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Zur Freiheit führt eine Straße

Unterwegs mit dem Wohnmobil Zur Freiheit führt eine Straße

Mit einem gemieteten Wohnmobil kann man buchstäblich erfahren, warum der Weg das Ziel ist.

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Fahrt ins Blaue: Auf einer Reise mit dem Wohnmobil geht es nicht nur von A nach B.

Quelle: Christian Richard Gülde

Unterwegs sein und nichts suchen, sondern einfach nur finden – vielleicht ist das die beste Antwort für alle Sinnsucher. Oder zumindest für alle, die neben ein paar freien Tagen auch ordentlich Fernweh haben. Wem in einer solchen Situation nur einfällt, in den Flieger zu steigen und sich einige Tonnen CO2-Ausstoß später an einem fernen Strand in die Sonne zu legen, der verpasst womöglich das Beste.

Der richtige Camper für die Fahrt ins Blaue

Eine wirklich runde Sache ist eine Fahrt ins Blaue mit einem Wohnmobil – rund schon allein deshalb, weil man nicht schnurgerade von A nach B und wieder zurück nach A fährt, sondern von A bis Z alles umkurvt, wonach einem der Sinn steht. Jedenfalls haben wir – eine vierköpfige Familie mit Hund – das so gemacht. Da wir kein Wohnmobil besitzen, steht nach unserem Entschluss, diese Art des Reisens einmal auszuprobieren, zunächst die Suche nach einem geeigneten Vermieter an.

In Celle bei der Holiday Mobil GmbH werden wir schnell fündig, das Unternehmen gehört seit vielen Jahren zu den Marktführern in Niedersachsen und verfügt über mehr als 100 Wohnwagen und Wohnmobile. Vor Ort schauen wir uns einige der rollenden Feriendomizile an und entscheiden uns schnell für einen 7,50 Meter langen Ixeo TL 734 von Bürstner, der mehr als genug Platz für uns fünf bietet. Im Heck ist ein festes Doppelbett für die Erwachsenen, das durch Duschkabine und Minibad mit WC abgetrennt ist vom Wohnbereich mit Küchenzeile und Sitzgruppe.

Geschickte Raumaufteilung: Küche, Schlaf- und Wohnbereich vereint.

Geschickte Raumaufteilung: Küche, Schlaf- und Wohnbereich vereint.

Quelle: Bürstner

Über der Sitzgruppe schwebt das große Hubbett für die Kids, das bei Bedarf heruntergelassen wird. Dank dieser Aufteilung sind zwischen Tag und Nacht keine größeren Umbauarbeiten erforderlich. Hier fühlen wir uns auf Anhieb wohl, und nach einer sehr umfassenden Einweisung, die keine Fragen offenlässt, rollen wir vom Hof der Holiday Mobil GmbH – vorsichtig zunächst, schließlich ist der Camper fast drei Meter länger und einen halben Meter breiter als unsere Familienkutsche. Doch viel schneller als gedacht gewöhnen wir uns an die neuen Maße.

Fünf auf gleichem Weg

Nach einem kurzen Zwischenstopp, um unser neues Zuhause mit allem zu beladen, was uns auch unterwegs unentbehrlich erscheint – wozu vor allem unsere Fahrräder gehören –, fahren wir ohne größere Planung los, Richtung Süden. In Deutschland gibt es rund 3000 Campingplätze und mindestens noch einmal genauso viele Wohnmobilstellplätze – wegen des ungebrochenen Wohnmobil-Booms ändern sich die Zahlen fast täglich. Es gibt also überall genug Möglichkeiten, Frischwasser aufzunehmen, Abwasser zu entsorgen und einen schönen Platz für die Nacht zu finden. Zumal es in Deutschland auch erlaubt ist, zur sogenannten Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit auf einem regulären Parkplatz zu übernachten. Ausgesprochen fahrtüchtig reisen wir also in den nächsten Tagen durch wunderbare Regionen Deutschlands, erkunden das Biosphärenreservat Rhön, die Weinberge Mittelfrankens, die Schwäbische Alb und den Odenwald. Überall finden wir tolle Stellplätze.

In Bad Windsheim übernachten wir auf dem Phoenix Reisemobil-Hafen, um in der benachbarten Franken Therme das Salzsee-Feeling zu erleben. Am Fuße des Zollerbergs parken wir unser fahrbares Schloss in Sichtweite der Stammburg des deutschen Kaiserhauses der Hohenzollern. Die schönsten Momente aber verbringen wir in ländlicher Ruhe, am Rande von leuchtenden Blumenwiesen und wogenden Kornfeldern, mit leckeren Produkten aus der Region auf dem Campingtisch. Wir genießen es, unterwegs zu sein und Zeit füreinander zu haben – und nach ein paar Tagen wissen wir: Auch uns hat das Reisemobilfieber gepackt!

Christian Richard Gülde

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