Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Perlenkette im Koffer - Keine Entschädigung bei Verlust

Tourismus Perlenkette im Koffer - Keine Entschädigung bei Verlust

Wertvoller Schmuck gehört ins Handgepäck: Wer seine Juwelierwaren stattdessen in den Koffer packt und diesen auch nicht mit einem Schloss sichert, kann bei Verlust mit keiner Entschädigung rechnen.

Voriger Artikel
Kreuzfahrt: Routenänderung bei Unruhen ist kein Reisemangel
Nächster Artikel
Klage abgewiesen: Flug verpasst wegen Schlange am Check-In

Der Verlust von Juwelierwaren aus dem Reisekoffer wird nicht erstattet. Darum: Schmuck immer ins Handgepäck legen.

Quelle: Jens Büttner

Frankfurt/Main. Schmuck sollte auf Reisen am besten im Handgepäck verstaut sein, um ihn vor Dieben zu schützen. Wer Schmuck hingegen einfach in einen Koffer ohne Schloss packt, geht bei Verlust leer aus - die Versicherung muss nicht zahlen.

Das geht aus einer Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt am Main hervor (Az.: 32 C 2211/14 (90)). Reisende müssen bei dem heutigen Massenverkehr stets mit der Möglichkeit des Verlustes von aufgegebenem Gepäck rechnen. Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in der Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

In dem verhandelten Fall hatte eine Reisende nach ihrer Rückkehr festgestellt, dass eine wertvolle Perlenkette nicht mehr in ihrem Koffer war. Die Frau meldete sich einen Tag nach ihrer Rückkehr bei ihrem Reisebüro, das über die Homepage der Versicherung sofort eine Verlustanzeige aufgab. Die Versicherung allerdings wollte für den Schaden nicht aufkommen. Zum einen, weil die Schadensmeldung nicht fristgemäß erfolgt sei, und zum anderen treffe die Reisende eine Mitschuld.

Vor Gericht konnte sich die Frau nicht durchsetzen. Hier fehlte es an einer form- und fristgerechten Schadensanzeige, befanden die Richter. Zwar habe sich das Reisebüro über die Homepage an das Unternehmen gewandt. Aber die Frau habe sich zum einen nicht - wie eigentlich nötig - eigenhändig bei der Versicherung gemeldet. Zum anderen ersetze eine Schadensanzeige über die Homepage nicht die Schriftform.

Schwerer wog aus Sicht des Gerichts noch das Mitverschulden der Frau. Ihr Verhalten sei ein grober Verstoß gegen die Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten, so die Richter. Wertvoller Schmuck sei hier überhaupt nur versichert, wenn der Koffer mittels eines Schlosses gesichert war. Dies sei hier aber nicht der Fall gewesen.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rechtstipp
Leseraktion: Zimmer mit Aussicht

Teilen Sie den schönsten Ausblick aus ihrem Urlaubsdomizil mit anderen Lesern: Die besten Einsendungen veröffentlichen wir in dieser Bildergalerie.