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Lila, so weit das Auge reicht

Lüneburger Heide Lila, so weit das Auge reicht

Eine Wanderung auf dem Heidschnuckenweg ist besonders in der Zeit der Heideblüte ein Hochgenuss.

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Am schönsten ist die Heide, wenn sie blüht: Jedes Jahr im August/September.

Quelle: Sigrid Krings

Hamburg. Wie wundervoll erfüllend und nachhaltig entspannend: Weit schweift der Blick über die sanft hügelige Landschaft. Nur hin und wieder bleibt er an einer knorrigen Kiefer, dem weißen Stamm einer Birke oder der markanten Silhouette eines dunkelgrünen Wacholderbusches hängen, doch vor allem eines saugt er tief in sich auf: das helle Lila der blühenden Heidepflanzen. Jedes Jahr, je nach Witterung im August oder bis weit hinein in den September, verwandelt sich ein großer Teil der Lüneburger Heide südlich von Hamburg in ein lila leuchtendes Meer. Das ist eine perfekte Zeit, um sich zu einer Tour durch die abwechslungsreiche Landschaft aufzumachen.

Zum Beispiel als Wanderer auf dem einmalig schönen „Heidschnuckenweg“ , der von Hamburg-Fischbek bis in die Südheide nach Celle führt. Satte 223 Kilometer ist dieser Weg insgesamt lang - eine Strecke, die selbst ein gut trainierter Radfahrer nicht in einem Stück bewältigen kann. Deswegen bietet es sich an, den gut und durchgängig mit einem gelben Pfeil und einem schwarzen „H“ ausgeschilderten Weg in kleineren Etappen zu laufen oder sich einzelne, besonders schöne Etappen vorzunehmen. Alle Strecken sind auf der Internetseite www.heidschnuckenweg.de beschrieben, zur Orientierung unterwegs ist die Leporello-Wanderkarte 727 hilfreich, die man über www.publicpress.de bestellen kann.

In Buchholz geht‘s los

Einer der schönsten Abschnitte des Heidschnuckenweges, der vor zwei Jahren von einem bekannten Wandermagazin als „Deutschlands schönster Wanderweg“ ausgezeichnet wurde, ist die Strecke zwischen Buchholz (Nordheide) und Handeloh, Etappe 2.

15 Kilometer weit schlängelt sich der Pfad zunächst durch Mischwald, dann steil hinab in die dunkle Höllenschlucht und im Anschluss wieder hinauf auf den Brunsberg. Mit seinen 127 Metern ist er eine der höchsten Erhebungen der Lüneburger Heide und bietet prächtige Aussicht in Richtung der Orte Holm-Seppensen und Sprötze. Bequem geht es auf festem, sandigem Weg weiter, bis man schließlich über den Aussichtspunkt Pferdekopf das liebliche Büsenbachtal und schließlich den hübschen Ort Handeloh erreicht. Wer möchte, steigt dort in die nächste Etappe des Wanderwegs ein. Wer lieber zurück und die Strecke nicht noch einmal laufen möchte, für den gibt es eine gute Alternative: Einfach am Bahnhof ein günstiges Ticket für die Heidebahn kaufen und bequem mit dem Zug zum Einstiegspunkt in Buchholz zurückfahren.

Hoteltipp

Übernachten mal anders? Dann ab ins Schäferdorf!

Wer die ersten Etappen des Heidschnuckenweges wandern möchte und Lust auf eine etwas andere Übernachtungsmöglichkeit hat, der ist im Schäferdorf bei Nindorf/Hanstedt gut aufgehoben. Das Dorf, im Jahr 2013 eröffnet und fernab von jedem Verkehrslärm, liegt unmittelbar neben dem Wildpark Lüneburger Heide und wird ebenso wie der Wildpark von Norbert und Alexander Tietz geleitet. Sechs urige Schäferwagen und vier hübsche Häuschen mit insgesamt acht Appartements gruppieren sich rund um eine große Grillhütte und den Kinderspielbereich mit Sandkiste und Balancierschlange.

Insbesondere die Schäferwagen sind ein gleichermaßen spannendes wie kuscheliges Erlebnis für Eltern und Kinder. Man mag es kaum glauben: Bis zu fünf Personen finden in den fliederfarben und warmgelb gestrichenen Wagen Platz. Dann allerdings ist es recht eng, und die fünfte Person muss auf der ausklappbaren Sitzbank schlafen. Die Innenausstattung ist aus massivem Holz gefertigt, die Betten sind im hinteren Teil des Wagens quer übereinandergestapelt und schön bezogen – gemütlicher geht’s einfach nicht.

Das Schäferdorf ist für Kinder ein kleines Paradies, denn sie können auf dem weitläufigen, liebevoll angelegten Gelände nach Herzenslust spielen und toben. Besonders aufregend wird es nachts: Dann nämlich stimmen die Wölfe ihr Geheul an. Aber keine Angst: Ihr Gehege, nur wenige Meter vom Dorf entfernt, ist hervorragend gesichert. Und wer möchte, kann die Wölfe und auch die vielen anderen Tiere des Wildparks noch vor der täglichen Öffnung und lange nach der Schließung besuchen. Das Schäferdorf hat einen eigenen Eingang zum Park, der Eintritt ist im Übernachtungspreis inbegriffen.

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