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Brautmode 2013: Farbtupfer fürs klassische Weiß
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Mode Brautmode 2013: Farbtupfer fürs klassische Weiß

Ganz in Weiß heiraten? Das wollen immer noch die meisten. Aber die Hersteller haben in diesem Jahr etwas mehr Mut zur Farbe - sie bieten Kleider in hübschem Rosa oder mit roten Blüten an.

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Trendkleid 2013: Gräfin Stephanie de Lannoy heiratete im Oktober 2012 Luxemburgs Thronfolger (nicht im Bild). Ihre Robe war mit Blüten überzogen und hatte Dreiviertel-Ärmel.

Quelle: Christophe Karaba

Cloppenburg. Romantisch sollte eine Hochzeit immer sein. In diesem Jahr gilt das für die Brautkleider umso mehr. Die Trendkleider haben Blüten - drapiert oder in den Stoff gestickt. Auch die Farben passen sich dem neuen Trend an: zarte Pastelltöne und Grau drängen sich in das traditionell weiße Bild.

Royale Hochzeiten werden immer gerne zur Orientierung genommen - was die Prinzessinnenhochzeiten der vergangenen Jahre zeigten, wurde im Handel schnell zum Verkaufsschlager. Zuletzt heiratete die Gräfin Stéphanie de Lannoy Luxemburgs Thronfolger und Erbgroßherzog Guillaume im Oktober 2012. Ihr Kleid ist eine von oben bis unten mit Spitze bedeckte Robe, verziert mit kleinen Blüten. Der Rock ist ausgestellt und die Ärmel sind dreiviertellang.

"Die Kleider werden wieder mondäner. Der Trend geht weg vom Purismus", sagt Hermann Thole, Inhaber eines Brautmodengeschäftes in Cloppenburg. Zugleich seien die Modelle verspielter und romantischer. "Blütenornamente sind der große Trend im kommenden Jahr, denn sie lassen die Braut sinnlich, zart und romantisch erscheinen", sagt die Personal Shopperin Sonja Grau aus Ulm.

Eddy K. verziert den Ausschnitt vorne wie am Rücken mit Rosen, bei Cymbelines Modell "Ginza" sitzt auf Hüfthöhe eine überdimensionale Blüte. Affinity Bridal und Emmerling überziehen Kleider mit blütenreicher Spitze. Bei Garamajs Modell "Lea" sitzen Blüten auf Hüfthöhe, der Rock ist mit größeren Blüten übersät.

Der dominierende Schnitt 2013 ist die A-Linie, sagt Adriane Böhm, Besitzerin eines Brautmodengeschäft in Kolbermoor bei Rosenheim. Dieser Schnitt kennzeichne sich durch ein eng anliegendes Oberteil und einen leicht ausgestellten Rock. Die senkrechten Nähte verlaufen ohne Unterbrechung, was kleineren Frauen schmeichle, erläutert Böhm.

A-Linien waren bereits in den vergangenen Jahren zu haben, doch die aktuellen Kleider haben breitere Röcke, sagt Thole. Und das macht sie für einige nicht mehr zum optimalen Modell. "Kleine Frauen sollten darauf achten, dass die Röcke nicht zu füllig sind, da diese Modelle sie ansonsten sehr leicht gedrungen wirken lassen", erläutert Grau. Alternativen sind Empire-Kleider. Sie haben eine hohe Taillennaht, meist unterhalb der Brust.

Das Traumkleid aus Luxemburg hatte längere Ärmeln. Wichtig sei, dass diese bei Bedarf abgenommen werden können. "Viele Bräute haben den Wunsch, sich während der Feier ein wenig zu verändern", erklärt Böhm. Die Alternative sind Roben mit nur einem Träger, sagt Susanne Sixtus, Brautkleiderdesignerin aus Düsseldorf. "Eine Blütenapplikation am Träger lässt die Stelle zum absoluten Blickfang werden", sagt Sixtus. Kleemeier macht das am Modell "Ribera" vor.

Haut zeigen die Bräute auch. "Sehr häufig sind Rücken- und Dekolleté-Bereich bei den neuen Trendkleidern aus durchsichtiger Spitze", sagt Sixtus. Cymbelines Modell "Ginza" hat ab dem Dekolleté einen Teil aus Tüll in T-Shirtform, Lohrengels Modell "Isabella" am Rücken. Garamaj lässt an "Nolita" am Rücken eine große Aussparung Haut zu, umrandet von viel Spitze. Sonja Grau rät, bei einem betontem Rücken, das Dekolleté nicht zu stark zu akzentuieren. "Die Gefahr, dass das eine dem anderen die Show stiehlt, ist zu groß."

Passend zu dem romantischen Blütenzauber setzen die Designer auf Pastelltöne wie Rosa oder Himmelblau. Als Farbtupfer findet sich auch in quasi jeder zweiten Kollektion Grau, sagt Thole. Häufig sind es aber noch nur farbige Accessoires oder Applikationen statt ein komplett buntes Kleid - etwa bei Kleemeiers Modell "Scarlett", das am Dekolleté zwei Blüten und über den Rock eine Stola in Dunkelrot hat. Ladybird zeigt Farbe in Form von bunten Pailletten, und Lilly schlingt ein rosafarbenes Band um die Taille.

Denn komplett farbige Kleider werden es schwer haben sich durchzusetzen, sagt Böhm. Der Fachmann ist überzeugt, dass die dominanten Farben der Brautkleider 2013 das bewährte Eierschale oder Elfenbein sind - und es auch bleiben werden. "Farben setzen sich einfach nicht durch - die Braut ist und bleibt weiß."

dpa

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