein Rückzugsort zum Lesen oder steht das Arbeiten im Freien im Mittelpunkt? Soll einen Teich oder ein Wasserspiel im Garten entstehen? Gibt es schattige Plätze für den Hochsommer? Die Fragen ließen sich fortsetzen und die Antworten samt den dahinterstehenden Bedürfnissen sind selbstverständlich individuell. Nicht alle Wünsche sind erfüllbar, aber in diesem frühen Stadium der Planung steht die Freude am Garten im Mittelpunkt. 

Auch Kinder freuen sich über eine kleine Spielecke im Grünen. Wie wäre es mit einem kleinen Sandkasten?

Auch Kinder freuen sich über eine kleine Spielecke im Grünen. Wie wäre es mit einem kleinen Sandkasten?

Quelle: istock

Was wirklich wichtig ist

Die Wünsche sollten erst einmal ruhen. Mit ein wenig Abstand wird häufig schneller klar, was wirklich wichtig ist. Ein Küchengarten mit knackigen Radieschen und süßen Himbeeren klingt gut? Wer momentan wenig Zeit für die Pflege hat oder häufig auf Reisen ist, sollte diesen Wunsch zugunsten von Bedürfnissen, die im Leben gerade wichtiger sind, verschieben. Wer Gemüsesetzlinge immer wieder nachpflanzen muss, weil keine Zeit für die Pflege ist, sollte sich besser keinen Küchengarten anlegen. Denn dann bereitet dieser mehr Frust als Freude. Hinzu kommt: Kaum ein Hobbygärtner nutzt den Garten allein. Darum werden auch die Wünsche der anderen Familienmitglieder die Wunschliste mitbestimmen. Mit kleinen Kindern sind Rasenflächen oder ein Sandkasten sehr wichtig. Auch wer keinerlei Wert auf einen Rasen legt, erleichtert sich den Alltag, wenn die Kinder im Garten spielen und toben können. Schon nach wenigen Jahren wird diese Nutzung an Bedeutung verlieren und der Rasen kann umgestochen werden und in eine farbenprächtige Staudenfläche verwandelt werden. Aus dem Sandkasten könnte dann das ersehnte Kräuterbeet werden.

Nicht realisierbar? Macht nichts

Hobbygärtner sollten also gelassen bleiben, wenn ein Wunsch angesichts begrenzter Zeit oder Fläche momentan nicht realisierbar scheint. Sie haben es selbst in der Hand, den Garten im Laufe der Jahre an die unterschiedlichen Lebensphasen anzupassen. Wünsche, die auf der Liste zunächst nach unten gerutscht sind, können später wieder aktuell werden. Hauptsache die Bedürfnisse und Ideen wurden möglichst konkret formuliert. Denn im nächsten Schritt wird es darum gehen, wie die wichtigsten Ideen mit den Möglichkeiten des bestehenden Gartens in Einklang gebracht werden können.

Von Stefanie Syren

Mit Vorsprung in die Saison

Ein Hügel mit Vorteilen: Wer bereits ein erstes Beet anlegen möchte, sobald die Nächte frostfrei sind, sollte sich an ein Hügelbeet wagen. Denn das erwärmt sich schnell, außerdem sorgt die Zersetzung des organischen Materials für wertvolle Nährstoffe.  

Zusammensetzung: Die Mitte besteht aus Ästen, die eine gute Drainage sind und das Beet belüften. Rasenboden bedeckt die Äste oben und an den Seiten. Darüber kommt eine dicke Schicht Laub, außerdem Kompost sowie eine Schicht aus einer Mischung von Gartenerde und Kompost.

Aufbau: Das Hügelbeet hat möglichst eine Nord-Süd-Ausrichtung. So trifft das Sonnenlicht vormittags und nachmittags darauf. Gartenexperten raten, für eine rund 150 Zentimeter breite Grundfläche den Boden zunächst etwa 30 Zentimeter tief auszuheben. In die Mulde kommt ein feines Drahtnetz zum Schutz gegen Mäusegänge. Darüber folgen dann die einzelnen Schichten aus organischem Material. In der Mitte des fertig aufgeschütteten Hügels können Gärtner eine kleine Regenmulde anlegen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Garten & Balkon

Was sollten Sie jetzt im Garten tun? Was macht in diesem Monat besonders Spaß? Und was sollten Sie jetzt nicht vergessen? Tipps für Garten und Balkon jeden Monat neu.

Wie kann ich meinen Garten winterfest machen? Und was muss man beim Rosenschnitt beachten? Zum Thema Grün gibt es unzählige Fragen. Ab sofort können Sie uns Ihre Fragen rund um das Thema Garten und Balkon schicken. Die HAZ-Redaktion wird sie ausgewählten Experten stellen. Eine Auswahl der Antworten veröffentlichen wir regelmäßig auf Ihrer Ratgeberseite „Im Grünen“. Natürlich ist dieser Service für Sie kostenlos.

Das lässt sich jetzt ziehen

Radieschen, Zucchini und Salat – das lässt sich jetzt schon für den Garten ziehen.

Informieren Sie sich über neue medizinische Studien und lesen Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand gesund leben.