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Freiheit mit Risiko: Roller fahren in Südostasien

Tourismus Freiheit mit Risiko: Roller fahren in Südostasien

Fast jeder Backpacker macht es: Südostasien zumindest einmal mit dem Roller erleben. Das fühlt sich nach Freiheit an! Doch der Verkehr in Thailand oder Indonesien ist meist chaotisch - ein Unfall kann ernste Folgen haben. So gelingt der Trip mit dem Motorbike.

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Motorroller gibt es in Asien in fast jeder Form und Ausführung. Wer einen seriösen Verleiher sucht, informiert sich am besten bei anderen Reisenden oder in seiner Unterkunft.

Quelle: Philipp Laage

Berlin. Eine Rollerfahrt in Südostasien kann im schlimmsten Fall im Krankenhaus enden. "Die Versorgungslage bei einem Unfall ist sehr schlecht", warnt Reisebuchautorin Andrea Markand. Roller-Fans sollten diese acht Punkte unbedingt beachten:

Internationaler Führerschein:  Der ist meistens Pflicht. Dabei sind die Kontrollen unterschiedlich streng. In Vietnam beispielsweise wird das Fahren ohne gültige Papiere mit 1,2 Millionen Dong bestraft (knapp 50 Euro), berichtet Markand. In Thailand, Laos oder Kambodscha sieht das die Polizei etwas lockerer.

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Ein typisches Bild auf den Straßen Südostasiens: Die Menschen fahren einfach auf die Kreuzung und suchen sich ihren Weg. Ein Deutscher gerät da im Verkehr leicht ins Schwitzen - und in gefährliche Situationen.

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Bei den Verleihern wird der Reisende oft nur gefragt, ob er schon mal mit einem Roller gefahren sei, berichtet Tobias Meyer von "

Home is where your bag is". "Was nicht heißt, dass man ohne gültigen Führerschein fahren sollte", sagt der Blogger. Baut man als Tourist ohne Führerschein einen Unfall, zahlt die Krankenversicherung nicht, warnt Markand. Dann wird es oft teuer.

Versicherung: Eine Auslandskrankenversicherung sollte der Reisende aber immer haben, rät der Bund der Versicherten. Für Sachschäden kommt eine private Haftpflichtversicherung nicht auf.

Vermieter finden: Empfehlungen anderer Reisender sind bei der Wahl des Verleihers immer gut. "Entweder von anderen Backpackern oder der Unterkunft", rät Bloggerin Conni Biesalski von "

Planet Backpack". "Vor allem in den Touristenhochburgen tummeln sich schwarze Schafe unter den Vermietern", weiß der deutsche Anwalt Ralf Baumgarten, dessen Kanzlei ihren Sitz in Bangkok hat.

Mietvertrag: Vor der Unterschrift sollte der Roller kontrolliert werden. Am besten werden alle Schäden fotografiert. "Außerdem würde ich immer eine kleine Proberunde drehen", rät Tobias Meyer. Auch ein Blick auf die Reifen sollte nicht fehlen.

Kaution: Üblicherweise wird bei der Vermietung der Pass als Kaution einbehalten. Anwalt Baumgarten empfiehlt aber, zu verhandeln und nur den Personalausweis zu hinterlegen. Auf keinen Fall sollte man im Vorfeld eine höhere Geldsumme als Kaution bezahlen. Hier besteht die Gefahr, dass man das Geld nicht wiedersieht.

Mietpreise: Die Preise variieren von Land zu Land. Unabhängige Verleih-Shops sind günstiger als die Vermittler im Hotel.

Sicherheit: In allen Ländern in Südostasien herrscht offiziell Helmpflicht. Für Kurzentschlossene gibt es zum ausgeliehenen Moped meist einen Helm dazu - dann aber nach südostasiatischen Standards. Reisenden, die länger mit einem Motorbike unterwegs sein möchten, reicht das vielleicht nicht. "Zur eigenen Sicherheit sollte man sich einen eigenen Helm mitbringen, denn die Helme vor Ort entsprechen in keinem Fall unseren Sicherheitsstandards", rät Autorin Markand.

Fahrstil: "Der Verkehr nimmt in Südostasien zu, und so wird es wirklich immer gefährlicher", warnt Markand. Für Anfänger gilt: Städte meiden. Auf dem Land ist das Fahren mit dem Roller nicht so stressig. Tipp: langsam fahren und sich nicht überschätzen.

Im Notfall:  Kommt es zu einem Unfall, in den noch ein anderer verwickelt ist, sollten Reisende immer die Polizei rufen. Auf ein Gerichtsverfahren sollte man es bei kleineren Schäden nicht ankommen lassen: Die Verfahren ziehen sich hin, die Kosten werden meist nicht übernommen, der Prozess ist von Deutschland aus schwer zu regeln.

dpa

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