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Trends der Mailänder Modewoche

Mode Trends der Mailänder Modewoche

Die Krisen der Welt bleiben außen vor. Die Mode soll die Seele aufhellen. Voller Optimismus gehen Mailands Designer in die Saison Frühjahr/Sommer 2018.

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Mit luftigen Sommerstoffen brachte das Label Missoni viel Leichtigkeit auf den Mailänder Laufsteg.

Quelle: Luca Bruno/AP/dpa

Mailand. Der Trump-Effekt ist bereits wieder verpufft. Prägten vor einem halben Jahr noch politische Botschaften die Mailänder Modewoche, ging es jetzt inhaltlich eher um eine Flucht aus der Realität.

Das beeindruckendste Show-Erlebnis lieferte Donatella Versace mit einer Hommage an ihren vor 20 Jahren ermordeten Bruder Gianni. Sie brachte einige seiner berühmtesten Looks noch einmal auf den Laufsteg - ebenso wie die legendäre Supermodel-Generation der 1990er-Jahre um Claudia Schiffer und Naomi Campbell.

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Auffällige Muster machen die Versace-Kollektion zu einem klarem Statement.

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Ein besonderer Fokus lag in dieser Saison auf den Debüts neuer Kreativdirektoren. "Einstand gelungen" heißt es für Paul Surridge (Roberto Cavalli) sowie Lucie und Luke Meier (Jil Sander). Und das sind die Modetrends, mit denen Mailand in die Saison Frühjahr/Sommer 2018 geht:

- Leichtigkeit: Dass die Stoffe im Frühjahr/Sommer eher leicht sind, liegt nahe. Aber viele Models schienen in Mailand über den Laufsteg zu schweben, fast schon schwerelos war ihre Kleidung aus Seide, Chiffon, Organza oder Nylon. Auch Transparenz gehört dazu.

- Tropen-Flair: Florale Drucke gab es in den meisten Kollektionen. Am auffälligsten waren dabei Blüten wie auch Farben, die tropischer Flora entstammen. Es gab sie unter anderem bei Fendi und Francesco Scognamiglio. Moschino ging das Thema in der für die Marke typischen ironischen Überhöhung an: die Frau als Blumenstrauß auf Beinen.

- Geometrie: Sie bildet den Gegenentwurf zum Floralen und zeigt sich sowohl in der Schnittführung als auch in den vielen Streifendesigns. Auffällig ist hier die Laufrichtung: quer, zick-zack oder im Patchwork unterschiedlicher Varianten. Zum Beispiel bei Fendi, Cividini und Aquilano.Rimondi.

- Glanz-Schicht: Pailletten, Metallic-Lack, Plastik-Beschichtungen. Mailands Designer nutzen alle Möglichkeiten aus, um der Mode Glanz zu verleihen. Ein Spiel zwischen 80er-Jahre-Glamour und Futurismus.

- Reinheit: Ganz in Weiß - auch das ist angesagt. Eine Mode, die allein von der Form lebt und aus eher schlichten Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Popeline geschneidert ist. So gesehen unter anderem bei Jil Sander und Fausto Puglisi.

- Mantel-Parade: Bei Prada war er das Schlüsselelement der Kollektion und auch sonst spielt der Mantel eine große Rolle - bis hin zu ärmellosen Varianten.

- Logo-Manie: Das offen zur Schau getragene Bekenntnis zu einer Marke ist zwar nicht neu, greift aber immer mehr um sich. So wurde bei Max Mara das Logo zum Druckmotiv, Fendi setzte es sogar auf Pelz, Aquilano.Rimondi machten aus typographischen Varianten ihrer Namen ein Muster.

- Sei du selbst, eine Botschaft als Trend: Jede Frau ist anders. Zu starre Vorgaben machen keinen Sinn, eine Kollektion braucht viele Ideen. Gucci setzt diesen Gedanken unter Alessandro Michele radikal um. Jetzt schloss sich dem auch Salvatore Ferragamo an - und feierte die Individualität der Frau.

dpa

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